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Doom I & II: Kommen vom Index

Originalartikel vom 30. August

Alteingesessene Spielernaturen werden sich noch an die Zeit erinnern, als "DOMM" oder "D**M" die Charts in den Spielemagazinen schmückten. Der Grund: id Softwares Genreklassiker Doom war seinerzeit recht fix auf der hiesigen Liste für jugendgefährdende Medien, dem berühmten Index, gelandet. Dort musste es immerhin nicht sehr lange allein verweilen: Auch der Nachfolger war der BPjM (damals noch: BPjS) ein Dorn im Auge.

Angesichts der sich im Laufe der Zeit ändernden Technologien und Bewertungsmaßstäbe und der Tatsache, dass mittlerweile auch Spiele wie Dead Space oder Gears of War 3 mit entsprechender USK-Kennzeichnung erscheinen dürfen, hat sich id Softwares Mutterkonzern ZeniMax laut Gamesmarkt darum bemüht, dass die beiden FPS-Oldies von der berühmten Liste gestrichen werden. Somit könnten dann z.B. die XBLA-Fassungen unter Umständen auch in hiesigen Gefilden angeboten werden.

Die jetzige Listenstreichung verwundert nicht, hat sich die Grafik doch gerade in diesem Segment in den bald zwei Jahrzehnten seit Erscheinen von "Doom" massiv weiterentwickelt. Trotzdem ist eine solche Listenstreichung keine Selbstverständlichkeit. Sie kann laut Jugendschutzgesetz frühestens nach zehn Jahren auf Antrag erfolgen. Zudem verliert eine Listenaufnahme nach 25 Jahren automatisch ihre Wirksamkeit.

Offiziell soll die Streichung von der Liste im Laufe des Mittwochs verkündet werden.

Update 31. August: Mittlerweile hat die BPjM die vorzeitige Streichung aus der Liste auch offiziell bestätigt. In der USK-Datenbank sind die beiden Spiele jetzt mit einem USK16-Siegel versehen. Bis dato sind nur die PC-Versionen der Shooter aufgeführt.

Wir haben bei ZeniMax nachgehakt, ob es angesichts des Vorgangs irgendwelche unmittelbare Pläne für die Oldies gibt, oder ob es vielleicht nur darum ging, sie problemlos in Werbemaßnahmen für Rage - im Ausland schließlich offiziell mit dem Prädikat "From the Makers of Doom and Quake" versehen - einbinden zu können. Die Antwort: Hierzu könne man "leider noch gar nichts sagen."

Update 2: Während sich ZeniMax Deutschland gar nicht äußern wollte, sind die US-Kollegen von Bethesda etwas gesprächiger. Gegenüber Joystiq ließ Pete Hines verlauten, man habe "es einfach mal probiert", da die Wartefrist für einen Antrag (zehn Jahre) schon abgelaufen war.

Auf dem Blog des Herstellers heißt es außerdem, man arbeite daran, beide Spiele in hiesigen Gefilden "vielerorts verfügbar" zu machen.
Autor: Julian Dasgupta
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Kommentare

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  • Brakiri schrieb:
    gelöscht
    zu spät. Gnihi.
  • gelöscht
  • Onekles schrieb:
    Die Musik in videospielen ist auch heute noch hervorragend. Man muss nur die richtigen Spiele spielen. Metal Gear Solid 4 hat einen atemberaubenden Soundtrack, Heavy Rain ebenso oder meinetwegen auch Mirror's Edge. Das würde ich nun wirklich nicht auf eine
     [...]
    Onekles schrieb:
    Die Musik in videospielen ist auch heute noch hervorragend. Man muss nur die richtigen Spiele spielen. Metal Gear Solid 4 hat einen atemberaubenden Soundtrack, Heavy Rain ebenso oder meinetwegen auch Mirror's Edge. Das würde ich nun wirklich nicht auf eine bestimmte Epoche begrenzen, schlussendlich hat natürlich auch der persönliche Geschmack noch viel damit zu tun. Aber auch damals hatte der Großteil der Spiele schlechten Soundtrack. Sachen wie Mega Man, Castlevania oder eben Doom waren auch damals schon die Ausnahme, nicht die Regeln. Heutzutage finden sich ebensoviele Ausnahmen. Mindestens.
    das es heute absolut keine gute musik gibt, darüber will ich mit dir nicht streiten, das wäre nämlich wirklich gelogen. und es stimmt die regel war gute musik früher auch nicht. aber meine persönliche einschätzung ist halt das früher da doch mehr darauf geachtet wurde wie heutzutage. jeder lang erwartete A-titel hatte damals fast schon unter garantie einen markanten soundtrack, und das ist heutzutage einfach nicht mehr so. man greift notfalls einfach auf charts zurück.