Rassismus in Videospielen
Schwarze, die mit dicken Wummen und Goldkettchen krumme Geschäfte machen, oder schlitzäugige Asiaten, die radebrechend durch die Lüfte wirbeln. Das sind Stereotypen, die nur all zu oft in den Medien auftauchen. Jetzt wurde eine neue, kanadische Studie veröffentlicht, die bestätigt, dass auch die Welt der Videospiele vor rassistischen Vourteilen nur so strotzt. Robert Parungao von der Universität British Columbia hat bei seiner Untersuchung den Fokus auf die Darstellung von Asiaten gelegt, bei der er auch Spiele wie GTA 3, Shadow Warrior, WarCraft 3 oder Kung Fu unter die Lupe nahm. Es seien immer wieder dieselben Muster, die auftauchen. So werden alle Asiaten in einen Topf geworfen und kaum regionale Unterschiede zwischen Chinesen und Japanern gemacht. Seltsamerweise seien es sogar asiatische Entwickler, die die Stereotypen in ihre Spiele packen. Videospiele reproduzieren aber nur das, was in Film und Fernsehen vorgemacht werde, so Paraungao weiter. Das Thema Rassismus sei in der Öffentlichkeit gegenüber den Themen Sex und Gewalt in der Hintergrund getreten. Verbote bringen da nur wenig, vielmehr sei es Zeit, dass die Entwickler von sich aus einsehen, was sie anrichten. Positive, farbige Indentifikationsfiguren müssen her, so Paraungao.