Staatliche Prüfstelle gefordert
Uwe Schünemann (CDU) fordert den Kollegen von SpOn zufolge mal wieder die Einführung einer staatlichen Prüfstelle für die Einstufung von Computerspielen. Niedersachsens Innenminister, der zusammen mit Günther Beckstein (CSU) zu den stärksten Befürwortern des Verbots von "Killerspielen" gehört, wirft der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) Versagen vor.
So hatte diese einem Spiel wie Grand Theft Auto: San Andreas
mit seinen "Kettensägen, brutalste Tötungsszenen" eine 16er-Einstufung gegeben. Take-Two entgegnet:
"Es gibt in dem Spiel eine Kettensäge und wenn man mit ihr Menschen berührt, fallen sie um. Brutalste Tötungsszenen sind nicht möglich, man kann keine Gliedmaßen absägen oder so etwas."
Schüneman schlägt vor, die Bundesprüfstelle für Jugendschutz (BPjM) und die USK zusammenzulegen. Auch solle der Kreis jener Leute, die Spiele bewerten, um Kriminologen erweitert werden.
Nochmals bekräftigt er die Forderung nach dem Verbot der Herstellung von "Killerspielen" und wünscht sich außerdem eine besserer Aufklärung und Stärkung der Medienkompetenz von Erzeihungsberechtigten und Lehrern. Aber auch wenn Schünemann zu den präsentesten Gegnern gewalthaltiger Comuterspiele gehört - die Vertreter des Landes Niedersachsen im Kultur-, Rechts- und Jugendausschuss hatten seinerzeit für eine Vertagung der vom Bundesland Bayern eingebrachten Gesetzesinitiative gestimmt.