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Piranha Bytes: Neues Projekt

Im WoG-Forum hat sich Piranha Bytes Chef-Designer Mike Hoge nun über die Zukunft des aus der Ehe mit JoWooD geschiedenen Entwicklers geäußert - und, wie bereits vermutet, in Essen arbeitet man schon emsig an einem neuen Projekt.

Hoge, der sich bei der Community für die Unterstützung bedankt, spricht über ein Konzept, das schon seit mehreren Monaten in Planung sei, und das eigentlich die Grundlage von Gothic 4 sein sollte. Auch merkt er an, dass es letztendlich der Publisher war, der die Verhandlungen beendete.

"Zusammen mit diesem Spiel war eine inhaltliche Änderung von Gothic III in den Bereichen Kampfsystem, Balancing und Story/Dialoge angedacht. Diese "Rückbesinnung auf alte Tugenden" wäre unserer Einschätzung nach mit der Technologie unseres letzten Titels nicht möglich gewesen.

Also haben wir in den letzten Monaten auf eigene Rechnung (und teilweise unter Verzicht auf unser Gehalt) die Weichen gestellt für dieses neue Spiel, auf dessen Basis wir die inhaltlichen Änderungen von Gothic 3 hätten machen wollen."

In Anspielung auf die 4Players-Kolumne "Gute Nacht, Gothic!" merkt Kai Rosenkranz, Piranhas Hauskomponist und Community-Manager an, dass sich die Reihe, wenn auch anders gemeint, quasi wirklich erstmal einen ausgiebigen Schlaf genehmigen werde.

"Klar mag es passieren, dass im Laufe der Nacht andere Eltern mit ihren Gothic-getauften Kindern hausieren gehen, und wir beobachten das mit großer Neugierde. Vielleicht finden wir diese namensgleichen Geschöpfe sogar sympathisch und liebenswert."

Piranha selbst produziere "ein neues Kind", lässt Rosenkranz weiter verlauten. Dabei möchten die Entwickler zurück zu den eigentlichen Wurzeln ihres Erfolgs, führt er aus, denn es werde Gothic 1 durchaus ähnlich sein. Allerdings werden sich Fans noch einige Zeit gedulden müssen, da sich das Projekt derzeit noch in einem sehr frühen Stadium befinde. Die Tonart der Post und die verwendete Metapher deuten aber auch an, dass man eine Rückkehr in die Gothic-Welt zu einem späteren Zeitpunkt keineswegs ausschließt.

Auch Michael Rüve meldet sich nochmals zu Wort und kann sich einen sarkastischen Kommentar bzgl. JoWooDs Bekenntnis zu weiteren Updates nicht verkneifen. Piranha Bytes bzw. Pluto 13 könne wohl kaum rechtlich zur Herausgabe eines Patches gezwungen werden, da ein solcher Patch gar nicht existiere.

"Bemerkenswerter dabei finde ich, daß sich nun JoWood urplötzlich zum Retter der Enterbten aufschwingt und von Patches und zwingen spricht. Jetzt, nach vielen Monaten. Monaten, in denen es sie nicht sonderlich bzw. gar nicht interessiert hat (die Community Manager von JWD sind nicht JoWood)."

Auch deutet er an, dass der Bruch zwischen Entwickler und Publisher schon vor längerer Zeit absehbar war.


Autor: Julian Dasgupta
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Kommentare

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  • sind alle g3-verabscheuer wirklich SO oberflächlich und stur, dass sie nicht über die bugs von g3 hinwegsehen und das geniale spiel dahinter erkennen können und das sie nur wegen diesem teilweise misslungenem projekt gleich dem ganzen entwicklerteam und dem publisher den rücken zuwenden, bzw  [...] sind alle g3-verabscheuer wirklich SO oberflächlich und stur, dass sie nicht über die bugs von g3 hinwegsehen und das geniale spiel dahinter erkennen können und das sie nur wegen diesem teilweise misslungenem projekt gleich dem ganzen entwicklerteam und dem publisher den rücken zuwenden, bzw zukünftige spiele gleich schlecht machen, nur weil sie eben von PB entwickelt worden sind?
  • Zitat:
    Aber ein Publisher sollte soviel Weitsicht besitzen, und mit dem Erscheinen eines Spiels warten, bis er das Gefühl hat, dass es "an sich" fertig ist.
    Publisher sind keine Idealisten die der Welt beweisen wollen was sie alles können. Es geht nur um das  [...]
    Zitat:
    Aber ein Publisher sollte soviel Weitsicht besitzen, und mit dem Erscheinen eines Spiels warten, bis er das Gefühl hat, dass es "an sich" fertig ist.
    Publisher sind keine Idealisten die der Welt beweisen wollen was sie alles können. Es geht nur um das Geld. Und Jowood schien wohl ungedultig zu werden. Würde gerne mal wissen wieviel es den Publisher kostet wenn ein Spiel noch 6 Monate Feinschliff benötigt. Imho wäre aber bei G3 wesentlich mehr Zeit von nöten gewesen. 1-2 Jahren hätte man investieren müssen. Nur wenn das der Publisher nicht mitmacht. pech.
  • JimNorton schrieb:
    @Sid6581 Genug Zeit, das "schlag-mich-tot" Argument schlechthin. DukeNukem 4Ever ist ja auch ein bombast erfolg weil ich 3D Realms so lange Zeit gelassen hat. Oder Stalker, ein Meilenstein in der Shooter Geschichte.
    Hätten sie  [...]
    JimNorton schrieb:
    @Sid6581 Genug Zeit, das "schlag-mich-tot" Argument schlechthin. DukeNukem 4Ever ist ja auch ein bombast erfolg weil ich 3D Realms so lange Zeit gelassen hat. Oder Stalker, ein Meilenstein in der Shooter Geschichte.
    Hätten sie Stalker ein Jahr früher released, wäre es wahrscheinlich ein Flop in Regionen ähnlich Gothic 3 gewesen. Somit konnte es sich durch die Bank gute Noten zwischen 80-90% sichern. THQ wusste auch um das Stalker-Fiasko und waren sicherlich öfters kurz davor, das Spiel einfach zu releasen. Genau das hat Jowood aber getan und ich behaupte mal einfach trotz besseren Wissens, denn gerade die Bugs waren (und sind) einfach eine Katastrophe. Ich spreche also nicht davon, den Teams die Zeit zur Perfektionierung zu geben, die sich Blizzard erlauben kann. Aber ein Publisher sollte soviel Weitsicht besitzen, und mit dem Erscheinen eines Spiels warten, bis er das Gefühl hat, dass es "an sich" fertig ist.