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USA: Spielsucht ist keine "Sucht"

Suchtexperten haben sich auf dem Jahrestreffen der American Medical Association zumindest vorerst dagegen ausgesprochen, Spielsucht als eine mit Alkoholismus vergleichbare geistige Störung zu klassifizieren. Mehr Forschung in diesem Bereich sei notwendig, heißt es, derzeit gebe es nichts, was nahelegen würde, dass ein extrem starker Konsum von Videospielen wie der Mißbrauch chemischer Substanzen einzuordnen sei.

Eine Meinung, die die Gruppe der Mediziner, die jene Einstufung und die Aufnahme in das Diagnostic and Statistic Manual of Mental Disorders (DSM)  initiieren wollten, naturgemäß nicht teilt. Allerdings räumen auch sie ein, dass derzeit noch ein Mangel an Studien zu dem Problem, das schätzungsweise zehn Prozent der Spieler betrifft, herrscht. Sie baten das zuständige Kommitee jedoch die Inklusion der Spielsucht bei der nächsten Revision des DSM in fünf Jahren in Betracht zu ziehen.

Im Vorfeld des Treffens hatte die L.A. Times bereits ausführlicher über das Ansinnen berichtet. Die offizielle Klassifikation und die Aufnahme in das DSM - ein auch in hiesigen Gefilden geläufiges Standardwerk für Psychiater und Psychologen, das Diagnosekriterien für Geistesstörungen beinhaltet - würde die Behandlung von von betroffenen Personen deutlich vereinfachen. Da Spielsucht eine derartige Einstufung bisher jedoch fehlt, werden die damit verbundenen Kosten nicht von den Krankenversicherungen übernommen.

Ein standardisiertes Diagnoseverfahren gibt es bis dato also nicht, die Fragen die beispielsweise derzeit am Zentrum für Computersuchtstudien am McLean Hospital im US-Bundesstaat Massachusetts zum Einsatz kommen, sind hier zu finden.


Autor: Julian Dasgupta
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Kommentare

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  • Was haltet ihr von dem Vorschlag mit der Zeitschaltuhr???;)
  • dvda01 schrieb:
    Leider kenne ich da auch 2 Kerle, die vernachlässigen alles und hängen den ganzen Tag vor diversen Konsolen und dem PC! Ganz ehrlich, es kann ja schon ne Menge Spaß machen zu zocken, aber deshalb habe ich immer noch andere Hobbys, wie z.B. Motorradfahren und Sport
     [...]
    dvda01 schrieb:
    Leider kenne ich da auch 2 Kerle, die vernachlässigen alles und hängen den ganzen Tag vor diversen Konsolen und dem PC! Ganz ehrlich, es kann ja schon ne Menge Spaß machen zu zocken, aber deshalb habe ich immer noch andere Hobbys, wie z.B. Motorradfahren und Sport und auch ein Studium, welches ich bestehen möchte! Also zuviel ist nie gut! ] Genau das ist meiner Meinung nach auch schon die Lösung des Problems. Wenn man Möglichkeiten hat, einen Großteil seiner potenziellen Zocker-Stunden mit anderen, genauso spaßbringenden Beschäftigungen zu vollbringen, denkt während dieser Zeit auch der süchtigste Zocker nicht ans zocken. Und das ist der große Unterschied zu anderen Süchten, wie z.B. Alkoholsucht, welche einen auch während dieser Aktivitäten physisch und psychisch beschäftigt. Dies scheint mir auch ein guter Übergang zu den vorhin erwähnten "Ritzern" zu sein. Diese Leute haben meistens nur dann das Bedürfnis ihrem Körper Schmerzen zuzufügen, wenn sie sich alleine fühlen, wenn sie das Gefühl haben nicht ausreichend beachtet zu werden, wenn es familiäre Probleme gibt, wenn es z.B. Streit mit der besten Freundin gibt, wenn sie ungenügend Beschäftigungen haben die ihnen Freude bereiten - zusammengefasst: wenn sie unglücklich sind. Insgesamt bin ich also der Meinung, das die sogenannte Spielsucht nur im Kopf des betroffenen existiert, diese aber auf einfachere Art und Weise verdrängt werden kann, als man zunächst annimmt. Insofern finde ich es falsch, einen Zusammenhang mit physisch abhängig machenden Süchten zu unterstellen.
  • Enny001 schrieb:
    Extremfälle sind Einzelfälle.
    Howdie schrieb:
    Ich rede hier wirklich nicht von normalen Spielern, sondern von einigen wenigen Extremfällen!
    Dann sind wir uns ja einig ;) Ich denke auch nicht, dass wir zwei  [...]
    Enny001 schrieb:
    Extremfälle sind Einzelfälle.
    Howdie schrieb:
    Ich rede hier wirklich nicht von normalen Spielern, sondern von einigen wenigen Extremfällen!
    Dann sind wir uns ja einig ;) Ich denke auch nicht, dass wir zwei da irgendwie gefährdet wären.