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Schärfere Kriterien für Spiele geplant

Das Bundeskabinett wird laut der Welt im Herbst über eine Verschärfung der bisherigen Bestimmungen für Computerspiele entscheiden. Eine der zentralen angedachten Änderungen: Die Ausweitung der Verbotskriterien von Videospielen. Waren davon bisher vorwiegend "gewaltverherrlichende" Titel betroffen, sollen es zukünftig auch jene sein, in der Spieler "beispielsweise in einem Spiel belohnt werden, weil Sie Gewalt anwenden, anstatt eine Aufgabe friedlich zu lösen."

Ein eigentlich erwarteter Schritt der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, hatte sie dieses Ansinnen doch bereits im seinerzeit angekündigten Sofortprogramm deutlich gemacht. Unzufrieden sei man mit dem bisherigen System - die USK lasse Software durchgehen, die früher noch von der Bundesprüfstelle indiziert worden wäre. Dementsprechend soll der Einfluss der BPjM im Verfahren zumindest bei potenziell kritischen Titel verstärkt werden.

Ebenfalls verbessert werden sollen auch die Einstufungskriterien - diese waren bisher recht unscharf formuliert, was auch seitens der Hersteller öfters kritisiert wurde. Die Vorgaben sollen zukünftig konkreter gefasst sein. Dabei soll nicht nur die Explizität des Inhalts und dessen Kontext berücksicht werden, auch die möglicherweise durch den Titel verursachte Angst und das Suchtpotenzial sollen gewichtet werden.

Zudem soll die bisher noch nicht vom Gesetzgeber vorgesehene Möglichkeit, Testkäufer loszuschicken, um den Handel bzgl. der Umsetzung der Altersvorgaben zu überprüfen, verankert werden. In der Untersuchung des Hans-Bredow-Instituts, deren Ergebnisse auch in den neuen Gesetzesentwurf einfließen sollen, hatte sich zumindest bei den großen Handelsketten gezeigt, dass die dort umgesetzten Maßnahmen griffen. In der Regel mussten die Käufer ihre Ausweise vorzeigen, auch wurden dort die Verkäufer mit einem Warnhinweis auf prekäre Titel aufmerksam gemacht. Entsprechende Systeme sollen nun auch bei anderen Händlern Pflicht werden.


Autor: Julian Dasgupta
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Kommentare

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  • Des sind halt auch nur Menschen Eine schärfere Kontrolle der games wäre OK, sodass die 18 Jährigen ihre Uncut kriegen aber die 12 Jährigen nicht, irgendwie kommt man immer ran, aber n bisschen kann man schon was dagegen tun denke ich
  • ich könnte auch stundenlang beispiele aufzählen, wo der staat etwas richtig gemacht hat. aber das will niemand hören, könnte ja einen guten eindruck und zweifel am volkssport "rumjammern" hinterlassen ^^
  • Ich sehe es so, dass wir an der Sachlage nix ändern werden. Zum einen ist die Mehrheit der Bürger wohl für eine Verschärfung und "bessere Kontrolle". Zum Anderen sieht man unsereins sowieso als seltsame Gesellen, die nur weiter Ihre gewaltverherrlichenden Spiele spielen wollen. Ich  [...] Ich sehe es so, dass wir an der Sachlage nix ändern werden. Zum einen ist die Mehrheit der Bürger wohl für eine Verschärfung und "bessere Kontrolle". Zum Anderen sieht man unsereins sowieso als seltsame Gesellen, die nur weiter Ihre gewaltverherrlichenden Spiele spielen wollen. Ich werde es so halten, wie ich es immer mit Verordnungen und Gesetzen halte, die meiner Meinung nach sinnlos sind: Wenn mein jüngeres Patenkind gerne das Spiel XY spielen will, obwohl er laut Freigabe noch zu jung ist, schau ichs mir an, und wenn ich das OK finde, bekommt er das Spiel gekauft. Daran wird mich niemand hindern können! Aufklärung: Das würde voraussetzen, das der Aufklärende weiss, wovon er spricht, und nicht, dass er mit Verbotsmassnahmen für bestimmte Computerspiele von der eigentlichen Problematik ablenken will. Ein generelles Verbot von Schusswaffen in Privathand würde erheblich mehr Sicherheit vor sogenannten Amokläufern bringen. Ich kann jemanden, der den polemischen Begriff "Killerspiele" erfindet, einfach nicht ernst nehmen. So jemand kann mich nicht "aufklären". OT: Im wesentlichen seh ich es ähnlich wie Shalgar, und glaube auch, dass der "Staat" in weiten Teilen Fehler macht und es mit der Wahrheit oder mit der Sachlichkeit oder der Kompetenz nicht weit her ist. Beispiele könnte ich hierfür stundenlang aufzählen.