PlayStation 3

Antwort der Hacker

Vor zwei Tagen erhielten George 'geohot' Hotz und die zu fail0verflow gehörenden Hacker Post vom Gericht: Sony versucht, eine einstweilige Verfügung gegen sie zu erwirken, um das weitere Verbreiten von Informationen über und Werkzeuge für das Aushebeln von Schutzmechanismen zu unterbinden, die der Hersteller der PlayStation 3 spendiert hat. Die Rechtsvertreter des Konzerns verwiesen dabei sowohl auf den Digital Millenium Copyright Act als auch auf den Computer Fraud & Abuse Act.

Der Anwalt von Hotz hat sich mittlerweile zur Lage der Dinge geäußert und wirft Sony gleich mal vor, den Antrag unangemessenerweise bei einem Gericht in Kalifornien eingereicht zu haben - Hotz sei schließlich in New Jersey wohnhaft.

Es gehe dem Konzern eigentlich gar nicht darum, sein geistiges Eigentum zu schützen, heißt es da weiter.

"Das ist eher der Versuch Sonys, eine Botschaft an alle Leute zu senden, die die Hardware, die man herstellt, vielleicht gerne in irgendeiner Art und Weise verwenden wollen, die sie [Sony] nicht für angemessen halten. Man will zeigen, dass es da juristische Konsequenzen geben wird - unabhängig davon, ob es eine rechtliche Grundlage dafür gibt oder nicht."

So behauptet Sony beispielsweise, Hotz sei an die Nutzungsbedingungen des PlayStation Networks gebunden. Der Hacker aber wiederum hat eidesstattlich erklärt, er habe niemals einen PSN-Account erstellt und somit natürlich auch nie jenen Bedingungen zugestimmt. Der Hersteller habe weiterhin behauptet, Hotz würde dank eines PayPal-Kontos von seinen Tätigkeiten profitieren. Hotz habe allerdings stets auf seiner Webseite darauf hingewíesen, dass er keine Spenden wolle. Sonys Vorwurf sei mit einer Transaktion begründet worden, die Sony selbst durchgeführt habe.

Generell sei das Ansinnen des Konzerns reichlich unrealistisch - die Katze sei längst aus dem Sack und würde bestimmt nicht dorthin zurückkehren. Die Keys seien im Netz verfügbar und könnten von jedem per simpler Google-Suche gefunden werden.

In seiner Werbung betone Sony stets die Vielseitigkeit seines Systems, das ja so viel mehr könne als nur das Abspielen von Videospielen. Und nun beschwere man sich darüber, wenn jemand genau das ausnutzen will.

Gegenüber BBC äußerte sich der Beschuldigte höchstselbst und gibt sich wenig beeindruckt. Er sei ein Verfechter digitaler Rechte und sei enttäuscht von Sony. Er sei davon ausgegangen, das Unternehmen würde die Rechtslage besser kennen. Er habe sich von seinem Rechtsbeistand beraten lassen und rechne damit, dass die Vorwürfe jeglicher Grundlage entbehren.

Auch die Mitglieder von fail0verflow gaben eine Erklärung ab, die aber wohl mittlerweile wieder von der eigenen Webseite entfernt wurde. Man habe Softwarepiraterie niemals gutgeheißen, unterstützt oder dazu ermutigt. Die Gruppe habe keinen der für die Verschlüsselung oder Signierung benötigten Keys, Code von Sony oder davon abgeleiteten Code veröffentlicht.

Das erklärte und einzige Ziel fail0verflows sei es stets gewesen, die OtherOS-Funktion wieder zu implementieren, die der Hersteller vor einiger Zeit per Firmware-Update entfernt hatte.
Autor: Julian Dasgupta

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Kommentare

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  • der arme Balmung...^^ ich habs noch über so Fragen versucht, ihn zu entblößen, aber sein bescheuertes Geschreibsel konnteste besser ins Lächerliche ziehen, isaak! Genial geschrieben und genau das, was ich gedacht habe, in Perfektion ausformuliert! ich hoffe ja, dass jetzt dieses subtile  [...] der arme Balmung...^^ ich habs noch über so Fragen versucht, ihn zu entblößen, aber sein bescheuertes Geschreibsel konnteste besser ins Lächerliche ziehen, isaak! Genial geschrieben und genau das, was ich gedacht habe, in Perfektion ausformuliert! ich hoffe ja, dass jetzt dieses subtile "der Megakonzern ist besser als der da..." wenigstens von Balmungs Seite ein Ende hat. seit dem ich auf dieser Website unterwegs bin, konnte ich immer so einen Schrott lesen und jedesmal fragte ich mich, warum man sowas überhaupt abtippt. Man darf seine Box ja toll finden,aber doch nicht den dahinterstehenden Giganten ob manch User daraus was lernt? l naja, time will tell...
  • isaak-imanuel schrieb:
    Ich muss da Balmung völlig recht geben. Diese Sony-Fanboys sind unverbesserlich. Da kommt die PSX (1) mit unendlichen Versprechen - und was bekommen wir? Spiele, nichts als Spiele?! Dann denkt man, "so, jetzt haben die Sony-Anhänger es
     [...]
    isaak-imanuel schrieb:
    Ich muss da Balmung völlig recht geben. Diese Sony-Fanboys sind unverbesserlich. Da kommt die PSX (1) mit unendlichen Versprechen - und was bekommen wir? Spiele, nichts als Spiele?! Dann denkt man, "so, jetzt haben die Sony-Anhänger es gelernt", aber nee, die PS2 verkauft sich ebenfalls super - und was uns da wieder versprochen wurde! Aber was bekommt man, abgesehen von einem der ersten und günstigsten DVD-Player auf dem Markt? Exclusives wie MGS, ICO, Shadow of the Colossus und God of War... wer will sowas? Meilensteine? Pfft - solche Meinungen sind doch gekauft! Kann ich drauf verzichten. Ich kauf mir doch keine Konsole nur zum Spielen! Und jetzt die PS3 - welch ein Desaster: zum Marktstart ein Blueray-Laufwerk, das nur knapp die Hälfte kostet als die Konkurrenz? Na und? Ich habe gar kein HD-TV, warum soll ich mir Bluerays kaufen. Fail, Sony. Mega-Fail! Und die fehlende Linux-Unterstützung. Sony, habt ihr nicht gemerkt wie euch die Regale leergekauft wurden, als ihr angekündigt habt, die Slim ohne Linux zu veröffentlichen? Proteststürme und Demos haben euch nicht zur Vernunft gebracht. Und die PS2-Unterstützung? Auch hier wurde die Sony-Zentrale mindestens drei Mal abgefackelt, weil jeder, wirklich JEDER seine alten, doch ohnehin nur von Sony-Fanboys geliebten, PS2-Spiele zocken wollte. Schande über euch Sony. Aber der Fanboy lernt nicht dazu, er begnügt sich mit einem Blueray-Player, 3D-Videos, integriertem WLAN, kostenlosem Online-Zocken und so bedeutungslosen Spielen wie GoW, Heavy Rain, Uncharted, Demons Souls, Little Big Planet usw. Sony-Fanboys wacht auf! Lasst euch nicht einlullen von diesem Marketing-Geschwätz. Wisst ihr denn nicht, dass Bill Gates schon vor Jahren die Gleichberechtigung aller Betriebssysteme gefordert hat? Dass Microsoft seine Marktherrschaft durch das einfache Prinzip "wir lieben alle Konkurrenten" erreicht hat? Dass Microsoft die Konsole und den PC als Spieleplattform lieben und schätzen? Microsoft ist fair, lernt das, Sony! Und wir dürfen nicht vergessen wie viele Kunstwerke Microsoft der Spielewelt hinterlassen hat! Sony-Fanboys, merkt ihr denn nichts? Und der Online-Zugang muss Geld kosten - "kost nix, nützt nix". So sieht es aus. Während die Sony-Fanboys sich im Online-Modus rumplagen, merkt man bei der XBox in jeder Pore der Internetleitung, dass das Geld perfekt investiert wurde! Wenn ich's nicht besser wüsste, würde ich meinen, meine Box zaubert aus der 2000er-Leitung eine 16K-Leitung. Und nun noch Kinect, liebe Sony-Fanboys: Was hat uns Microsoft mit Natal versprochen? Ihr wisst es, liebe Sony-Fanboys. Und mit Kinect haben sie auch alles eingehalten. Nehmt euch ein Beispiel an dieser Marketing-Strategie, Sony. Man lügt seine Kunden einfach nicht an! Sony, bitte seid so wie MS! Außerdem ist die Box viel mehr als nur eine Spiele-Konsole - Steve Ballmer hat es so schön erklärt. Sie ist Live-Style für jeden! Aber bitte "jeden" nicht mit Casual verwechseln, nicht ;-) Sony-Fanboys, löst euch von euren Zwängen und werdet xBox-Fanboys!
    hehehe... das unterschreib ich mal so.
  • @isaak-imanuel Wenn die Lage nicht so ernst wäre, würde ich fast glauben das der Beitrag vor Ironie nur so Strotzt.