PlayStation 3

Hardware- statt Software-Emulation?

Unter Berufung auf einen Artikel im japanischen Technikmagazin Ultra One schreibt IGN, dass die Emulation von PlayStation 2-Titeln auf der PS3 nicht wie angenommen und immer wieder von Sony betont auf Softwarebasis, sondern durch Hardware realisiert werden soll. Demnach befindet sich neben der bereits teuren PS3-Hardware mit Cell und BluRay-Laufwerk auch noch das PS2-Chipset, bestehend aus Emotion Engine-CPU und Graphics Synthesizer, im PS3-Gehäuse und dürfte ebenfalls seinen Teil zum hohen Preis der Konsole beitragen. Erst in späteren Versionen der Konsole soll die Hardware-Emulation durch eine Softwarelösung ersetzt werden, was auch eine Reduzierung der Herstellungskosten zur Folge hätte. 

Allerdings zweifelt Ultra One an den grafischen Verbesserungen von PS2-Titeln, wenn diese ausschließlich durch die (Original-)Hardware auf der PS3 emuliert würden. Bei der PS2 wurde der Grafikchip der PSone durch Software emuliert, wodurch PlayStation-Spiele optisch aufgewertet wurden - wenn auch nur minimal.


Autor: Michael Krosta

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Kommentare

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  • @Hotohori] (Mio. an PC-Configs) Zitat:
    Du vergisst nur dabei, das es auf dem PC auch massig unterschiedliche Treiber gibt, da kann selbst ein Treiber, der eigentlich nichts mit der für den Emu nötigen Hardware zu tun hat, für Ärger
     [...]
    @Hotohori] (Mio. an PC-Configs) Zitat:
    Du vergisst nur dabei, das es auf dem PC auch massig unterschiedliche Treiber gibt, da kann selbst ein Treiber, der eigentlich nichts mit der für den Emu nötigen Hardware zu tun hat, für Ärger sorgen.
    Darum kümmert sich kein Emulator-Programmierer, das ist Problem des Users ;) Zitat:
    (..)zwischen AMD Duron, AMD Athlon XP, AMD Athlon 64 u.a. unterscheiden, da die alle verschiedene zusätzliche Befehlssätze haben, wovon ein Emulator teilweise durchaus provitieren kann, wenn er sich denn darauf verlassen könnte das den Befehlssatz jeder in seiner CPU hat.
    Bei den meisten gibt es die eine oder andere Optimierung, z.Bsp. für Pentium-Caches. SSE unterstützt so gut wie jeder Prozessor. Entwickelt man einen Emulator, dann setzt man gewisse Requirements fest. Kaum ein Entwickler schreibt seine Programme für Windows 95, 64 MB RAM und Glide3D Schnittstelle ;) Leider muss dazu gesagt werden, dass SSE-Optimierungen für manche Berechnungen wirklich gut sind, aber SSE ersetzt z.Bsp. nicht die AltiVec-Erweiterung der G-Prozessoren der alten Apples. Für Photoshop war AltiVec ein Segen... dennoch haben Spiele oder Emulatoren auf dem Mac sie wohl kaum genutzt, brachte wohl nicht viel für diese Zwecke. In Zukunft werden wir diese Virtualisierungs-Einheiten in den CPUs finden. XEN auf Linux oder VMWare auf Windows werden es begrüßen, doch der Emulator-Schreiber kann getrost auf den Aufruf pfeiffen ;) Aber im Grunde genommen hast Du schon recht. Hier und da existieren schon schöne Sachen... wer weiss, vielleciht kann ein SSE4-Befehl Big- und Litte-Endian beinahe nativ verarbeiten... sowas wäre für Emus ein Segen. Aber mein AthlonXP würde da grinsend abstürzen. Jedenfalls solange der Coder nicht eine äquivalente, aber langsame, Lösung als Fallback einbaut... doch dazu ist er nicht verpflichtet ;) Zitat:
    Das alles sind jedenfalls auch Dinge, die einen PC von anderen unterscheiden lässt und daher komm ich auf die Millionen Konfigurationsmöglichkeiten.
    Stimmt, wenn es um Konfigurationsmöglichkeiten geht. Aber wenn es um "Standards" wie CPU-Befehle (x64) oder DirectXYZ Aufrufe geht, ist alles der selbe Brei ;) Durch einen Schalter beim Compiler kann heute zu fast jedem Chip eine eigene "optimierte" Exe erstellt werden. Doch die "Generic Binary", die bei der Standard-Einstellung erzeugt wird, ist meist die gebräuchlichste. Ich bin mir sicher, mein Rechner ist *nicht* der selbe wie der von einem der MAME-Entwickler, dennoch kann ich - trotz anderer Grafikkarte, Soundkarte, Netzwerkkarte, Videokarte, ab heute auch Sat-Karte, Drucker, RAM und gar Maus - getrost zu einem ROM greifen und das Teil starten. Das File nutzt einfach das, was vorhanden ist, und das ist "genormt" und vom OS (hoffentlich) sauber vorgegeben. MAME muss sich nicht um direkte Hardware-Aufrufe kümmern, der nutzt nur "sound()" von DirectX und schon ertönt ein Bliep. Naja, solange der User selbst den Treiber auch installiert hat :P Zitat:
    Es mir ja nicht darum das die emulierte Software was davon hat, sondern der Emulator selbst. Abgesehen davon hat die natürlich auch die emulierte Software etwas davon, wenn der Emulator besser läuft.
    Der Emulator kann seine Last per "Load Balancing" auf die Kerne auslagern und somit das ganze sicherlich flüssiger ablaufen lassen als sonst. Doch auch wenn der GFX-Kern auf Prozessor 3 mit 9 GHz arbeiten würde... solange Kern 2 den Ton der 7 MHz-Maschine ausgibt, hat er trotz GHz-Power nichts zu melden und muss warten bis er aufgerufen wird. Aber WENN er kommt, dann aber richtig ;) Zitat:
    Zitat:
    Die PS3 könnte Leistungsfähig genug sein, die CPU OnBoard aber die GPU per CELL-Software zu ermöglichen.
    Was aber auch wieder keine reine Hardware Emulationslösung wäre.
    Gerüchteweise SOLL ja Software zum Einsatz kommen... das ist ja der Titel dieser News ;) Aber um im Gegensatz zur reinen Software-Lösung trotzdem einen hohen Grad an Kompatibilität zu ermöglichen, wäre die oben erwähnte Lösung IMHO vertretbarer als jeden einzelnen Chip mit allen Flags und Bugs akkurat und fehlerfrei per Software zu emulieren. Da fällt mir z.Bsp. die SID-Karten am PC ein. HardSID zum Beispiel oder die Catweazle Karten. Auf der einen Seite sind es Hardware-Chips, auf der anderen Seite ermöglicht die Software es, z.Bsp. mehrere Chips parallel zu nutzen (8+ Stimmen SIDs oder bessere Digisamples). Man hat hierbei die Limits neu definiert, dennoch ist die Hardware darunter steinalt :P So könnte die PS3 letztenendes alles haben. PS2-Chips on Board, oder doch rein emulierte Software-Chips oder gar Hardware-Berechnungen mit Software-Pre/Postprocessor ? Was ist für ein Unternehmen einfacher/billiger/besser zu realisieren ? Wo ist die größere Kompatibilität, um sich nachträglichen Service an nicht funktionierenden Spielen zu ersparen ? Was muss getan werden, um die Versprechen (HDTV, besseres Bild) zu halten ? Fragen über fragen... zu der wir alle die Lösung suchen wollen :P
  • Zitat:
    Naja... soviele "Millionen" von Konfigurationsmöglichkeiten haben wir da auch nicht.
    Du vergisst nur dabei, das es auf dem PC auch massig unterschiedliche Treiber gibt, da kann selbst ein Treiber, der eigentlich nichts mit der für den Emu nötigen Hardware  [...]
    Zitat:
    Naja... soviele "Millionen" von Konfigurationsmöglichkeiten haben wir da auch nicht.
    Du vergisst nur dabei, das es auf dem PC auch massig unterschiedliche Treiber gibt, da kann selbst ein Treiber, der eigentlich nichts mit der für den Emu nötigen Hardware zu tun hat, für Ärger sorgen. Schon allein die ganzen verschiedenen Mainboards und Chipsätze und CPU ist auch nicht gleich CPU, Intel und AMD ist nur eine sehr grobe Aufteilung, aber genau genommen muss man auch schon wieder zwischen AMD Duron, AMD Athlon XP, AMD Athlon 64 u.a. unterscheiden, da die alle verschiedene zusätzliche Befehlssätze haben, wovon ein Emulator teilweise durchaus provitieren kann, wenn er sich denn darauf verlassen könnte das den Befehlssatz jeder in seiner CPU hat. Bei mancher Software kann man z.B. SSE für AMD CPUs ein/ausschalten. Das alles sind jedenfalls auch Dinge, die einen PC von anderen unterscheiden lässt und daher komm ich auf die Millionen Konfigurationsmöglichkeiten. Zitat:
    Durch Multicore kann man zwar effizienter arbeiten, und die für Emulatoren bekannte Latenz zwischen den einzelnen Komponenten (CPU, GPU, IO, ...) auf ein Minimum reduzieren, doch die Software, die emuliert wird, profitiert selbst gar nicht davon, sie sieht ja nur ihr altes System vor sich... eine (emulierte) PS2, die nur einen Kern hat
    Es mir ja nicht darum das die emulierte Software was davon hat, sondern der Emulator selbst. Abgesehen davon hat die natürlich auch die emulierte Software etwas davon, wenn der Emulator besser läuft. Zitat:
    Die PS3 könnte Leistungsfähig genug sein, die CPU OnBoard aber die GPU per CELL-Software zu ermöglichen.
    Was aber auch wieder keine reine Hardware Emulationslösung wäre.
  • @ Max ob die 360 es erst mit dem reinen Emulator versucht kann ich nicht sagen, verhält sich aber im Windows Stil, erst Abfrage ob in Komp.liste vorhanden, wenn nicht Nachfrage an Server (sofern online) ob mittlerweile Update für die Spiel-ID. Wenn dann auch nicht, kommt eine Meldung das es (noch)  [...] @ Max ob die 360 es erst mit dem reinen Emulator versucht kann ich nicht sagen, verhält sich aber im Windows Stil, erst Abfrage ob in Komp.liste vorhanden, wenn nicht Nachfrage an Server (sofern online) ob mittlerweile Update für die Spiel-ID. Wenn dann auch nicht, kommt eine Meldung das es (noch) nicht unterstützt wird.