Preissenkung dank 65nm?
25 Nanometer mögen unter normalen Gesichtspunkten nicht wahrnehmbar sein - in der Chipproduktion hingegen machen sie einen durchaus spürbaren Unterschied aus. Derzeit werden die meisten Teile des Chipsatzes von PS3 und Xbox 360 noch im so genannten "90nm-Prozess" gefertigt. In der 65nm-Fertigung sind die Abstände zwischen den Schaltkreisen kleiner. Und dies wiederum heißt, dass mehr Chips pro Fläche produziert werden können. Die höhere Ausbeute wiederum schlägt sich in niedrigeren Produktionskosten pro Chip wieder.
Laut Microsoft wird man die Produktion für die Xbox 360 noch in diesem Quartal auf 65nm umstellen, Sony zufolge werden mittlerweile Teile der PS3-Hardware schon mit jenem Verfahren produziert. Die Kollegen von ArsTechnica haben deswegen ein paar Abschätzungen bezüglich der Kostenersparnis zusammengestellt.
So könnte die 65nm-Fertigung die Kosten für CPU, Northbridge und Grafikchipsatz der Xbox 360 von geschätzten 200 auf 150 Dollar (ca. 116 Euro) senken. Laut iSupply summieren sich die Gesamtkosten der Hardware der Premium-Fassung des Systems derzeit noch auf etwa 325 Dollar bzw. 250 Euro.
Die Hardware- und Produktionskosten der PlayStation 3 (60 GB) dürften laut iSupply derzeit bei knapp 840 Dollar (650 Euro) liegen. Eine vergleichbare Umstellung auf kleinere Schaltkreise könnte den derzeitigen Verlust um 40 Dollar oder mehr senken. Dadurch könnte Sony etwas mehr Luft für die oft geforderte Preissenkung des Systems haben.
Nach dem Launch scheint die Euphorie bei Kunden etwas abgeflaut zu sein: In Japan fiel man von den Verkäufen her jüngst sogar hinter den eigenen Vorgänger zurück. Der Wii hingegen hatte sich in den vergangenen zwei Wochen im Schnitt fast vier Mal so gut verkauft.