Nicht voll abwärts kompatibel
Das ist auch mal was Neues: dass man in Europa umgerechnet mehr Geld für eine Konsole zahlen muss als in Japan oder in Nordamerika, ist man als Kunde durchaus schon gewohnt. Im Falle der PlayStation 3 bekommt man aber dafür sogar weniger.
Denn wie Sony heute per Pressemitteilung bekanntgegeben hat, wurden an der am 23. März erscheinenden Euro-Version einige Änderungen an der Hardwarespezifikation vorgenommen, die die Abwärtskomptabilität des Systems beeinträchtigen und darin resultieren, dass bei uns einige PS2-Spiele nicht oder nicht vollständig auf der PS3 laufen werden.
So werde man auf eine "große Anzahl an PlayStation-Spielen und eine eingeschränkte Anzahl von PS2-Spielen zurückgreifen können." In der (englischen) Pressemitteilung liest sich die Begründung dann folgendermaßen:
"Die PlayStation 3 ist ein System, das überragt, wenn Spiele speziell dafür entworfen wurden und die Hardware besonders ausreizen", sagt David Reeves, Präsident von Sony Computer Entertainment Europe (SCEE). "Spiele, die für die PS3 entwickelt werden bieten unglaubliche Grafiken, erstaunliches Gameplay und vielfach verbesserten Sound.
Anstatt uns auf die Abwärtskompatibilität zu konzentrieren, werden wir in der Zukunft unsere Ressourcen stärker darauf verwenden, neue exklusive Spiele und Features für die PS3 zu entwickeln und so ihre Hardware erst richtig auszunutzen."
Es werde allerdings noch ein paar Firmware-Updates geben, mit denen die Kompatibilität nachträglich noch verbessert werden soll - Xbox 360-Besitzern dürfte das bekannt vorkommen.
Welche Spiele letztendlich davon betroffen sein werden, ist noch nicht bekannt. Sony wird am 23. März eine entsprechende Liste auf dieser Webseite bereitstellen.
Laut Heise.de dürfte Sony mit der Entscheidung, bei der neuen Version auf Software- statt auf Hardwareemulation zu setzen, geschätzte 30 Euro pro System sparen.