Sony und die Nachfrage
Sony hält weiter an dem Ziel fest, bis Ende März zwei Millionen PS3s an den US-Handel auszuliefern. Für leichte Verwunderung sorgte SCEA-Chef Jack Tretton mit der Bemerkung, dass es wohl noch bis April oder Mai dauern werde, bis die allgemeine Nachfrage in der Hinsicht befriedigt sei, dass ausreichend Hardware in den Läden verfügbar ist.
Im Januar hatte man in den USA knapp 244.000 Konsolen verkauft, in Japan wandern derzeit durchschnittlich 20.000 PS3s pro Woche über den Ladentisch - und das, obwohl das System dort mit einem Verkaufspreis von umgerechnet 320 Euro (20GB) und 376 Euro (60GB) so günstig ist wie in keinem anderen Markt.
Von einer Systemknappheit kann vielen Erfahrungsberichten zufolge eigentlich keine Rede sein. Bill Harris, als ehemaliger GoneGold-Kolumnist nie um klare Worte verlegen, machte die Probe aufs Exempel. Er prüfte die Verfügbarkeit der PS3 in mehreren großen Ketten in 37 großstädtischen Regionen mit Hilfe des iTrackr-Dienstes.
Im Schnitten hatten 81 Prozent aller Läden die PS3 vorrätig. Die Gesamtverfügbarkeit in den über 8500 von iTrackr erfassten Läden wird derzeit gar mit 85 Prozent angegeben - die der Premium-Version der Xbox 360 dagegen nur mit 78.
Analysten aus Tokyo fanden Trettons Aussage laut Financial Times ebenfalls "unverständlich". Schließlich, so die Marktforscher, könne man das System in den USA über einige Onlineangebote schon für einen Preis bekommen, der 100 Dollar unter dem offiziellen Verkaufspreis liegt. Und in Japan hätten viele Läden schon von sich aus angefangen, den Preis runterzusetzen.
Noch Anfang Januar hatte Tretten 1200 Dollar geboten, falls ihm jemand eine PS3 bringen könnte, die länger als fünf Minuten in einem Laden verfügbar war. Bis jetzt ist allerdings nicht bekannt, ob die Jungs von PennyArcade mittlerweile ihr Geld bekommen haben.