PlayStation 3

Faltet gut

Vor ein paar Tagen hatte Sony angekündigt, dass man seine PlayStation 3 ab Firmware v1.60 bei Folding@home (http://folding.stanford.edu/) teilnehmen lassen kann. Dabei handelt es sich um ein biochemisches Projekt der Standford-Universität, in dessen Rahmen das so genannte Falten von Proteinen simuliert wird. So erhoffen sich die Forscher, u.a. Erkenntnisse über Krankheiten wie BSE oder Parkinson zu gewinnen.

Da diese Kalkulationen extrem rechenzeitaufwändig sind, setzt man auf verteiltes Rechnen - vergleichbar mit SETI@home (http://setiathome.berkeley.edu/). Jeder PC-Nutzer kann einen Client runterladen, und das Folding-Projekt mit seinem Rechner unterstützen. Was, wie bereits erwähnt, seit Kurzem auch mit der PS3 möglich ist.

Und dass der Cell-Chip ein 'Number-Cruncher' ist, der sich für Berechnungen dieser Art gut eignet, zeigen die ersten Ergebnisse. (Als ebenfalls extrem effizient erweisen sich PC-Clients, bei denen die Shader der Grafikkarte ausgenutzt werden können - von denen es derzeit aber noch relativ wenige gibt, außerdem werden im Moment nur bestimmte ATI-Karten unterstützt.)

Derzeit (Stand der Stats am Samstagmorgen) sind fast 18.000 Konsolen aktiv damit beschäftigt, die Proteinfaltung zu simulieren. Zusammenaddiert ergibt das eine Rechenleistung von 435 TeraFLOPS (Billionen Fließpunktberechnungen pro Sekunde) - das komplette Netzwerk (also inklusive aller PCs) kommt derzeit auf 686 TeraFLOPS. Etwas mehr als 63 Prozent der Leistung ist also den Neuankömmlingen zu verdanken.

Gizmondo hatte schon etwas früher nachgeschaut, und ihren Angaben zufolge würde Folding@home dadurch SETI@home (280 TeraFLOPS) als leistungsstärkstes Projekt seiner Art überholt haben. Sollten sich weitere 13.000 PS3s einklinken, könnte wohl auch die PetaFLOP-Grenze (1000 TeraFLOPS) überschritten werden.


Autor: Julian Dasgupta

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Kommentare

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  • span class="Quote">Zitat:
    [quote="SpuniorNa ja, schlecht ist er aber nicht - ich zitiere mal die sktuelle c't, die ich in solchen Belangen für recht verlässlich halte. Einen Grund die PS3 einfach so zu hypen hätten sie auch nicht. Die haben Linux installiert und folgendermaßen getestet.
    Hab ich auch nicht  [...] span class="Quote">Zitat:
    [quote="SpuniorNa ja, schlecht ist er aber nicht - ich zitiere mal die sktuelle c't, die ich in solchen Belangen für recht verlässlich halte. Einen Grund die PS3 einfach so zu hypen hätten sie auch nicht. Die haben Linux installiert und folgendermaßen getestet.
    Hab ich auch nicht behauptet oder?
  • Na bei den Drecksspielen die es momentan für die PS3 gibt ist die auch zu nix anderes nutze als zum "Falten" mfg flojoe
  • Zitat:
    aber Sony ist es doch die Behaupte wenn?s um Fließkommaberechnungen (oder so) geht ist der PC ne Lusche und der Cell ein Gott.
    Na ja, schlecht ist er aber nicht - ich zitiere mal die sktuelle c't, die ich in solchen Belangen für recht verlässlich halte. Einen Grund  [...]
    Zitat:
    aber Sony ist es doch die Behaupte wenn?s um Fließkommaberechnungen (oder so) geht ist der PC ne Lusche und der Cell ein Gott.
    Na ja, schlecht ist er aber nicht - ich zitiere mal die sktuelle c't, die ich in solchen Belangen für recht verlässlich halte. Einen Grund die PS3 einfach so zu hypen hätten sie auch nicht. Die haben Linux installiert und folgendermaßen getestet. Zitat:
    Bei richtiger Programmierung sind im Durchschnitt vier FMAC-Befehle pro Takt und SPE möglich, wodurch der 3,2 GHz getaktete Prozessor bis zu 153,6 GFLOP/s erreichen kann, zuzüglich der noch etwa 25 GFLOP/s der PowerPC-Einheit. In der Praxis erreichte unser Programm zur Berechnung von Apfelmännchen-Fraktalen mit einigen Optimierungen knapp die Höfte und kamm mit der PPE und den sechs SPEs auf rund 80 GFLOP/s. Damit ist der Cell-Prozessor knapp sechsmal so schnell wie ein Intel Core 2 Duo mit 3 GHz, der lediglich auf 14,4 GFLOP/s kommt.