"Entwicklung ist nicht komplizierter."
Das jüngst eingerichtete PlayStation.Blog verweist auf einen Artikel bei GamePro, der sich wiederum auf einen Bericht bei Dr. Dobb bezieht, demzufolge die Entwicklung von Software für den Cell-Prozessor durchaus eine Herausforderung ist, welche aber mit entsprechender Leistung belohnt wird. Dies sei aber mit einem "signifikanten Aufwand" verbunden.
Sony selbst sagt, dass man einen für die Xbox 360 entwickelten Titel nicht einfach auf die PS3 umsetzen könne, ohne entsprechende Anpassungen zu machen - zu unterschiedlich seien die beiden Systeme. Wenn man ein Spiel produziere, dass die gleichen Features wie PC- oder 360-Spiele verwendet, sei die Entwicklung nicht unbedingt aufwändiger. Auch würden gängige Tools und APIs wie Havok oder PlayStation Edge die Arbeit vielerorts erleichtern.
"Da der Cell-Prozessor jedoch MEHR Features ermöglicht - mehr Physik, mehr Grafikverarbeitung, Beleuchtung, Sound etc. -, kostet es auch mehr, diese Features zu unterstützen bzw. auszureizen. Es ist also nicht schwieriger, für die PS3 zu entwickeln, man kann halt mehr damit anstellen."
Die PS3 sei übrigens wesentlich einfacher und zugänglicher als die PS2, heißt es weiter mit Verweis auf die beiden Vector Units des Vorgängers, welche deutlich schwerer auszureizen gewesen wären als die SPUs auf dem Cell-Chip. Diese seien aber wiederum trotzdem nicht vergleichbar mit "herkömmlichen Prozessoren." Man müsse immer zwischen Leistung und Vielseitigkeit abwägen. Ein Ferrari sei schließlich auch nicht unbedingt das geeignete Fahrzeug für einen Baumarktbesuch.
In einem Bereich sei die Konkurrenz allerdings doch besser aufgestellt: Wer Onlinefunktionalität in seine Spiele einbaut, habe es auf der 360 dank guter Standardbibliotheken einfacher - bei der PS3 müsse man da etwas mehr basteln. Man sei dabei, diese Lücke zu schließen, aber es gebe, zumindest derzeit, noch Unterschiede in Sachen Komfort und Aufwand.