Assassin's Creed
USK: 16

Ubisoft klagt wegen Datenleck

Einige Zeit vor dem offiziellen Verkaufstart der PC-Version von Assassin's Creed war bereits eine Vorabversion des Spiels im Netz aufgetaucht. Bei Ubisoft glaubt man nun, den Schuldigen ausgemacht zu haben, und lässt nun die Rechtsabteilung von der Leine. Laut Gamespot hat der Publisher Optical Experts Manufacturing (OEM) verklagt. Die Firma war als Partner Ubisofts zuständig für die Massenproduktion der Spiele-DVD.

Neben einem massiven Vertrauensbruch wird Ubisoft dem Unternehmen vor, grob fahrlässig gehandelt zu haben. OEM habe diversen Sicherungsmaßnahmen für jene Version zugestimmt, diese dann aber völlig mißachtet. So sei es einem Angestellten der Firma dann auch möglich gewesen, das Spiel mit nach Hause zu nehmen und dort ins Internet hochzuladen. Die Spur im Netz habe zu jenem Mitarbeiter geführt, in dessen Haus sei dann auch eine Disc mit genau jener Version von Assassin's Creed gefunden worden.

Das Leck habe "irreparablen Schaden" angerichtet, so Ubisoft. Denn abgesehen von der Tatsache, dass das Spiel über 700.000 Mal heruntergeladen worden sei, habe diese Fassung außerdem noch ein paar Bugs gehabt, die das Spiel instabil machten, jedoch in der finalen Verkaufsfassung des Spiels nicht mehr vorhanden gewesen wären. Deswegen habe es auch einige negative Reviews gegeben, die auf eben jener Version fußten. Das habe die Kunden verwirrt und dem Ruf Ubisofts geschadet.

Der Publisher zerrt OEM konkret wegen der Verletzung des Copyrights, des Vertragsbruchs und des grob fahrlässigen Handelns vor den Kadi. Allein für die letzteren beiden Punkte fordert Ubisoft jeweils einen Schadenersatz in Höhe von zehn Mio. Dollar.
Autor: Julian Dasgupta
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Kommentare

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  • Vielleicht hatte Ubi aber auch so eine Vorahnung und wollte die Produktionsfirma testen. Wenn es so wäre, dann hat es funktioniert. :)
  • Linden schrieb:
    Wundert mich aber das Ubisoft sich da so reingehängt hat. Dachte immer es wäre leichter die Leute dran zu bekommen, die es runtergeladen haben, statt denen die es anbieten. Ersteres ist ja auch lukrativer.
    Ubisoft packt das Problem eben an der  [...]
    Linden schrieb:
    Wundert mich aber das Ubisoft sich da so reingehängt hat. Dachte immer es wäre leichter die Leute dran zu bekommen, die es runtergeladen haben, statt denen die es anbieten. Ersteres ist ja auch lukrativer.
    Ubisoft packt das Problem eben an der Wurzel und nicht wie z.B. die Musikindustrie erst an der Baumkrone.
  • Find ich gut, lieber die Leute bestrafen die es den anderen verfügbar gemacht haben. Wenn Spiel xy nicht angeboten wird, kommt man auch nicht in die Versuchung es runter zu laden. Steigert zwar nicht die Absatzzahlen, da Leute die es Raubmordkopieren eh nicht gekauft hätten (Größtenteils). Wundert  [...] Find ich gut, lieber die Leute bestrafen die es den anderen verfügbar gemacht haben. Wenn Spiel xy nicht angeboten wird, kommt man auch nicht in die Versuchung es runter zu laden. Steigert zwar nicht die Absatzzahlen, da Leute die es Raubmordkopieren eh nicht gekauft hätten (Größtenteils). Wundert mich aber das Ubisoft sich da so reingehängt hat. Dachte immer es wäre leichter die Leute dran zu bekommen, die es runtergeladen haben, statt denen die es anbieten. Ersteres ist ja auch lukrativer. 700,000 ist zwar nur eine geschätzte Zahl, aber ich behaupte sie haben damit weit daneben gegriffen. Bei den ganzen OneClickHostern, P2P Netzwerken, IRC/FTPs usw usw beläuft sich die Zahl weit über 700,000. Oder bezieht sich die Zahl nur auf die Vorabversion, schätze mal ja? PS: Was kam da jetzt eigentlich bei rum? Die News ist ja schon etwas Älter.