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Nintendo: Betreiber von ROM-Seiten müssen zwölf Millionen Dollar Schadensersatz leisten

Nintendo (Unternehmen) von Nintendo
Nintendo (Unternehmen) von Nintendo - Bildquelle: Nintendo
Bei illegalen ROM-Downloadseiten und den damit verbundenen Copyright-Verletzungen versteht Nintendo bekanntlich keinen Spaß. Das haben jetzt auch die Betreiber der beiden Webseiten LoveROMS.com und LoveRETRO.co zu spüren bekommen. Wie Torrentfreak.com berichtet, hat sich das Pärchen nach einer Klage von Nintendo nicht nur schuldig bekannt, sondern auch einer Einigung zugestimmt, die Schadensersatzzahlungen von etwa zwölf Millionen Dollar vorsieht.

Da es unwahrscheinlich ist, dass die Schuldigen so viel Geld auf der hohen Kante haben, spekuliert die Webseite, dass der hohe Betrag vornehmlich als Abschreckung für andere Betreiber von ROM-Seiten dient und die reale Strafe deutlich niedriger ausfallen dürfte.

Per einstweiliger Verfügung wurde außerdem in beidseitigem Einvernehmen beschlossen, dass das Pärchen ab sofort nie wieder die Urheberrechte von Nintendo verletzen darf. Darüber hinaus müssen die beiden sämtliche Nintendo-Spiele und Emulatoren auf eigene Kosten an Nintendo übergeben. Zusätzlich müssen sie ihre Domains LoveROMs.com und LoveRETRO.co an die Japaner überschreiben.

Zwar muss das Dokument noch unterzeichnet werden, doch scheint dies nur noch Formsache zu sein.




Quelle: Torrentfreak.com

Kommentare

Dark Mind schrieb am
SethSteiner hat geschrieben: ?
14.11.2018 19:37
JesusOfCool hat geschrieben: ?
14.11.2018 14:22
sehe ich nicht so.
gerade die beliebtesten titel hat nintendo wiederholt per VC veröffentlicht. da kann man durchaus mit finanziellem schaden argumentieren.
ob es sinn ergibt ist dann wieder eine andere frage. ich glaube ROM nutzer würden sich das ohnehin nicht kaufen, auch wenn sie nicht an ein ROM kämen.
Schaden setzt voraus, dass etwas fehlt, Verlust eben. Ich klau dir die Jacke, du hast die Jacke nicht mehr, ergo einen Schaden. Jemand geht in eine Druckerei und wirft einen Stein in die Maschinerie, man kann nicht produzieren und muss die Maschine reparieren, ergo es wurde Schaden verursacht. Jemand bietet Jahrzehnte alte Spiele an, von denen du das ein oder andere noch verkaufst? Kein Schaden, denn deine Spiele sind ja noch da und du kannst auch nicht sagen, ob irgendjemand hier das eine dem anderen tatsächlich vorgezogen hat. Es ist dasselbe wie bei Schwarzkopien sonst auch, ein Schaden ist nicht nachweisbar. Und dass Nintendo die "beliebtesten" Titel veröffentlicht ist völlig irrelevant in dieser Frage, da es für das entscheidende Kriterium keine Rolle spielt wie beliebt (oder bekannt) etwas ist.
Ernsthaft? Das ist aber eine stark begrenzte Sicht auf was ein Schaden ist. Ich klau eine Idee und mache damit Umsatz, ich beschädige den Ruf eines andern und mache damit sein...
PickleRick schrieb am
Ryan2k6 hat geschrieben: ?
15.11.2018 15:15
Ja, das ergibt alles Sinn. Aber wenn du sagst, dass am Ende fast immer nur ein Bruchteil dieser Strafe auch gezahlt wird, verpufft die Wirkung ja, oder? Zumindest bei denen, die sie zahlen. Für die Medien bleiben ja die 12 Mio stehen.
Die Strafe wird, ohne großes Medienecho, häufig gesenkt, tut aber immer noch weh.
Also von 500 Millionen auf 50 Millionen. Trotzdem hat der einzelne Klagende bei so einer Geschichte meist für Generationen ausgesorgt, da er das Geld für alle bekommt.
Häufig kommt bei sowas auch eine Sammelklage zusammen, etwas was wir in dieser Form gar nicht kennen, was aber so langsam möglich wird.
Ryan2k6 schrieb am
Ja, das ergibt alles Sinn. Aber wenn du sagst, dass am Ende fast immer nur ein Bruchteil dieser Strafe auch gezahlt wird, verpufft die Wirkung ja, oder? Zumindest bei denen, die sie zahlen. Für die Medien bleiben ja die 12 Mio stehen.
DEMDEM schrieb am
PickleRick hat geschrieben: ?
15.11.2018 14:44
Ryan2k6 hat geschrieben: ?
15.11.2018 14:39
Grunz Grunz hat geschrieben: ?
14.11.2018 13:24
Hier geht's um Schadensersatz, nicht um (Geld-) Strafen.
Gerade das ist aber sehr interessant. Denn, wie soll dieser Schaden entstanden sein von Software, die man gar nicht mehr kaufen kann? Also wie kann das Nintendo geschadet haben in dem Fall? Es sind ihnen keine Gewinne entgangen, weil diese gar nicht mehr auf üblichem Weg generiert werden können.
Schadenersatz ist in meinen Augen hier völlig deplatziert.
Es ist auch kein Schadenersatz!
1. Nintendo hat Klage eingereicht.
2. Nintendo hat das Pärchen kontaktiert oder das Pärchen hat Nintendo kontaktiert, respektive deren Anwälte dürften die direkten Kommunikationspartner gewesen sein.
3. Jemand hat ein Angebot gemacht (12 Millionen, die Domains, eine Verpflichtung nie mehr Nintendos Copyright zu verletzen etc.) und die Gegenseite hat vor, das Angebot anzunehmen. Wie diese Summe zustande kommt, wissen nur die beiden Gesprächspartner (Pärchen und Nintendo).
4. Die Klage wird eingestellt.
5. Ob Du...
PickleRick schrieb am
Ryan2k6 hat geschrieben: ?
15.11.2018 15:05
PickleRick hat geschrieben: ?
15.11.2018 15:02
Im Umkehrschluss müsste jeder Urheberrechtsinhaber für die ständige Verfügbarkeit des urheberrechtlich geschützten Werkes Sorge tragen, da er sonst alle Schadenersatzansprüche, die aus einer Raubkopie entstehen, verlieren würde.
Sieh es doch mal so, was für ein Schaden soll entstehen, bei einem Produkt, für das man gar nichts mehr einnehmen kann? Also, wenn ich ein Produkt, das es nicht gibt, nicht kaufe, entsteht ein Schaden?
Die Idee ist mir klar und ich kann Deiner Argumentation ja auch folgen, aber juristisch wird das anders gesehen und bewertet. Nur weil Du es nicht mehr anbietest, gehört das Produkt ja immer noch Dir und darf nicht einfach kopiert werden. Das ist die naheliegendere Auslegung dieser Frage.
Ich könnte es ja morgen wieder anbieten können wollen und dann ist meine potenzielle Käuferschaft aber schon eingeschränkt durch die Urheberrechtsverstöße.
Daher wird von einem hypothetischen Schaden ausgegangen, der nichts mit der Realität zu tun haben muss.
Die Summen in den USA entstehen übrigens aus der Idee, dass der Klagende stellvertretend für alle hypothetisch Betroffenen den Schadenersatz bekommt. Also einer schüttet sich heißen Kaffee aus der Fast-Food-Kette zwischen die Beine und erhält 500 Millionen Dollar, da sich statistisch jeder x-te den Kaffee zwischen die...
schrieb am