Electronic Arts: Entwickler plaudert über das nie umgesetzte Dead Space 4

von Jan Wöbbeking,
Electronic Arts: Entwickler plaudert über das nie umgesetzte Dead Space 4
Bildquelle: Electronic Arts
Wie hätte ein Dead Space 4 aussehen können? Eurogamer.net hat sich darüber mit dem Creative Director Ben Wanat von EAs mittlerweile geschlossenem Studio Visceral Games unterhalten (Achtung, Spoilers). Es gab durchaus frühe Ideen für Teil 4, der nach dem verheerenden Ausgang für die Menschheit aus Teil 3 spielen sollte. Die Idee sei in Anlehnung an die Flotilla-Sektion in Dead Space 3 entstanden, erklärt der Entwickler, der jetzt bei Crystal Dynamics arbeitet. Der Spieler hätte Vorräte zusammenraffen müssen, um zu überleben.

"Die Idee war, dass du Tag für Tag einen Überlebenskampf gegen infizierte Schiffe führst, nach einem Lebensfunken suchst und Vorräte zusammenraffst, um dein kleines Schiff am Laufen zu halten, während du nach Überlebenden suchst. (...) Die Flotilla-Sektion in Dead Space 3 hatte bereits angedeutet, wie ein non-linearer Spielablauf hätte aussehen können, und ich hätte das Thema liebend gerne weiter erforscht."

Durch diesen Fokus wäre der Spieler stärker in Reparaturen involviert gewesen, statt nur ein paar Drähte umher zu bewegen. Der Hybrid aus Kapiteln und non-linearer Erzählung hätte den Spieler zum Beispiel in Richtung einer Orbitalstation geschickt, auf der er Treibstoff und Teile vermutet hätte, mit denen er das Schiff hätte schockresistend machen können. Während der Spieler langsam ein Bild davon bekäme, was auf den Schiffswracks passiert ist, würde er sich durch Massen von Necromorphs kämpfen. Ein wichtiger Story-Teil hätte es ermöglicht, zu den umgebenden Sektoren zu "schocken" (reisen), so dass sich das Spiel mehr und mehr geöffnet hätte.

Das Crafting-System aus Teil 3 habe es Spielern erschwert, beim Waffen-Handling die passende Balance zu finden, da die Kombination aus Primär- und alternativer Waffe aufgebrochen wurde. in diesem Bereich hätte er dem Spieler ein besser ausgefeiltes System an die Hand geben wollen, mit einem Fokus auf die Balance, der aber nach wie vor einige Experimente ermöglicht.

Die erwähnten Konzepte für Teil 4 seien bereits bei der Arbeit an Teil 3 entstanden. Als nach dem Ende der Produktion nur noch ein kleiner Teil des Teams mit den DLCs betraut wurde und der Rest abgezogen wurde, sei aber bereits offensichtlich gewesen, dass die Serie eingestampft wird. Es hätte sich finanziell einfach nicht gerechnet, sie fortzuführen. Wanat glaubt allerdings daran, dass man die Marke mit kleinerem Budget und einer Konzentration auf die Kernkompetenzen (Furcht, Horror und Zerstückelungen) hätte weiterführen können. Im Gegenzug hätten einige teuer inszenierte Action-Momente herausfliegen müssen. Das Ende der Geschichte wollte Wanat nicht komplett ausplaudern - für den Fall, dass es doch irgendwann mal weitergehen könnte (was er sich persönlich wünscht):

"Werden die Spieler einen weg aus der Necromorph-Apocalypse finden? Ich würde sagen ja, sie könnten allerdings bereuen, dass sie es geschafft haben. Manchmal ist man mit dem Teufel besser dran, weißt du..."




Quelle: Eurogamer.net



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