Spielkultur: Einzelspieler-Titel am Ende? Amy Hennig (Uncharted) über die Zukunft von Story- und Solo-Spielen - 4Players.de

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Amy Hennig (Soul Reaver; Uncharted) über die Zukunft von storybasierten Einzelspieler-Titeln

Spielkultur (Sonstiges) von 4Players
Spielkultur (Sonstiges) von 4Players - Bildquelle: Engadget
Storybasierte Einzelspieler-Titel sind schwierig zu machen, teuer in der Produktion und werden von den meisten Spielern gar nicht durchgespielt, erklärte Amy Hennig (Autorin und Game Director von Uncharted 1-3; Creative Director von Star Wars Ragtag) bei der Gamelab-Conference 2018 via Venturebeat, stellte aber trotzdem klar, dass storybasierte Erlebnisse nicht "tot" wären. Auf die Umwandlung von Star Wars Ragtag und die vermeintliche Aussage von führenden Mitarbeitern bei Electronic Arts, dass Solo-Spiele "tot" seien, sagte sie:

"Um fair zu sein, das haben sie nicht wirklich gesagt. Ich denke, dass falsche Informationen heute in unserer Welt schneller verbreitet werden als die Wahrheit. Hatte Churchill das gesagt? Ich denke schon. Es ist wirklich schwierig. Shawn [Layden (President and CEO of Sony Interactive Entertainment America)] sprach über dieses Thema in Bezug auf Sony. Gott segne Sony für die Unterstützung dieser Art von Spielen, denn sie sind wirklich schwierig zu machen. Sie sind sehr teuer und passen gar nicht zu dem Modell, eine riesige offene Welt oder Stunden und Stunden des Gameplays zu haben oder einen Live-Service zu betreiben, wonach heutzutage jeder strebt."

Sie geht weiter auf die Herausforderungen für Entwickler von storybasierten Einzelspieler-Titeln ein und meint, dass sich die Videospiele-Industrie derzeit an einem Wendepunkt befinden würde. Sie führt weiter aus, dass sowohl der Digitalvertrieb als auch Abonnementmodelle neue Chancen bieten würden. Hennig schätzt, dass beispielsweise vier Stunden lange Erlebnisse zu einem angemessenen Preis eine gute Möglichkeit für solche Titel wären. Außerdem wäre es ihrer Ansicht nach fatal, wenn man Einzelspieler-Spiele mit Inhalten überladen würde - quasi als Abgrenzung von Spielen, die sich beenden lassen, zu anderen Spielen, die kein Ende zu haben scheinen (Game as a Service). Last but not least bringt sie unterschiedliche Preismodelle ins Spiel.

Amy Hennig: "Es ist nicht so, dass wir es mit dem Tod von Einzelspieler-Titeln zu tun haben, oder dass die Spieler solche Spiele nicht wollen. Einige Publisher wird man auf der einen Seite des Spektrums finden oder auf der anderen Seite je nach ihrem Geschäftsplan. (...) Es ist nur so, dass es immer schwerer wird, die traditionelle Art und Weise zu unterstützen, wie wir diese Spiele bisher gemacht haben. Deshalb hatte ich schon in der Vergangenheit darüber gesprochen, dass wir uns an einem Wendepunkt in der Branche befinden. Wir haben schon oft darüber gesprochen. Wie können wir weiter solche Spiele machen, wenn sie unerschwinglich werden? Wir wollen die Einzelspieler-Erlebnisse nicht aufgeben, aber es gibt immer größeren Druck, Spiele zu dem Preis anzubieten [knapp 60 Dollar], den es schon immer gab.

Das ist nicht nachhaltig, glaube ich. Ich denke, es widerspricht dem Zweck eines Einzelspieler-Titels. Ich sagte zu einigen Leuten hier, dass ich Spiele spiele, weil ich sie beenden will. Ich will die Geschichte sehen. Ich mag den Bogen einer Geschichte. Dabei sehe ich das Ende der meisten Spiele nie. Es ist verrückt, wir sagen, dass es um Erzählung geht, aber wir machen Spiele, von denen nur ein Bruchteil des Publikums das Ende sieht. Das ist herzzerreißend.

Ich hoffe, dass es in der Branche zu weiteren Umstrukturierungen kommt. Wir werden die Portfolios öffnen - vielleicht mit einem Abonnementmodell - damit wir feststellen können, dass es Spiele mit Story-Fokus geben kann, die vier Stunden lang sind und zu einem angemessenen Preis angeboten werden. Dafür haben wir den digitalen Vertrieb. Das sollte möglich sein. Wir sollten nicht an diesem Ziegelstein- und Mörtel-Preispunkt hängenbleiben [Digitalvertrieb in Abgrenzung zu realen Geschäftsräumen; Anmerkung des Übersetzers] und versuchen, mehr und mehr Inhalte zu machen, was letztendlich den Geist dieser Spiele zerstören würde.

Ich verurteile EA nicht für diese Entscheidung, so hart wie sie persönlich für mich war. Ich verstehe die Herausforderung. Wir müssen das auf unterschiedliche Arten und Weisen angehen. Ich denke, es geht um Portfolios von Spielen zu unterschiedlichen Preisen, die es uns erlauben, mehr als nur PUBGs und Fortnites und Destiny-Klone zu machen."

Letztes aktuelles Video: 4Players-Talk Spiele-Streaming Status Quo Ausblick


Quelle: Venturebeat

Kommentare

Der Chris schrieb am
Scorplian190 hat geschrieben: ?
13.07.2018 16:33
Doch ich verstehe die Kernaussage schon aber sie ist so nicht richtig.
Eben doch.
Diese Spiele kann man folgendermaßen zusammenfassen:
Action-Adventure mit ernster Story und realistischem Look
Ich bin ja echt kein großer Freund dieser Spiele. Aber bei Horizon und GoW muss man fairerweise sagen, die passen eigentlich nur vom "Look & Feel" her in die Liste. Dafür find ich die anderen drei umso ähnlicher. Alles was in der Story geschieht wird für mich auch komplett zur Makulatur wenn ich Third-Person Deckungs-Shooter Mechaniken seh, Quick-Time-Events, gescripete Ereignisse, Pseudo-Stealth, die restriktive Wegfindung, simplifiziertes Platforming, automatisch regenerierende Gesundheit und die sonstigen Mechaniken, die da immer mit in den Mix gehören.
Das sind halt schon Dinge die diese Spiele, so wie sie aktuell in Mode sind, sehr ähnlich machen. Das wird ja auch nur zu gerne von anderen genauso übernommen...Quantum Break lässt grüßen. Ob da jetzt jeweils ne andere Story drübergestülpt wird oder ein kleiner Baustein durch einen anderen ersetzt wird ist da für mich kaum relevant.
Alter Sack schrieb am
Scorplian190 hat geschrieben: ?
13.07.2018 16:33
Alter Sack hat geschrieben: ?
13.07.2018 15:57
Die Gemeinsamkeiten sind 3rd-Person und AAA ... vielleicht noch Actionadventure.
...
und [starker Story-Fokus, Edit:] Ne, da hat mein Story-Hass rausgeprochen. Man könnte es eher "filmreifer" Storyaufbau nennen.
...
und realistische Grafik
...
und ein Art-Design mit sehr natürlich wirkenden Farben
Vom Gameplay und Setting unterscheiden sie sich schon extrem. Ein GoW ist gegenüber einem UC schon was ziemlich anderes. Ebenso ein TloU gegenüber einem Horizon ...
extrem??? echt jetzt
wie hoch ist dann der Unterschied dieser Spiele zu Mario Kart?
Das ist dann wohl ein überfantastillion-extrem-hyper-mega-brutal-krass-übertrieben-bombastischer Unterschied
Wenn wir in solchen Dimensionen rechnen, dann hab ich eigentlich auch nix zu beanstanden :Häschen:
Und eine Kirsche ist schon was anderes als eine Banane ... in vielerlei Hinsicht.
Aber wenn jemand nach einer Frucht fragt, könntest du ihm beides anbieten. Ein Brot hingegen wäre totaler Quatsch ^^
Doch ich verstehe die Kernaussage schon aber sie ist so nicht...
greenelve schrieb am
Scorplian190 hat geschrieben: ?
13.07.2018 10:01
Sind natürlich nur simple Beispiele, die keineswegs die Allgemeinheit aufzeigen. Aber als kleine Stütze wollte ich das mal reinwerfen.
Eben. Das ist keine Allgemeinheit. Deswegen entkräftet es auch nichts, wie du es noch als Antwort darstellen wolltest. Klar gibt es Leute, die es kaufen, weil sehr viel drüber reden. Hab ich ja gesagt. Auch das es Leute gibt, die es kaufen, weil sie es auf den alten Konsolen hatten und auf den neuen weiterspielen wollen, kein Thema. Auch ein Freund hat es und für gemeinsames Spielen, ohne es dann wirklich anzurühren - kommt vor, bestätigt aber meine Einschätzung wie wichtig der Multiplayer ist.
Btw. hab ich das schon mit einbedacht. 20 Mio GTA 4 Verkäufe umgemünzt auf GTA 5, zusätzlich 20 Mio für neue Konsolengeneration, die von mir veranschlagten 40 Mio durch Streamer und selbst dann bleiben noch 20 Mio, um auf die aktuellen 100 zu gelangen. Die Zahlen sind fiktiv, zeigen aber um welche Größenordnung es geht. Selbst 5 Mio, die GTA 5 kaufen, weil es ihnenn ein Freund erzählt hat und es dann nicht spielen, zeigt wie unrealistisch so eine Annahme ist.
Da sind 5 Mio Cheater, die sich das Spiel nach Ban nochmal kaufen glaubwürdiger. Was dann aber wieder zu Multiplayer führt.... denn den wollen sie spielen, das wäre der Kaufgrund.
Es werden auch nicht alle Zuschauer von Lets Playern das Spiel kaufen. Da sind sehr viele dabei, die den Streamer sympathisch finden und das Spiel mögen. Durch diese Mischung kommt es zu hohen Zuschauerzahlen. Auch hier wieder der Blick in die reale Welt mit der Frage an dich, mich und alle anderen: Wie viele Streamer schaut man an und wie oft kauft man dann...
Scorplian190 schrieb am
Alter Sack hat geschrieben: ?
13.07.2018 15:57
Die Gemeinsamkeiten sind 3rd-Person und AAA ... vielleicht noch Actionadventure.
...
und [starker Story-Fokus, Edit:] Ne, da hat mein Story-Hass rausgeprochen. Man könnte es eher "filmreifer" Storyaufbau nennen.
...
und realistische Grafik
...
und ein Art-Design mit sehr natürlich wirkenden Farben
Vom Gameplay und Setting unterscheiden sie sich schon extrem. Ein GoW ist gegenüber einem UC schon was ziemlich anderes. Ebenso ein TloU gegenüber einem Horizon ...
extrem??? echt jetzt
wie hoch ist dann der Unterschied dieser Spiele zu Mario Kart?
Das ist dann wohl ein überfantastillion-extrem-hyper-mega-brutal-krass-übertrieben-bombastischer Unterschied
Wenn wir in solchen Dimensionen rechnen, dann hab ich eigentlich auch nix zu beanstanden :Häschen:
Und eine Kirsche ist schon was anderes als eine Banane ... in vielerlei Hinsicht.
Aber wenn jemand nach einer Frucht fragt, könntest du ihm beides anbieten. Ein Brot hingegen wäre totaler Quatsch ^^
Doch ich verstehe die Kernaussage schon aber sie ist so nicht richtig.
Eben doch.
Diese Spiele kann man folgendermaßen zusammenfassen:
Action-Adventure mit ernster Story und realistischem Look
Bachstail schrieb am
Alter Sack hat geschrieben: ?
13.07.2018 15:57
Doch ich verstehe die Kernaussage schon aber sie ist so nicht richtig.
Falsch ist sie aber auch nicht, ich sehe das nämlich genauso.
Wenn ich ein Uncharted sehe, habe ich das Gefühl, auch ein Last of Us, ein God of War oder ein Horizon Zero Dawn zu sehen.
Spielerisch und vom Setting mögen sich die Spiele unterscheiden aber bezüglich der Optik ähneln sie sich alle sehr stark, finde ich, man weiß sofort, dass das Sony-Spiele sind und diese Art der Spiele finde ich nicht sonderlich ansprechend.
schrieb am