"Ein desaströses Investment"
Bisher war die Konsolensparte Microsofts, besonders unter Berücksichtigung der Entwicklungskosten, eher ein Geldgrab für den Konzern. Roger Ehrenberg sieht die Xbox und ihren Nachfolger als ein "desaströses Unterfangen". Dabei geht es dem Analysten nicht um eine Bewertung der Hardware oder der dafür verfügbaren Spiele, vielmehr wirft er einen Blick auf die finanzielle Sicht der Dinge.
So habe Microsoft innerhalb von fünf Jahren etwa 21,1 Mrd. Dollar (etwa 15,6 Mrd. Euro) in die die Xbox-Division umfassende Home & Entertainment-Sparte investiert. Welche bisher insgesamt einen operativen Verlust von 5,4 Mrd. Dollar bzw. etwa 4 Mrd. Euro verzeichnen musste.
Eine Trendwende sieht Ehrenberg derzeit nicht - so habe es die Firma immer noch nicht geschafft, in Japan Fuß zu fassen. Dort hatte man eigentlich ursprünglich erhofft, bis zum Sommer 2006 eine Million Geräte absetzen zu können - eine Marke, die man auch bis zum heutigen Tag nicht erreichen konnte.
Auch sei Microsofts Strategie bisher fast nur auf Hardcore-Spieler ausgerichtet. Um Erfolg zu haben, sei es aber auch notwendig, Käuferschichten jenseits dieser Gruppe anzusprechen.