Xbox 360

Mehr Offenheit gefordert

Newsweek-Reporter N'Gai Croal geht die von Microsoft angekündigte Verlängerung der Garantiezeit für 'beringte' Geräte nicht weit genug. Der Hersteller habe ihm zufolge nur zwei Möglichkeiten, die Spieler nicht noch mehr zu verärgern: Microsoft sollte entweder einen vollständigen Rückruf tätigen oder deutlich offener mit dem Problem umgehen.

Das bisherige Verhalten des Konzerns erinnere eher an einen Ehemann, der seine Untreue eingesteht, nachdem seine Frau bereits Lippenstift auf dem Hemd gefunden hat, und dann versucht, mit einem Blumenstrauß und einer Schachtel Pralinen alles wieder in's Lot zu bringen. Grünzeug und Naschwerk seien aber nicht ausreichend, sagt Croal, und kritisiert, dass Microsoft über das Eingestehen des Fehlers hinaus bisher mit Informationen geizt.

Beispielsweise wollte man sich auf Nachfrage nicht klar dazu äußern, ob auch die Elite von jenen Problemen geplagt ist bzw. sein wird. Auch fehlen bisher Informationen darüber, ob die mit dem zusätzlichen Kühlblech ausgestattete Serie bereits im Handel erhältlich ist und wie Interessenten, die vielleicht heute noch eine Xbox 360 erwerben wollen, anhand der Seriennummer erkennen könnten, ob das System, das sie in der Hand halten, doch noch fehleranfälliger ist.

Letzteres scheint ein mehr als wahrscheinliches Szenario, orakelt Croal und verweist darauf, dass Microsoft den Handel Ende des vergangenen Jahres mit den eigenen Konsolen quasi überversorgt habe ("stuffing the retail channels"), um auf jeden Fall die angepeilte 10-Millionenmarke zu erreichen. Dementsprechend viele Zeitbomben dürften auch noch unterwegs sein. So laufe es wohl darauf hinaus, dass Fans ihre Geräte öffnen und diese untersuchen, um anderen dann die entsprechenden Informationen bzgl. der Serien zur Verfügung zu stellen - obwohl Microsoft dies hätte selbst machen können und sollen.

Diese Informationspolitik sei genauso unakzeptabel wie das Verhalten, weiterhin fehleranfällige, noch im Handel befindliche Geräte im Umlauf zu lassen. Der Verweis auf die verlängerte Garantiezeit werde nicht wirklich ausreichen, um frustrierte Fans zu beschwichtigen, deren Konsole im Herbst während einer GTA IV- oder Halo 3-Sitzung abgeraucht sein könnte. Croal kann verstehen, dass sich Microsoft angesichts möglicher Sammelklagen eher bedeckt halten möchte, das Unternehmen müsse sich allerdings entscheiden, ob man nun den für den Konzern oder die Fans besten Ausweg aus dieser Situation sucht.
Autor: Julian Dasgupta
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Kommentare

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  • El Konsolero schrieb:
    Mach das!
    Agree. @BartSimpson25 Den Kommentar hättest du in eine E-Mail packen und an Microsoft schicken sollen. Lass taten folgen. :roll:
  • Mach das!
  • Was Microsoft veranstaltet find ich persönlich zum kotzen! Erst Hardwareschrott leugnen,dann zugeben und nun wieder ausschweigen. Bei jeder Zocksession mit einem RRoD rechnen zu müssen nervt mich Tierisch! Alles andere als ne Rückrufaktion ist hier unakzeptabel. Wenn ich sicher gehen  [...] Was Microsoft veranstaltet find ich persönlich zum kotzen! Erst Hardwareschrott leugnen,dann zugeben und nun wieder ausschweigen. Bei jeder Zocksession mit einem RRoD rechnen zu müssen nervt mich Tierisch! Alles andere als ne Rückrufaktion ist hier unakzeptabel. Wenn ich sicher gehen könnte,das ausm Support ne überarbeitete Version zurückkommen würde, hätte meine Box schon lang nen Turban drum. "Oh böser Kunde,mutwillig rrod provozieren..."*g Ich lass mich von den M$ deppen nicht verarschen. Die Garantieverlängerung können die sich dahin stecken, wo keine Sonne hin scheint. Aktuell ist GTA4 für die 360 vorbestellt. Bis ende Oktober wächst aber noch viel Gras und wenn bis dahin nix positives von M$ kommt Storno. Dann stoß ich die 360 ab,kauf ne PS3 und zock es darauf. Mfg