iPhone: Nächste Version vorgestellt

von Julian Dasgupta,
Bildquelle: Apple
Eine große Überraschung war die Enthüllung der neuesten Version des iPhones nicht mehr, nachdem ein Prototyp vor einigen Monaten auf dubiosen Wegen in die Hände eines Tech-Blogs geraten war. Auf der hauseigenen World Wide Developers Conference 2010 stellte Apple-Chef Steve Jobs das Gerät jetzt vor.

Insgesamt gebe es über 100 neue Funktionen, so Jobs, der dann einige ausgewählte näher erläuterte. Das iPhone 4 wartet wie schon der Prototyp mit einem neuen Design auf - statt einer abgerundeten, spendiert Apple dem Smartphone nun eine ebene Rückseite. Mit 9,3mm ist das Gerät insgesamt 24 Prozent dünner als das 3GS, merkt Apple an.

Neben einer zweiten Kamera auf der Frontseite, die auch Videotelefonate ermöglichen dürfte, bietet das System jetzt ein LED-Blitzlicht. (Update: Eine Apple-Applikation names Facetime wird Video-Telefonie über WLAN ermöglichen und soll später erweitert werden.) Die Pixeldichte des neuen Retina-Displays übertreffe die des alten Bildschirms um Faktor 4 und liefert 326 Pixel pro Zoll. Einzelne Pixel sollen damit kaum oder gar nicht mehr erkennbar sein, so Jobs. Das Kontrastverhältniss wird mit 800:1 angegeben - ebenfalls vier Mal besser als der Vorgänger. Die Aufläsung des Bildschirms: 960x640. Jobs betont, dass auch alte Apps automatisch besser aussehen werden, das die Grafik entsprechend gerendert wird.

Als Motor verwendet Apple den selbst entworfenen A4-Chip. Welcher zusammen mit dem etwas größer gewordenen Akku für eine bessere Laufzeit sorgen soll dank eines optimierten Power-Managements. Web-Surfen und Telefongespräche seien bis zu sieben bzw. sechs Stunden non-stop möglich, man könne zehn Stunden Videos betrachten oder 40 Stunden Musik hören, bevor das Gerät wieder ans Netz muss. Im Stand-by Modus hält die vierte Generation 300 Stunden durch.

Das System bietet außerdem einen weiteren Gyroskop-Sensor und kann nun Lageänderungen auf sechs Achsen erkennen. Besonders Spiele könnten von der Erweiterung profitieren.

Die Kamera soll deutlich bessere Bilder schießen können als die Vorgänger-Modelle. Man habe nicht nur die Zahl der Pixel (von drei auf fünf Megapixel) erhöht, sondern auch einen deutlich lichtempfindlicheren Sensor verbaut. Auch kann man mit dem iPhone 4 HD-Videos aufzeichnen - 30 Bilder pro Sekunde bei 720p. Damit man das aufgezeichnete Material auch gleich direkt verarbeiten kann, hat Apple iMovie für das iPhone umgesetzt und wird die Software für fünf Dollar im App Store anbieten. Nachdem man mit dem jüngsten iPod Nano bereits in den Markt für Mini-Kameras wie Flip & Co. hineingeschielt hatte, legt der Hersteller jetzt also kräftig nach.

Ebenfalls demnächst erhältlich für das iPhone: Die bereits vom iPad bekannten iBooks. Wer ein Buch bereits auf dem iPad erworben hat, kann es auch direkt auf dem Smartphone nutzen.

Das iPhone v4 soll ab Juli erhältlich sein. In den USA wird die 16GB-Version zusammen mit einem Telefonvertrag 199 Dollar kosten.

Update: Einen genaueren Überblick und zahlreiche Bilder gibt es nun auch auf der offiziellen Webseite.








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