Video "E3-Spielszenen (Sony Pressekonferenz)" zu Resistance 2 für PlayStation 3 - 4Players.de

 
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Resistance 2: E3-Spielszenen (Sony Pressekonferenz)



E3-Spielszenen (Sony Pressekonferenz)
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Fazit Resistance 2, 28.11.2008:

Das zweite Abenteuer von Nathan Hale ist in nahezu jeder Hinsicht besser als der Vorgänger: Die Abschnitte sind zwar weiterhin linear wie eine Bahntrasse, aber deutlich weiträumiger. Und die Änderungen der Spielmechanismen wie die Reduzierung auf zwei mitführbare Waffensysteme sowie der Wegfall der Lebensleiste samt Medipacks wird ebenfalls wohlwollend zur Kenntnis genommen. Auch die grafischen Anstrengungen, die Insomniac unternimmt, können sich sehen lassen: Erhebende Momente wie die von Aliens belagerte San Francisco Bay oder der idyllische Wald seien hier beispielhaft erwähnt. Doch gerade die auf den ersten Blick prächtige Kulisse zeigt immer wieder zu viele Risse. Dass der Shooter dennoch zum Besten gehört, was die Exklusivtitel auf der PS3 zu bieten haben, steht zwar außer Frage. Doch mit etwas mehr Feingefühl im Texturdetail hätte Nathan Hales Abenteuer auch systemübergreifend ein noch gewaltigeres Wörtchen mitzureden gehabt. Denn die Engine ist mächtig genug, um haufenweise Gegner in großräumigen Abschnitten stets flüssig darstellen zu können. Etwas, das auch den brachialen Mehrspielerduellen für bis zu 60 Duellanten sowie den coolen Koop-Partien für acht Widerständler zugute kommt, die großen Anteil daran haben, die Motivation nach den gut zwölf Stunden Kampagnen-Action hochzuhalten. Die größten Probleme zeigen sich allerdings nicht in technischer, sondern in erzählerischer Hinsicht: Der Einstieg beginnt zwar dramaturgisch intensiv mit einem Koloss, lässt mich aber sowohl über die Vorgeschichte im Allgemeinen als auch über die Figur des Nathan Hale im Besonderen viel zu lange im Dunkeln. Die Story kommt einfach zu spät in Gang und entschädigt erst im letzten Viertel mit einigen Höhepunkten. Diese Uneinheitlichkeit zieht sich durch das ganze Spiel, denn auch bei einigen Bosskämpfen lässt man vollkommen unnötig wichtige Spannungsmomente verfliegen. Doch ungeachtet dieser Schwächen ist Resistance 2 ein prächtiges und überaus abwechslungsreiches Action-Erlebnis. Es ist Insomniac gelungen, den Vorgänger klar zu übertreffen und die PlayStation 3 als exklusive Shooter-Plattform endlich wieder auf sehr guten Kurs zu bringen.

Resistance 2 hat einige geniale Momente. Man will himmelhoch jauchzen, wenn man zum ersten Mal die Bucht von San Francisco sieht: Insomniac inszeniert eine bildgewaltige Invasion von Aliens, die mit ihren kleinen Jägern und großen Schlachtschiffen den Himmel fluten, während man wie eine Ameise auf die lodernden Kämpfe rund um die Golden Gate Bridge starrt. Man will dem Team auf die Schulter klopfen, wenn riesige Kreaturen durch Häuserschluchten stampfen oder wenn Licht durch idyllische Wälder flutet, während unsichtbare Killer unterwegs sind. Aber es kommt immer wieder zu Brüchen, sowohl grafisch als auch spielerisch. Und genau das ist der große Unterschied zu Epics Shooter: Während man dort schwach beginnt und sich stetig bis zum Finale steigert, gibt es hier ein stetiges Auf und Ab. Man wird ernüchtert, wenn man die prächtige Landschaft verlässt und fade Gebäude oder schwach texturierte Orte betritt. Man wird ernüchtert, wenn ein Riesenmonster einfach so umfällt, ohne dass man sich die Ursache erklären könnte. Und man wird vor allem hinsichtlich der Story und Charakterzeichnung ernüchtert: Ich hätte im Vorfeld nicht gedacht, dass sich ein kreatives Team wie Insomniac auch erzählerisch gegenüber Epic geschlagen geben muss. Aber Nathan Hale ist mir zu keiner Sekunde so sympathisch geworden wie Marcus Fenix. Auch die Nebenfiguren bleiben erschreckend blass, während man bei der Konkurrenz mit Dizzy, Dom & Co für lebendige Situationen sorgen konnte. Unterm Strich muss man dennoch ein Lob aussprechen: Insomniac hat sich klar gegenüber dem Vorgänger gesteigert und einen sehr guten Shooter entwickelt. Dass die Amerikaner die Power der PlayStation 3 noch nicht konsequent genug kitzeln und grafisch nicht an die Wucht eines Gears heran kommen, dürfte niemanden überraschen. Dafür sind die Jungs aus Amsterdam zuständig, die nächstes Jahr mit Killzone 2 im Rampenlicht stehen.

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