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King Arthur - The Role-playing Wargame: Entwickler-Vorstellung 1


Entwickler-Vorstellung 1
Fazit King Arthur - The Role-playing Wargame, 04.02.2010:

Schon mit Crusaders: Thy Kingdom Come wollte es Neocore Games mit der Total War-Reihe aufnehmen - doch sie zahlten Lehrgeld. Die zweite Attacke mit King Arthur gelingt wesentlich besser und ĂŒbertrumpft das Vorbild mit seinem interessanten Weltkarten-Modus, wĂ€hrend die Darstellung der Schlachten weiter hinterher hinkt. Die weit reichenden Fantasy- und Rollenspiel-Anleihen sorgen in der dynamischen Kampagne fĂŒr reichlich Freiraum mit Konsequenzen - allerdings hĂ€tten die tollen Quests eine bessere PrĂ€sentation verdient als schnöde Texttafeln. Aber der Einfluss durch Gesinnungen und Religionen wurde hervorragend integriert. Neben vielen verzweigten Quests sowie dem Armee-Management kann ich zudem  forschen, Gesetze erlassen oder Helden entwickeln. Die Mischung aus Rollenspiel und Strategie geht sehr gut auf und schlĂ€gt sogar das große Vorbild Total War. Nicht ganz so stark sind hingegen die Echtzeit-Schlachten, die zwar durch das Battlefield-Ă€hnliche Siegpunkt-System an Dynamik gewinnen, aber es fehlt einfach an der Wucht der Gefechte - vor allem die Kampfanimationen und die IntensitĂ€t lassen zu wĂŒnschen ĂŒbrig. Außerdem vermisst man gerade im Vergleich zu Total War weitere Einheitentypen, um eine breitere taktische Tiefe bieten zu können sowie eine entferntere Kamera. Und an der ungewöhnlichen StĂ€rke der BogenschĂŒtzen werden sich die Balance-Geister scheiden. Durch die Defizite in den Schlachten schrappt das Spiel denkbar knapp am Gold-Award vorbei, aber fĂŒr mich ist King Arthur schon jetzt eine der positiven Überraschungen in diesem Jahr.


Gut gemacht, Neocore Games! Zum einen freue ich mich, dass es mit diesem zweiten Anlauf endlich eine kreative Konkurrenz im Bereich der epischen Runden-Echtzeit-Strategie gibt - Total War war jetzt etwas zu lange alleine an der Macht. Vor allem der interessante Kartenmodus mit seinen dynamischen Quests und Konsequenzen hat ein Lob verdient. Und endlich gibt es ein mittelalterliches Kriegsspiel, das die effiziente Rolle der BogenschĂŒtzen historisch korrekter darstellt: Wenn die Langbögen hier den Himmel verdunkeln, wĂ€chst ein paar Sekunden spĂ€ter in der Schlachtordnung des Gegners kein Gras mehr; da muss man auch nicht ĂŒber Balancing jammern, da muss man eben anders taktieren! Aber selbst fĂŒr mich als Eibenfetischist und Freund des keltischen Mythos will kein intensives SchlachtfeldgefĂŒhl aufkommen. So lobenswert die strategischen AnsĂ€tze sowie die Rollenspielanleihen auf der Karte sind: Sowohl in der PrĂ€sentation als auch der taktischen Vielfalt des GetĂŒmmels liegt man zwei Klassen hinter dem, was sich in Total War abspielt. Trotzdem komme ich nur schwer von dieser fiktionalen Eroberung Britanniens los - hoffentlich gibt es einen Nachfolger!





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