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Total War: Rome 2: Throwing War

Throwing War
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Fazit Total War: Rome 2, 13.09.2013:

Es ist schon seltsam, aber ich habe mit dem kleineren Shogun viel mehr Spaß – und das, obwohl ich mich riesig auf die Welt der Kelten, Germanen und Hellenen gefreut habe. Creative Assembly präsentiert mit Rome 2: Total War auf den ersten Blick ein antikes Strategie-Gemälde in XXL, von Britannien bis Afrika. Neun Völker von Karthagern und Parthern bis Sueben, mit zig Einheiten von Kriegselefanten und Kataphrakten bis hin zu Wotanspeerträgern sind spielbar – inklusive Wirtschaft und Diplomatie. Aber auch wenn es starke Momente in der Inszenierung gibt, ich das übersichtliche Provinzsystem begrüße und der Gebäudebau angenehmes Abwägen zwischen Produktion und Sicherheit verlangt, musste ich mich auf den zweiten Blick immer wieder ärgern. Die elenden Wartezeiten, die sterile Enzyklopädie sowie das nervige Klicken durch all die Beförderungen und Upgrades kann man verschmerzen. Hinzu kommt allerdings, dass man auf diplomatischer Ebene kaum eine effiziente Bündnis- und Handelspolitik betreiben kann. Die Außenpolitik ist zu statisch und unglaubwürdig, wenn selbst Vasallen den Handel ablehnen. Auch die automatische Verwandlung von Truppen zu Schiffen ist zwar komfortabel, aber geostrategisch kontraproduktiv, zumal man eine maritime Strategie damit von Beginn an entwertet. Aber vor allem das Gegnerverhalten ist selbst auf höheren Stufen ein Witz. Die KI ist im Gelände noch akzeptabel, aber bei Belagerungen und schließlich auf der Weltkarte viel zu leicht zu besiegen, weil sie selbst einfache Mittel wie die Bündelung von Truppen für mehr Schlagkraft nicht nutzt und sich stellenweise wie Kanonenfutter ausliefert. So wird aus dem mächtigen Karthago ein zahnloser Tiger und aus dem prächtigen Rom mehr Schein als Sein.

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