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Two Worlds: MoCap-Test



MoCap-Test
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Fazit Two Worlds, 09.05.2007:

Die Fantasy ist eine geschundene Lady: Diabolischer Missbrauch, elfischer Kitsch und gotische Ruinen liegen hinter ihr. Und wer sie anbetet, hat 34 Jahre nach Tolkien hohe Ansprüche. Kann Two Worlds ihr den Hof machen? Nur auf den ersten Blick. Kann es begeistern? Nein. Dafür fehlt es an Feinschliff und besserer Dramaturgie - schon der Einstieg ist ein schwacher. Kann es auf lange Sicht unterhalten? Ja. Die Story wird interessant, die Kulisse ist pompös, die Spielwelt ist riesig und die Landschaft unheimlich ansehnlich. Allerdings kann der Blick hinter die Fassaden nicht immer überzeugen; Innenräume und Dungeons sind nur Durchschnitt, man vermisst Finessen im Detail, Rätsel und Adrenalinkicks über Zwischenfälle. Dafür kann man diesen Neuling in Sachen Quest-, Waffen - und Rüstungszahl, Tagebuch, Inventar- und Tranksystem sowie Charakterentwicklung nur loben: Viel Komfort, viel Auswahl und gute Ideen. Ihr könnt euch frei als Krieger, Magier, Dieb oder Bogenschütze oder alles in einem austoben. Manchmal spielt sich Two Worlds wie ein schnelleres Oblivion oder Diablo in 3D. Aber riesige Welten mit viel Freiheit bringen meist auch technische Fehler und Logikbugs mit sich - und vor denen ist auch diese ambitionierte Premiere aus Polen nicht gefeit. Gerade in den Bereichen der Kollisionsabfrage und Figurenreaktion zeigt es ärgerliche Schwächen, die an der Glaubwürdigkeit der Spielwelt nagen. Rollenspieler, die Fortschritte in Sachen Erzählkultur, Mimik und Gestik, Physik oder KI-Verhalten suchen, werden hier nicht fündig werden. Rollenspieler, die im Stile actionreicher Abenteuer sammeln, aufsteigen und aufrüsten wollen, die vom Pferd aus kämpfen, gemein meucheln und vor prächtiger Kulisse multiple Pfeile abfeuern wollen, werden hier fündig werden. Dieses Spiel ist in seiner Qualität genau so dynamisch wie sein Wettersystem, kann genau so ambivalent sein wie das Artwork oder der Soundtrack von Harold Faltermeyer - heiß und kalt, packend und abstoßend. Unterm Strich noch ein gutes Spiel, das sich damit genau zwischen dem klar schwächeren Gothic 3 und dem stärkeren Oblivion einordnet. Ein paar Monate mehr Zeit für Feinschliff und Bethesda hätte sich warm anziehen müssen.

***Update: Auf Seite 9 jetzt die schlechten Erfahrungen mit dem Multiplayerteil. Wer sich alleine auf Online-Kämpfe freut, wird enttäuscht werden.

Vor vier Monaten habe ich die PC-Version von Two Worlds getestet. Es war wahrlich kein ausgezeichnetes Abenteuer, aufgrund des fehlenden Feinschliffs auch kein echter Konkurrent für Oblivion, aber es entfaltete vor allem landschaftlich und in Sachen Charakterentwicklung seine Reize - wer in einer weiten Welt losziehen, aufsteigen und kämpfen wollte, konnte durchaus unterhalten werden. Auch technisch hinterließ die Spielwelt bis auf die Probleme mit der Kollsionsabfrage einen sauberen Eindruck. Genau deshalb hatte es gerade noch eine gute Wertung erhalten. Aber jetzt, auf der Xbox 360, landet das Abenteuer eine ganze Klasse tiefer. Das hat vor allem mit den technischen Unzulänglichkeiten zu tun. Dass man online kaum Spielpartner findet und auf externe Server verzichten muss, ist gar nicht so schlimm - im Multiplayer hat Two Worlds nie gerockt. Und die Steuerung mit dem Gamepad ist okay. Doch ich habe damit gerechnet, dass die zusätzliche Zeit, die dieser Version für Microsofts Konsole zur Verfügung stand, für die Politur der Kulisse genutzt wird. Schon die ersten Minuten in dieser Welt strotzen jedoch vor Pop-ups, Rucklern und es gibt teilweise hässlich fade oder blinkende Texturen, wenn sich der Held bei Gesprächen falsch postiert. Dadurch ist ein flüssiges Erlebnis der eigentlich üppigen und hervorragend designten Landschaft kaum möglich - weit mehr als ein Jahr nach Oblivion erwartet man einfach mehr, als dass die Blume in ein paar Metern Entfernung plötzlich auftaucht! Auch die Figuren und Animationen wirken auf der Konsole mittlerweile veraltet, obwohl es dieselben sind wie auf dem PC. Irgendwie konnte das Abenteuer auf dem Rechner wenigstens noch in Sachen Panorama und Flüssigkeit punkten. Aber wer gerade noch Bioshock genossen hat und kurz darauf Two Worlds einlegt, fühlt sich technisch eine Generation zurück katapultiert...

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