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Splinter Cell: Conviction: Demo-Walkthrough



Demo-Walkthrough
Views: 3027   20 Bewertungen
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Fazit Splinter Cell: Conviction, 07.05.2010:

Selten hat sich ein Spiel so gut begriffen wie dieses Splinter Cell, wenn es sagt: »Der Sam Fisher, den sie kannten, ist tot.« Die Truppe um Creative Director Maxime Beland gab sich alle Mühe: Der Spitzel huschte nie behänder durch die Schatten, er hangelte nie agiler an Simsen oder Rohren und er im Nahkampf wirkt er tatsächlich wie der von Beland beschworene Panther! Aber Conviction erkauft die martialische Eleganz mit einem halbautomatischen Angriffs- und Bewegungssystem, das Sam über weite Strecken ohne Zutun des Spielers agieren lässt. Dies ist keine neue Stealth-Action - es ist überhaupt keine! Mir fehlen die Freiheiten eines Metal Gear Solid 4, ich vermisse die dynamischen Versteckspiele eines Splinter Cell von vor fünf Jahren. Das Abwenden von herkömmlichen Mechanismen wäre halb so wild, wenn Beland einen packenden Thriller inszeniert hätte, bei dem fordernde Action im Vordergrund steht, aber Conviction macht selbst als Shooter keine gute Figur. So spart Ubisoft bei den taktischen Möglichkeiten, weshalb die Bleiwechsel ausgerechnet dann in stupides Ballern ausarten, wenn das Spiel auf seinen Höhepunkt zusteuert. Was bleibt ist ein Spiel um spannende Positionswechsel irgendwo zwischen Stealth und Shooter. Taktische Tiefe blitzt nur in der kooperativen Kampagne durch, ohne dass die Mehrspieler-Gefechte je mit den ausgefeilten Shootouts eines Army of Two mithalten könnten - schade, dass Charaktere und Handlung dieser Prequel-Kampagne nur am Rande abgehandelt werden. Noch bedauerlicher, dass auch die wichtige Suche nach Sams Tochter vergeblich nach Emotionen und Spannung sucht. Am Ende hatte ich abwechslungsreiche Einsätze, viele spannende Stellungswechsel und schicke Schauwerte erlebt. Am Ende war ich aber auch froh, als ich die letzte Seite dieser Hochglanz-Studie über halbgare Taktik- und unfertige 3rd-Person-Action endlich aus der Hand legen durfte.

Das ist nichts Halbes und nichts Ganzes! Das ist weder spannendes Schleichen noch packendes Schießen! Wieso kann ich einer Kalashnikov ins Mündungsfeuer rennen und dann trotzdem noch einen »Stealth-Kill« setzen? Warum stört es mich im Koop einen feuchten Kehricht, ob irgendwo Licht brennt? Wo sind akrobatische Team-Manöver? Wieso geht mir das Schicksal meiner Tochter nicht nahe? Das ist unterm Strich eine seelenlose Mischung aus überstrapazierter Leuchtreklamen-Coolness, idiotensicherem Deckungsgehopse und Jack Bauer-Attitüde. Als Ubisoft  den frischen Spieldesign-Ansatz mit der Berücksichtigung der Masse ankündigte, war ich noch richtig neugierig - das hätte das Genre nach vorne bringen können! Aber heraus kommt nach all den Umstellungen ein glattgebügeltes Abenteuer, das vielleicht den gewöhnlichen Shooterfan mal in eine Deckung lockt. Wer jedoch einmal in seinem Leben mit Garrett, Solid oder Sam zu seinen besten Zeiten unterwegs war, wer lautlos und mit klopfendem Herzen im Dunkeln verharrte, der wird hier nur den Kopf schütteln. Hier hat man die Stealth-Action dem Mainstream zum Fraß vorgeworfen. Das ist das schlechteste Splinter Cell aller Zeiten!

Kommentare

FreshG schrieb am
haha ich habs jetzt noch ein paar mal durchgezockt und diesmal stand der auch oben am Fenster o.O :D
FreshG schrieb am
Ich hab´s fast genauso, beim aller ersten mal, durchgespielt.
Nur mir ist aufgefallen, das der Typ der hier so locker aus dem Fenster gezogen wird, in meiner Version hinter der Tür rechts von der Fabrik steht ^^
R4zerw4rs schrieb am
Also ich finde das Game hamma. Könnte wohl daran liegen das ich es liebe Gegener leise und brutal und in schönen Schießerein zu töten
Minando schrieb am
Cool...Augmented Reality jetzt auch bei Fischers unnerm Sofa.
"Als Fischer einst den Weg nicht fand
schriebs ihm die Brille an die Wand."
Uff-tää.....
catweazel schrieb am
Aläx hat geschrieben:Wenn ihr das Mark & Execute zu einfach findet, dann beseitigt die Gegner doch anders. Habe die Demo bisher mehrmals auf ganz unterschiedlichen Wegen durchgespielt. Auf jeden Fall bietet das Spiel eine Menge Abwechslung!

ich denke auch, dass das der beste weg ist. man brauch es ja nur in schlüsselsequenzen (geiselnahme, wo man die geiselnehmer so schnell wie möglich neutralisieren sollte). insofern werd ich es beim ersten durchspielen nur dann einsetzen. beim zweiten experimentieren. ;)
schrieb am

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