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Deus Ex: Human Revolution: Behind 2027: Social



Behind 2027:  Social
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Fazit Deus Ex: Human Revolution, 22.08.2011:

Die Revolution findet nur in der Erzählung statt - spielerisch verhält sich die Restauration des Klassikers ausgesprochen konservativ. Noch immer jongliert Deus Ex gekonnt mit Rollenspiel, Action und dem Schleichen. Noch immer tut es das in einer größtenteils geradlinigen Missionsfolge, die an zentralen Standorten durch freies Erkunden und das Annehmen freiwilliger Aufgaben behutsam aufgebrochen wird. Seine großen Stärken sind - wie immer - die offenen Einsatzgebiete mit ihren zahlreichen Wegen, die vielen Handlungsmöglichkeiten sowie der Aufbau einer ungemein gut durchdachten Zukunftsvision, von der man sich beim Lesen von Emails, Büchern oder das Belauschen von Gesprächen ein eigenes Bild schaffen muss. Weil man sich jederzeit am Gegner vorbei schleichen, ihn KO schlagen oder zum Feuergefecht verleiten kann, funktioniert Deus Ex vor allem als Bühne für kreative Taktiker. Als reines Actionspiel zeigt es allerdings Schwächen in der Inszenierung, die Gegner verhalten sich altmodisch, sie machen Fehler und Adam lässt sich für einen modernen Actionhelden nicht immer schnell genug bewegen. Während man schleicht, übersehen die Wachen hingegen offensichtliche Veränderungen in ihrer Umgebung und beherrschen nur grundlegende Verhaltensmuster. Für ein Rollenspiel sind die Aktionsmöglichkeiten in den Städten schließlich, gerade im Umgang mit den starr am Fleck stehenden Passanten, sehr eingeschränkt. Die spannende Geschichte kitzelt nie das Prickeln des ganz großen Verschwörungs-Epos' heraus und begnügt sich irgendwann mit einem oberflächlichen Zugang zu ihren Charakteren. Im Detail kann man Human Revolution viel vorwerfen. In seiner Gesamtheit allerdings, beim Verbinden aller Elemente zu einem packenden, spielerisch freien Thriller, macht es verdammt viel richtig - ähnlich viel wie seine Vorgänger richtig machten. Mit dem kniffligen Hacken sowie den erzählerisch belanglosen, aber spannenden Bosskämpfen baut es die bekannte Formel sogar behutsam aus. Besser gelingt ihm das mit Verhören, die so gut geschrieben sind, dass man tatsächlich Menschenkenntnis braucht, um den Gesprächspartner richtig einzuschätzen und ihm so Informationen zu entlocken. Der erste Schritt, die Wiederherstellung eines Klassikers, ist trotz aller Schwächen gelungen! Hoffentlich gelingt es Eidos auch, die einzelnen Bausteine in einer Fortsetzung auszuarbeiten. Denn erst dann könnte ein Deus Ex wie sein Urvater heute noch etwas Neues schaffen. Das Wichtigste aber wollte ich mir aufheben, seit ich Human Revolution vor mehr als einem Jahr zum ersten Mal gesehen habe - und ich bin froh, dass der Eindruck damals nicht getäuscht hat. Das Wichtigste ist: Deus Ex ist zurück!

Kommentare

Sarnar schrieb am
Ich weiss schon wie ich das Spiel spiele: Stealth und hack only.
Ich bin gern ein mieser Schleicher :D
andi2k78 schrieb am
Mann kann ne Menge hacken wenn man das will.
Mit Hacken alleine kommt man auch weiter.
Gibt in den ersten 3 Level Möglichkeiten nur damit in Räume zu kommen oder eine coole Waffe abzustauben.
Die Möglichkeiten sind schon cool.
Hab mich dabei erwischt wie ich später durch das schon von der Polizei besetzte Gebäude gegangen bin um alternative Wege zu entdecken.
Paar Tage noch dann kommt es :D
johndoe813434 schrieb am
systemshock 2.... ach ja war das schön....nur das ende war schwach"sinn"^^
wired schrieb am
@gollum
Es gab sehr wohl Nebenquests, nicht viele, aber genug, neben diversen anderen Formen (Zeitungen, E-Mails) um ordentliches Worldbuilding zu betreiben, dazu immernoch eine höhere Spielzeit als in DE:HR.
Das Hacking war zweckmäßig und man konnte sich nicht über unlogische Minispielchen beschweren.
Was man da besser findet ist Geschmackssache, ich finde beide Ansätze zufriedenstellend.
[Was bei DE:HR garnicht geht sind die Hacking-Geräte die automatisch sogar Computer hacken, was das Hacking zu einem gewissen Teil sinnlos macht sofern man in diese Geräte Geld investiert.]
Bei den Dialogen ist es wieder ein Für und Wider. Für mich machten diese Deus Ex unter anderem aus.
Das neue System ist interessant, aber dem geleakten Material nach zu urteilen, haben sie sich nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert, was die Glaubhaftigkeit angeht. Die Szenen mit dem ehemaligen Kollegen und dem Terroristen fand ich zumindest nicht überzeugend. Dazu bedarf es eben wirklich guter Autoren.
Alles in allem ist Deus Ex doch in weiten Teilen komplexer, nur eben doch leider merklich gealtert in mancherlei Aspekt.
Vor allem hat es aber auch einen ganz eigenen Flair der im Kontrast zum neuen steht.
Da bevorzuge ich den alten Teil insofern, dass DE:HR zusehr auf Coolness/-Matrix-Stilistik setzt und Musik und Präsentation sich an Hollywoodfilmen orientieren, was ich mitlerweile nicht mehr sehen kann, aber als Jugendlicher schwer dufte fand.
Die Terroristen wirken doch wie ein übles Abziehbild, dass ich auch in einem Chuck Norris-Film sehen könnte.
Allerdings ist klar, dass ein anderer Künstler nicht das selbe Bild malt und freu mich trotzdem hoffentlich zurrecht darauf.
Deus Ex bleibt wie System Shock und die Thief-Serie (Ico etc. etc.) ein Unikat und Kleinod in der Videospielhistorie, in einer Art wie es wohl kaum wiederkommen wird.
Das hat dann auch nicht immer was mit Nostalgie zutun, wie manche behaupten.
System...
johndoe724410 schrieb am
gollum_krumen hat geschrieben:....aber der heilige Gral ist es mit Sicherheit nicht
DE war nunmal aber damals der Heilige Gral. Ob du das so siehst oder nicht. Klar ist es technisch überholt aber damals was vorher nie dagewesenes, so ein Spiel muss heute erstmal einer bringen.
die gibts, aber wenige
schrieb am

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