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Spielkultur | Special | 4Sceners

22.08.06, 00:24 Uhr, Bobic

Für die 4Sceners-Redaktion ist die Schweizer Demo-Party Buenzli etwas ganz besonderes, denn dort wurde im letzten Jahr unsere Demo Welcome to 4Sceners.de präsentiert. Nun stieg am letzten Wochenende im nahe Zürich gelegenen Winterthur zum mittlerweile 15. Mal dieses Event, das in Szenekreisen wegen seiner freundlichen Atmosphäre und tollen Stimmung einen hohen Stellenwert genießt, wenngleich die Buenzli sicherlich zu den kleineren Veranstaltungen zählt. Nichtsdestotrotz wurde dort auch dieses Mal wieder eine beachtliche Anzahl an Releases gesichtet, über die wir euch einen Überblick geben wollen.

Zwei Dinge heben die Buenzli seit dem letzten Jahr von anderen Demo-Parties ab. Neben den üblichen
"Der Wald stirbt" heißt der Gewinner bei den 4k procedural graphics, dem die Jury zugleich den Preis als beste Produktion der Buenzli 15 verlieh.
Demo-, Intro- und Musikwettbewerben gibt es eine 4k procedural graphics"-Competition. In Echtzeit wird hierbei ein Bild gerendert, dessen Code die Größe von vier Kilobyte nicht überschreiten darf. Höchst beeindruckend sieht das trotz der geringen Größe dann auch aus. In diesem Jahr gewann Muhmac / Neuro mit Der Wald stirbt" diesen Wettbewerb und sicherte sich damit zugleich den Jury-Preis für den besten, auf dieser Party eingereichten Beitrag, was zugleich das zweite besondere Merkmal der Buenzli ist. Mit der neuen High-End-Workstation von HP kann Muhmac ab sofort bestimmt noch beeindruckendere Bilder hervorzaubern.

Wirrwarr im Demo-Land
Gleich mal vorweg: die technische Brillanz der auf der Assembly gezeigten Demos konnte kein einziger Beitrag beim Demo-Wettbewerb erreichen. Vielmehr durften die Besucher ein wahres Objektchaos bewundern, denn gleich fünf von den neun abgegebenen Demos zeigten verwirrende Polygonsplitter, viel Lichtgeflacker, wurden von schrecklichem Getöse untermalt oder brachten Konfusion in äußerst einfacher und verstörender Aufmachung zum Vorschein. Sehr gewöhnungsbedürftig sahen deshalb viele davon aus und dürften wohl nur einem Bruchteil der Szenefreaks zusagen.
Abstrakte Objektstrudel garniert mit starkem Sound zeigt die Gewinnerdemo, Bulletproof von Lowfuel.
Auch die Siegerdemo Bulletproof stellt Objektstrudel und herumwirbelnde Textbotschaften in den Mittelpunkt, was aber gar nicht mal so übel aussieht, denn für das Design war Vorjahressieger Raist verantwortlich. Der Tscheche hat mit seiner zweiten Gruppe Lowfuel den Titel aus dem letzten Jahr verteidigt und zeigt hier erneut seine vielfältigen Designkünste.
Als echte Überraschung landete die Demo Heliosphere auf Rang Zwei. Den Zuschauern gefiel anscheinend die etwas nüchterne Partikelspielerei, denn auf Texturen und 3D-Objekte verzichteten die Macher komplett. Wesentlich schöner fiel das Comeback von Brainstorm aus. Mit Old's Cool, wo fantastische Grafiken perfekt mit altbekannten, aber auf Hochglanz polierten Effekten harmonieren, erreichten sie den dritten Platz. Auf den Plätzen folgten Zagroth von den Marshals, das einen satanischen Trip mit ans Kreuz genagelten Frauen, dämonischen Fratzen und Pentagrammen zeigt, sowie mit Four Bitches, The Dream of a Scapegoat, Ceritasaru und Affenschaukel diverse Werke, die das oben beschriebene Chaos zelebrierten.

Eine Nummer kleiner
Wie schon eine Woche zuvor auf der Evoke, knauserten die Intro-Macher mit neuen Releases. Vier davon gab es beim 64k-Wettbewerb zu sehen. MovSD entschieden diesen für sich. Ihr pb:3|734 getauftes Werk ist in sich sehr stimmig, zeigt von den technischen Möglichkeiten aber nur Kost, die vor drei bis vier Jahren für Aufsehen gesorgt hätte. Nur dem Durchschnitt entsprachen die anderen Intros von Brainstorm (mit Any
Zum Gruseln schön: seZquash von Cosmic gewann die Graphics-Compo völlig zu recht.
Color
), Brain Control (Teh Shit wirkt sehr unfertig) und die Party-Produktion Qikhak von CLRSCR.
Fast genauso trist sah es bei den drei abgegebenen 4k-Intros aus, wobei nur das erstplatzierte Qubic Dreams schön aussieht und mit gutem Design glänzt.

Der Rest vom Fest
Todschickes gab es bei der Graphics-Competition zu bestaunen. Sowohl Cosmic (1. Platz für seZquash), CP (erreichte mit A merman I should turn to be Platz 2), als auch Altmeister Critikill (Titel: By the sea) konnten mit ihren Motiven begeistern.
Malik Trey heißt der große Gewinner der Kategorie Streamed Music". Sein Friendship-Song ging sofort ins Ohr und enthält sowohl orchestrale, als auch moderne Passagen. Auch die Buenzli Boobies von Axel sind hörenswert, die zugleich auch der Soundtrack zur Olds Cool-Demo sind. Der Jazz regiert hingegen beim Track von IT-Alien, während Paniq als Zweitplatzierter wieder seinen typisch harten Club-Sound ablieferte.

Die Beiträge der Wild-, Surprise und anderen Compos findet ihr natürlich wieder gesammelt im Buenzli-Archiv auf den Servern von Scene.org.

 

 
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