TeamImpressumDatenschutzAGB

Suche
Galerie
Videos
Inside
4P Network




Spielkultur | Special | 4Sceners

16.03.09, 00:56 Uhr, Bobic

Numerica Artparty #2: Gelungener Party-Auftakt!

Welche Erleichterung! Satte 10 Wochen hat es im neuen Jahr gedauert, bis die erste, richtige Demo-Party ihre Pforten öffnete. Gelohnt hat sich das Warten allemal. In Frankreich, auf der Numerica Artparty #2,  legte uns die Demoszene einige leckere Häppchen aufs Baguette. Wie gut uns das gemundet hat, möchten wir euch anhand eines kulinarischen Führers auf schmackhafte Art und Weise präsentieren.


Mit dem schmackhaften Mushdrum gab die Gruppe Ukonx ein Comeback.

Top-Gerichte von der
Numerica Artparty #2:

Demos:
1.) The Orange Guy / Adinpsz
2.) Mushdrum / Ukonx
3.) Le Pouel / Brawlz
4.) TraveLHertz / Fork
5.) Genesis Cracktro / T.R.S.I.

4k Intros:
1.) Metatunnel / Frequency
2.) Stripped / Rebels

64k Intro:
1.) Raytro / Frequency

Wild-Demo:
1.) L'expériment grande / United Force

Die Vorspeise

Da Froschschenkel nicht jedermanns Sache sind, möchten wir unsere kalorienreiche Reise nach Montbéliard in Frankreich mit einem leckeren Süppchen beginnen. Die Introwettbewerbe waren exakt die richtigen Appetitanreger dafür. Eine Prise Rebels hier, viel würzvolles Frequency da, fertig war der erste Gaumenschmaus.

Stripped haben die Rebels ihre 4k Intro getauft, in welcher sie die Hüllen fallen lassen. Allerdings nur die von verschiedenen 3D-Objekten, die mal herrlich verdreht, mal auf bislang nicht gesehene Art ihre sichtbaren Hüllen sprengen, aber auch mit Drahtgitterreizen nicht geizen. Eine wirklich coole Sache, dieser Strip, wenngleich die Rebels schon bessere Sachen gekocht haben.
Aufregender waren da zwei ungewöhnliche Mischungen von Frequency. Eine Prise 1-Kilobyte-Porno servierten sie uns in ihrem Metatunnel, welcher mit seinen morphenden Wänden fantastisch aussieht, während die Ohren leider leer ausgehen. Für Musik war kein Platz mehr übrig, was sehr Schade ist. Andere Gruppen, etwa TBC, haben diese Hürde bereits in einer 1k Intro gemeistert. Mit 11 Kilobyte deutlich fetthaltiger war das Raytro, welches ebenfalls von Frequency gebacken wurde. Feinstes Realtime Raytracing und nette Musik ließen uns diesen Appetizer in nullkommanix vom Teller putzen.

Der Hauptgang
Ausgewachsene Demos - in diesem Jahr hat man sie bislang noch kaum gesehen. Die Jäger in Frankreich erlegten jedoch gleich mehrere davon. Da fast alle gut gefüttert waren, war gutes Essen quasi vorprogrammiert. Am besten schmeckte uns ein Gericht, welches von einigen altbekannten Köchen serviert wurde, von denen man lange nichts mehr gehört hatte. Ukonx waren wieder da und beschritten mit Mushdrum gleich ungewohntes Terrain. Würzten sie ihre Gerichte bislang mit feinstem Software-Rendering, so war dies ihre erste Übung auf dem grafikbeschleunigten Sektor. Hervorragend gemundet hat es, was vor allem an den wunderschönen Kugelbeilagen lag, die physikalisch korrekt simuliert wurden. Ansonsten wird gehobene Kost geboten, die vielleicht noch kein 5-Sterne-Menü ausmacht. Satt und zufrieden wird der Gast davon aber allemal.
Haariges Konzept-Demo: Le Pouel


Kein Haar in der Suppe, aber eine Konzeptdemo zum Thema Haare ist Le Pouel von Brawlz. Hier sieht man zottelige Bälle hüpfen, rasiert sich durch ein wogendes Meer aus Haaren, sieht deren Wurzeln zu den groovigen Klängen pulsieren. Doch so klasse die Idee auch ist, bei vielen Szenen scheint den Jungs die Zeit ausgegangen zu sein, weshalb das Gericht ein wenig kümmerlich auf dem großen Teller wirkt. Dennoch hat sich Le Pouel das Prädikat frisch, frech, fröhlich, frei redlich verdient.
Auf den ersten Blick nicht gerade appetitlich sieht TraveLHertz, die im Gastronomiesektor noch echte Grünschnäbel sind. Grellbunte Neonfarben treffen einfach nicht jeden Geschmack. Hat man sich jedoch erstmal an den Geschmack der Außenhaut gewöhnt, wartet im Inneren Altbekanntes. Und das ist durchaus wohlschmeckend. Dank fetzigem Sound nimmt die Demo rasch Fahrt auf und führt hervorragend durch das Oldskool-Szenario. Eine Bestellung, bei der man nichts falsch machen kann.

Äußerst knusprig gebraten ist das Genesis Cracktro von T.R.S.I., das den Terminator in Wort, Bild und Musik gelungen inszeniert. Die Zähne beißt man sich jedoch nicht an diesem schmackhaften Stück aus, dafür bietet es zu viele schöne Szenen. Dass ein Cracktro jedoch inzwischen satte 6MB groß sein darf, grenzt fast schon an Vergewaltigung des Mythos des Crack-Intros. Uns war's egal, uns hat's gemundet!
Ganz und gar nicht zufrieden waren wir hingegen mit dem Gericht Nr.1, welches die höchste Auszeichnung bei der Numerica Artparty #2 erhielt. The Orange Guy ist eine weitere Newcomer-Demo, die zwar gute Musik und ein paar nette Ideen enthält, außerhalb der wenigen Scherenschnitt-ähnlichen Szenen kaum zu gefallen weiß.

Realtime-Raytracing in 11 Kilobyte: Raytro
Der Nachtisch

Der Bauch ist gut gefüllt, doch für eine Kleinigkeit ist noch Platz. Zum Abschluss unseres perfekten Dinners wird es noch einmal richtig wild, mit der Wild-Demo L'expériment grande, ou qu'est-ce que le missing 5%? von United Force. Auf gewohnte Art und Weise mixen die Ungarn hier bekannte Zutaten ihrer älteren Kreationen, sprich: 3D-Szenen, bunte Explosionen, wilde Kameraschwenks und stets passende Musik. Da isst nicht nur das Auge mit, auch sonst werden alle Sinne gut stimuliert.
Wer jetzt immer noch nicht satt ist, dem legen wir noch die Invitation zur Numerica Artparty #2 ans Herz - ein Video, welches aufgrund seines ungewöhnlichen Looks und Willbe's faszinierenden Klängen immer mundet. Bon appétit!

 
 
zurück

 

Kommentare zum Thema
Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden.
Kommentar schreiben