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Spielkultur | Special | 4Sceners

08.12.12, 23:27 Uhr, Bobic

Schon die Invitation-Demo zur ungarischen Experience 2012, die kurz und schmerzlos einfach mit X bezeichnet wurde, hatte unseren Hunger nach frischer Demokost angeregt. Dass allerdings bei dieser Demoshow solch hochkarätige Werke veröffentlicht werden, damit hatte niemand gerechnet. Vor allem Crowngear und Ümlaüt Design katapultierten unsere Gefühlswelt mit ihrem Science-Fiction-Epos Signal Lost mitten hinaus ins Weltall und weckten dabei Erinnerungen an Ridley Scotts Film Prometheus. Neben diesem filmischen Meisterwerk stellen wir euch natürlich noch unsere anderen Lieblinge von der Experience 2012 vor.



Signal Lost / Crowngear & Ümlaüt Design (1st at Experience 2012)


Im Jahr 2012 war Ridley Scotts 'Prometheus' einer der ganz großen Science-Fiction-Streifen und sorgte für ein unvergessliches Kinoerlebnis. Im selben Jahr bringen uns Crowngear und Ümlaüt Design einen ganz in Echtzeit berechneten Computerfilm mit, der ebenfalls für begeisternden Jubel und intensive SciFi-Atmosphäre sorgt. Wir sprechen, genau wie Betasector und Gargaj, die beiden Mannen hinter diesem kolossalen Epos, bewusst von einem Film. Denn ihr 'Signal Lost' ist dramaturgisch exakt wie ein Film aufgebaut, setzt auf verschiedene Kamereinstellungen und hat eine zunächst unheilschwangere, bedrohliche Geräuschkulisse, die sich bei den Credits zum fulminanten, Terminator inspirierten, Bombast-Soundtrack wandelt. Vor allem aber erzählt es eine Geschichte. Wie in Prometheus, so erkundet auch hier eine Sonde ein befremdliches Höhlensystem. Auch der ein oder andere Raum wird früher oder später unter die Lupe genommen. Zuviel wollen wir aber nicht verraten, um nicht die Spannung zu vermiesen. Fakt ist aber, dass Signal Lost hervorragend aussieht, mit den tollsten Schattenspielen seit dem DOS-Klassiker 'The Fulcrum' aufwartet und die schönsten Figurenmodelle seit Plastics '195/95' beinhaltet. Crowngear und Ümlaüt Design klotzen hier aufs Extremste, denn neben der feinen 3D-Engine wissen die Texutren, Modelle und vor allem die Inszenierung zu gefallen. Definitiv der Spannendste Film, den die Demoszene in den letzten Jahren hervorgebracht hat.



Chocolate Cake / Industrial Revolutioners (2nd at Experience 2012)


Chocolate Cake mag eher wie ein hässliches Entlein anmuten, hat jedoch durchaus seine fesselnden Momente. Was anfangs als untexturiertes 2D-Experiment erscheint, spielt dem Auge des Betrachters so manch geschickten Streich. Etwa gleich zu Beginn, als der IR-Schriftzug auf freche Art und Weise auf den Titelschriftzug umschaltet. Auch im doch recht 'nackten' Tunnel ist dank beweglicher Teile viel Action geboten. Spätestens dann, wenn die Würfelkette mit den Greetings erscheint, und der sterile, weiße Look durch bunte Farbklekse Leben eingehaucht bekommt, weiß man die Schönheit des Schlichten zu schätzen. Und die schöne Trance-Musik trägt einen sowieso beschwingt bis zum letzten Pixel.



Scene Piste HU on kuusivuotias ja menee kouluun (Matolcsy day edition) / e107 Fan Club (5th at Experience 2012)


Achtung! Hier kommt ein ganz großes Spaßpaket! Während man sich zu Beginn noch verwundert die Augen reibt, was diese kunterbunten Kitschbilder und steinalten Kaleidoskop-Effekte sollen, fällt dem Kenner schon nach kurzer Zeit der Schleier von den Augen. Diese schnellen Wechsel, die Grafik- und Bildervielfalt, dieser völlig abgefahrene Hippie-Soundtrack - das kann nur Einer! Na klar, der Slyspy (United Force)! Zusammen mit ein paar Mitstreitern feiert das sechsjährige Bestehen des ungarischen Demoszeneportals Scene.hu. Da feiern wir kräftig mit, lassen uns von den coolen Klängen treiben und verlieren uns in einem Meer aus Farben und Bildern. Das ist Ganja-Power!



Gray Matter / TeVe (7th at Experience 2012)

Diese Demo hier ist eigentlich nur was für die absoluten Dubstepper unter uns. Gray Matter lebt nämlich in erster Linie von seinem Sound. Der wummert und wobbelt recht fett dahin, während die nüchternen Visuals mit ihren Grautönen, groben Pixeln und zumeist rechteckigen Objekten munter im Rhythmus zum Gepumpe zappeln. Weil das allerdings so gut aufeinander abgestimmt ist, kommt doch ein wenig VJ-Feeling auf. Nur für Fans!


 
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