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Counterstrike.de | Berichte | Counterstrike.de zum Amoklauf in Emsdetten

22.11.06, 16:20 Uhr, Marco

In den letzten Tagen überschlugen sich die Berichterstattungen zum Amoklauf in Emsdetten. Dabei wurden einige Unwahrheiten hinzugedichtet und unter anderem den Computerspielen eine Schuld oder Teilschuld in die Schuhe geschoben - mal wieder. Was ist dran an der suggerierten engen Verbindung des Spiels Counter-Strike und den Geschehnissen vom 20. November?

 

Kaum einen Tag nach dem abscheulichen Amoklauf, von dem wir uns bis auf das Äußerste distanzieren, von dem wir betroffen und schockiert sind, überschlagen sich die Berichterstattungen in allen TV-Sendern und Online-Portalen. Wir möchten allen Betroffenen unser tiefes Mitgefühl aussprechen und wünschen den Verletzten eine rasche und vollständige Genesung.

 

Was wir aber nicht akzeptieren können, ist die teilweise falsche und voreilige Berichterstattung, die manche Journalisten Recherche nennen. Es wird teilweise falsch oder vollkommen an den Haaren herbeigezogen berichtet. Wir wenden uns energisch gegen den Vorwurf, dass Computer- und Videospiele als Ursache für solche oder ähnliche Straftaten herhalten müssen und die eigentlichen gesamtgesellschaftlichen Probleme von Jugendlichen in der Familie, Schule oder Beruf zur Seite geschoben werden.

 

Vielmehr muss man sich die Frage stellen, wie ein 18-jähriger an Waffen, Munition und sogar Sprengstoff gelangen kann. Warum und weshalb wurden Hilferufe, gar Hilfeschreie eines damals 16/17-Jährigen in verschiedenen Internetforen, darunter ein psychologisches Beratungsforum, im Freundeskreis oder in der Schule ignoriert? Warum wurden diese offensichtlichen Signale über Jahre hinweg ignoriert ohne darauf entsprechend zu reagieren?

 
 

Neben einigen anderen Spielen wurde auch Counter-Strike als DAS Spiel genannt, mit dem sich Sebastian <Bastian> B., der sich im Internet unter dem Nicknamen ResistantX bewegte, mitunter am meisten Zeit verbracht haben soll. Das ist falsch. Hierzu ist zu sagen, dass Sebastian B. nach eigener Aussage kein Interesse an dem Spiel Counter-Strike hatte und kein CS gespielt hat.

 

Auf eine Fragestellung von ihm aus dem Februar 2006:

Februar 2006-11-21 02.02.2006, 19:04 Uhr - ResistantX
Tag, habe gemerkt das blood und fog nicht funktionieren in CounterStrike, meine aber das ich in einer früheren map schonmal Nebel hatte. Kann mir da jemand helfen?

Erwähnte er in einem weiteren Post:

03.02.2006, 14:45 Uhr - ResistantX
1. Heisst das nicht Plugin sondern Patch!
2. Spiele ich nicht CS, sondern mappe nur! (Natürlich teste ich sie in CS)
3. Ich will keine Blutfontänen o.ä. ich will Blut auf einem Bett!

Demnach war eine Verbindung zu CS nur dadurch entstanden, weil durch den relativ einfachen Mapeditor  Worldcraft (Hammer-Editor), welcher kostenlos im Internet erhältlich ist, Landschaften (Karten = Maps genannt) erstellt werden können. CS wurde lediglich dazu gestartet, um die Maps auf Ladetauglichkeit zu prüfen.

 
 

Einigen voreiligen Pressemitteilungen zufolge soll Sebastian B. die Schule, in welcher der Amoklauf stattgefunden hat, originalgetreu nachgebaut haben und sich anhand dieses Nachbaus auf die Tat vorbereitet haben - auch das ist falsch.

Hierzu ist zu sagen, dass Sebastian B. diese Schule NICHT nachgebaut hat und sich demnach auch nicht durch Counter-Strike und/oder der Schulmap auf seine Straftat vorbereiten konnte. Die existierende Schulmap mit dem Namen cs_gss wurde von einem anderen Mapper mit dem Namen "Schlossherr" angefertigt und bezieht sich auf die namensgleiche  Geschwister Scholl Schule in Melsungen. Fertigungsdatum der Map war im Jahr 2000.

16.09.2000, 18:31 Uhr - Schlossherr
Hi Leute,
dann mach ich einfach mal den Anfang mit meiner ersten und bisher einzigen Map. Wie wahrscheinlich viele hab ich als Objekt meine gute alte Schule augewählt und nachgebaut. Leider sind die r_speeds zieeeeeeeemlich hoch, wenn man draußen rumrennt, weil das Gelände einfach ziemlich groß und unbebaut ist, bis auf die Schule an sich. Und ich wollte auch "möglichst" am Original bleiben und keine zusätzlichen Sichtblockaden einbauen. Naja, wie gesagt, erster Versuch. Eure Meinung würde mich aber trotzdem interessieren.

Die Schule kann auch betreten werden, darin aber nur wenige Räume, die ich in einer neuen Version noch markieren muß. Die großen Flügeltüren reagieren mit Absicht so wie sie es tun *g*.
Viel Spaß, Schlossherr

 
Ergänzung: Inzwischen ist tatsächlich eine Counter-Strike Map der Geschwister-Scholl-Schule in Emsdetten aufgetaucht, die vermutlich von Bastian B. entwickelt wurde. In "Stern TV" waren am Abend des 22. November Szenen aus dem virtuellen Nachbau der Schule zu sehen. Die Map liegt Counterstrike.de nicht vor und kann nicht auf Echtheit überprüft werden.
 
 

Laut Pressemitteilungen, war  Counterstrike.de eine der Hauptanlaufstellen für ResistantX und fester Teil der CS-Community. Hierzu muss man feststellen, dass vom besagten Täter weder ein Thread, noch ein Post erstellt wurde und er demnach kein Bestandteil der CS Community auf  Counterstrike.de war.

In den Serverlogaufzeichnungen unserer  Gameserver befinden sich bis zum Jahr 2002 keine Einträge über den Nicknamen ResistantX. Die Aufzeichnung umfasst ca. 3,5 Millionen Nicknamen, welche jemals von einem Spieler auf unseren Public-Servern verwendet wurde.

 
 

Wie Journalisten berichten, einige Politiker und Psychologen mitteilen, soll der Täter mit dem Spiel Counter-Strike das Zielen und Töten erlernt haben. Hierzu muss man ganz klar feststellen, dass sich gerade Counter-Strike als ausgesprochener Taktik-Shooter hierfür in keinem Fall eignet. Das veraltete Counter-Strike 1.6, welches nach wie vor die meiste Beliebtheit in der CS-Community genießt, wird noch immer in der 99`er Version gespielt, welche alles andere als realitätsnah ist. Einzelkämpfertypen, welche meinen mit aggressiven Alleingängen die Runden für sich entscheiden zu können, werden das Spiel wegen Erfolglosigkeit schnell zur Seite legen. Taktik, Kommunikation und teambasierendes Verhalten stehen im Vordergrund und sind der Weg zum Ziel: Den Gewinn der Runde.

 
 

Wir fordern die Politiker auf, nicht erneut eine so genannte Killerspieldebatte mit faktisch falschen Gleichungen loszutreten und die sozialen oder psychologischen Probleme auf Spiele wie Counter-Strike zu schieben. Vielmehr müssen die Probleme am Kern, am gesellschaftlichen Versagen der Sozialsysteme und Schulen angegangen werden. Was wir brauchen sind mehr professionelle pädagogische Ansprechpartner für Jugendliche in den Schulen oder im Elternhaus, an die sich die Jugendlichen mit ihren Sorgen und Nöten wenden können.

 
Euer Counterstrike.de Team
 
 
Linksammlung:
Counterstrike.de: Wieder ist das Spiel der Sündenbock
Counterstrike.de: Emsdetten - erste Reaktionen
Counterstrike.de: Forendiskussion zum Amoklauf
Freenet.de: Gedenken in Emsdetten
N24.de: Der reale Tod in der virtuellen Welt
Stern.de: Erschrocken über solche Ausweglosigkeit
 

 

       
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