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In der koreanischen Profispielerszene geht schon seit geraumer Zeit der Weg zu leichten In-Ear-Kopfhörern. Bis jetzt mussten die Spieler allerdings immer ein zusätzliches Mikrofon anschliessen und nutzen. Mit dem Vire stösst der Hamburger Hersteller Roccat in diese Lücke vor und präsentiert mit seiner In-Ear- plus Mikrofon-Kombination das kleinste und leichteste derzeit auf dem Markt verfügbare Gaming-Headset. Die Vorteile dieser Lösung liegen klar auf der Hand. Zum einen gestaltet sich der Transport des Headsets zur Lan wesentlich einfacher, zum anderen sehen die Spieler bei Veranstaltungen nicht mehr aus, wie die Vorstände des Mickey-Mouse-Fanclubs bei ihrer letzten Jahreshauptversammlung. |
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Mag diese optische Komponente in Europa noch vernachlässigbar sein, so zählt dieses Argument für die mit Kuscheltieren beworfenen Stracraft-Heroen in Südkorea durchaus. Mit dem Gedanken im Hinterkopf Tixo & Co bei den nächsten Finals mit Hab-dich-lieb-Bärchis zu bewerfen betrachten wir schmunzelnd die kleine Verpackung. Eine kleine Klappe und ein Plastiksichtfenster ermöglichen uns einen ersten Blick auf den Testkandidaten. In der Verpackung selbst befindet sich das mit einem 3,5 mm Klinkenstecker ausgestattete Vire, welches man damit an diverse Geräte wie zum Beispiel MP3-Player, das I-Phone, den Blackberry oder sogar die Sony PSP anschliessen kann. Hinzu kommen zwei Adapter für den Anschluss an Laptop und PC. |
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Diese unterscheiden sich lediglich durch ihre Kabellänge. Während der Adapter für den Anschluss an den PC eine Länge von 130cm hat und damit die verfügbare Kabellänge auf 250cm erhöht, ist der Adapter für Notebooks gerade einmal 1,7cm lang und verhindert unnötigen Kabelsalat am tragbaren Rechenknecht. Das Kunststoffkabel ist dünn und sehr geschmeidig. Nach dem Einstecken der Klinkenstecker in die entsprechenden Anschlüsse präsentiert sich das Sonar Vire sofort einsatzbereit. Mit dem Gedanken an fliegende Teddybären stopfen wir uns die beiden gummierten Kopfhörer in unsere Gehörgänge. |
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Dank des geringen Gewichts von gerade einmal 15 Gramm bemerkt man das Vire schon nach wenigen Trageminuten fast nicht mehr. Aufgrund der gummierten Oberfläche und sauberer Verarbeitung kann man den Tragekomfort auch nach längerer Zeit durchaus als bequem bezeichnen. Bei einem ersten Test in den gängigen Kommunikationsprogrammen Teamspeak und Skype zeigt sich, dass das am Kabel des linken Ohrhörers angebrachte Mikrofon zwar eine sehr gute Aufnahme- und Ausgabequalität besitzt, aber wegen seiner Positionierung auch einige Umgebungsgeräusche durch den Äther weiterleitet. |
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Für den Gesprächspartner klingt man so etwas "weiter weg" als es bei konventionell gestalteten Gaming-Headsets der Fall ist. Die Verarbeitung aller Komponenten sowie der mitgelieferten Tasche ist vorbildlich. Auch in Sachen Hygiene punktet das Vire, da es sich sehr leicht reinigen lässt und keine unerreichbaren Schmutz-Reservoirs hat. |
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| Mit dem Roccat Vire präsentieren die Hamburger eine neue Freiheit für den Spielerkopf. In Sachen Klang und Verarbeitung schiesst das Leichtgewicht in den Spitzenbereich der Gaming Headsets. Leider bremsen fehlende Ausstattungsmerkmale wie eine integrierte Lautstärkeregelung und eine vor allem für Spieler wichtige Mikrofon-Stummschaltung den Höhenflug. Hier sollte man sich in Hamburg noch einmal zusammensetzen und eine Lösungsmöglichkeit suchen. Für ein Stereo-Headset ist die Gegnerortung sehr gut und auch beim Hören von Musik stellt sich sehr schnell ein "Mittendrin-Gefühl" ein. Dank der Adapterlösung hat Roccat hier ein Headset entwickelt, welches man auch abseits des Spielbetriebes variabel nutzen kann. Angesichts der gebotenen Qualitäten ist das Vire vor allem im mobilen Betrieb eine durchaus überlegenswerte Alternative zu den bisher üblichen Gaming-Headsets.
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