Soundtrack-Tipp: Assassin's Creed Symphony - Special

 

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Sonstiges
Entwickler: 4Players
Publisher: 4Players
Release:
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Spielinfo Bilder Videos
Das volle Programm

Nach dem einleitenden Medley ging es chronologisch weiter und jeder Serienteil wurde mit Auszügen aus den jeweiligen Soundtracks bedacht. Schön: Neben den großen Hauptspielen wurden auch die etwas kleineren Ableger wie Liberation und Rogue mit eigenen Stücken bedacht. Da neben Renderszenen vermehrt Original-Ausschnitte inklusive kleiner Dialogen aus den Spielen über die Leinwand flimmerten, wurden im Zusammenspiel mit der Musik nicht nur nostalgische Gefühle geweckt, sondern man bekam angesichts der zunehmend verbesserten Darstellung von Landschaften und Figuren auch den technischen Fortschritt vor Augen geführt.

Breites Spektrum

Die Soundtracks von Assassin‘s Creed mögen nicht über viele eingängige Themen oder Motive verfügen wie etwa Final Fantasy oder The Legend of Zelda. Trotzdem bildet die Musik ein überraschend breites Spektrum ab, das von leisen Klavierklängen mit Tremolo-Streichern (AC: Odyssey) über das orientalische Flair eines AC: Origins bis hin zu pompösen Arrangements mit dem vollen Orchester und Chor reicht. Am Ende des Medleys von AC: Revelations fühlte man sich angesichts von E-Gitarre und der Einbindung eines Drumsets sogar fast schon wie auf einem Rock-Konzert!

Die Musiker auf der Bühne haben einen tollen Job gemacht. Ein bisschen Moderation wäre aber noch schön gewesen.
Die Musiker auf der Bühne haben einen tollen Job gemacht. Ein bisschen Moderation wäre aber noch schön gewesen.
Die klangliche Vielfalt und Abwechslung mag auch der Tatsache geschuldet sein, dass im Laufe der Jahre zahlreiche Komponisten an den Soundtracks mitgewirkt haben. Zeichnete für die ersten Episoden noch das Branchen-Urgestein Jesper Kyd für die Musik verantwortlich, leisteten später auch prominente Namen wie Lorne Balfe, Brian Tyler, Austin Wintory, Sarah Schachner, Winifred Philipps, Elitsa Alexandrova, Chris Tilton, Ryan Amon und The Flight ihren Beitrag zur stilistischen Diversität.        

Entsprechend wurde bei der Assassin‘s Creed Symphony alles aufgefahren, was die Soundtracks der Reihe zu bieten haben: Die Darbietungen reichten von ruhigen Passagen zum Durchatmen über flotte Streicher-Ostinati und rhythmische Percussion-Soli bis hin harmonisch experimentellen Ansätzen  (AC: Syndicate) und schließlich zu wuchtigen Arrangements mit Gänsehaut-Garantie. Also genau richtig für eine Spielereihe, in der man ebenfalls vielfältig zu Werke geht – sei es das unauffällige Schleichen durch Menschenmengen, die hektische Flucht vor Verfolgern, der direkte Kampf oder das Ausschalten von Zielpersonen mit einem effektiven Attentat. 

Fazit

Die Bilder auf der Videoleinwand wurden teilweise taktgenau auf die Musik abgestimmt.
Die Bilder auf der Videoleinwand wurden teilweise taktgenau auf die Musik abgestimmt.
Trotz kleiner Probleme mit der Videotechnik war Assassin‘s Creed Symphony in Düsseldorf ein klang- und bildgewaltiges Konzerterlebnis mit wunderbaren sowie abwechslungsreich arrangierten Soundtrack-Medleys, die besonders Fans der Reihe ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Großes Lob gebührt dabei nicht nur der Komponisten-Riege und dem Musical Director Ivan Linn, sondern auch den Musikern und Sängern auf der Bühne, die mit ihren gefühlvollen Darbietungen die Grundvoraussetzungen für den Erfolg des gut zweistündige Programms schufen. Schön wäre allerdings noch eine Moderation durch den Abend gewesen, wie es z.B. bei den damaligen Spielemusik-Konzerten im Leipziger Gewandhaus zur Games Convention oder dem Jubiläums-Konzert zu The Legend of Zelda der Fall war.

Wer sich jetzt ärgert, weil er ebenfalls gerne das Konzert besucht hätte, aber den Termin verpasst hat, bekommt noch weitere Chancen: Am 8. November gastiert die Assassin‘s Creed Symphony in Berlin im Tempodrom und am 30. November erklingen die Soundtracks im Hallenstadion von Zürich. Für beide Veranstaltungen sind noch Karten bei den gängigen Anbietern erhältlich. Im kommenden Jahr stehen außerdem noch Konzerte in Großbritannien auf dem Programm.

Kommentare

Vengar68 schrieb am
Ich bin ein großer Fan der AC-Soundtracks. Allen voran in Teil 2 und Brotherhood wird die melancholische Stimmung fantastisch eingefangen, während man gemütlich über die Dächer klettert :D
Dodo00d schrieb am
AC hat schon viele tolle Tracks gehabt
wie AC2: Ezios Family
ACB Borgia theme
ACR Enough for one life Gänsehaut pur
ACR Nova Roma
AC 3 Main theme und Freedom Fighter
AC4 die Shanties, A merry life and a short one und Man of War
AC Origins Main theme und deren Version von Ezios family
Bin Soundtrack Sammler und die Ac OST haben alle eine überdurchschnittliche Qualität.
Hamurator schrieb am
Moderation muss kein Plus sein. Lieber keine Moderation bevor es jemand macht, der von Spielen und/oder Orchestermusik keine Ahnung hat.
Epaminondas schrieb am
Ich teile die Meinung meines Namensvetters leider überhaupt nicht.
Grundsätzlich haben die handelnden Personen ihren Job gut gemacht, sprich Orchester und Chor haben die Musik gut wiedergegeben. Allerdings war es auch nicht mehr als das bloße Abspielen existierender Soundtrackstücke aus den jeweils einzelnen Spielen. Interpretationen oder gar Mash-Ups wie man sie etwa von den Konzerten des WDR Rundfunkorchesters kennt, fehlten völlig.
Insofern hätte ich es persönlich schöner gefunden, wenn man nicht einfach alle Spiele der Reihe ihrer Veröffentlichung nach abspielt, sondern sich auf weniger konzentriert, dafür dann mehr eingängige Melodien. Syndicate bspw. hat meiner Meinung nach einen elendig belanglosen Soundtrack und man hätte diesen auch weglassen können.
Allerdings finde ich auch, dass ein wenig Moderation dem Abend gut getan hätte. Insofern fand ich alles etwas lieblos zusammengehämmert, dafür war es preislich allerdings auch noch moderat. Die Symphony of the Goddesses in der gleichen Halle war wesentlich teurer und dazu noch mit einer für meine Ohren hundsmiserablen Akustik versehen.
MK57 schrieb am
Die Soundtracks sind ebenso Epic wie die ganze Spielreihe ?
schrieb am