Pro Evolution Soccer 2016: Der große Fußballvergleich: PES 2016 vs. FIFA 16 - Special

 

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Der große Fußballvergleich: PES 2016 vs. FIFA 16

In drei Teilen werden wir den virtuellen Fußball
von Konami und EA vergleichen. Wir starten mit
Präsentation & Atmosphäre, es folgen Figurenverhalten
sowie Umfang und wir finalisieren den Vergleich
mit der wichtigen Spielmechanik.

Zwischenergebnis Teil 1:
19
    21



Teil 2: FIGURENVERHALTEN & UMFANG (PES : FIFA)
Gegner-KI
War es in PES 2015 noch viel zu leicht gegen den Computer zu gewinnen, wird man in PES 2016 ab der vierten und fünften Stufe endlich wieder gefordert. Zudem wirkt der Spielaufbau der KI angenehm natürlich, inklusive "menschlicher" Fehler. Hinzu kommen emotionale Schlussphasen in Pokalspielen samt Zeitspiel an der Eckfahne. Auch FIFA 16 bietet sechs Schwierigkeitsgrade, die ähnlich fordern. Die Gegner spielen etwas mechanischer ihre Taktik durch, aber passen sich gut an den Spielstand an und lassen entweder den Ball laufen oder schalten bei Rückstand auf Offensive.

Offensiv-KI
Die Laufwege in die Spitze sind eine große Stärke von PES: Die Stürmer lauern auf Höhe der Viererkette, kreuzen bei flexibler Taktik und stoßen so gut in die Spitze, dass man toll in die Lücke spielen kann. FIFA 16 bietet zwar das komfortablere manuelle Schicken des Stürmers über L1, aber hier bieten sich seltener diese angesetzten Sprints und variablen Anspielstationen in der Tiefe.

Defensiv-KI
Sowohl PES als auch FIFA haben hier zugelegt: In beiden Spielen antizipieren auch die Innenverteidiger richtig gut, so dass sie schlechte Pässe über einen Schritt nach vorne abfangen oder Lücken in der Viererkette schließen. In FIFA 16 geht das so weit, dass die "tödlichen" hohen Pässe in die Spitze fast immer abgefangen werden.

Torwart-KI
PES hat hier trotz der Verbesserungen bei flachen Schüssen ein Problem, denn zu viele vermeintlich haltbare Bälle auf die kurze Ecke oder recht mittig platzierte Distanzschüsse landen im Netz; außerdem werden einige Bälle nach vorne abgeklatscht statt zur Seite. FIFA 16 hat unterm Strich die besseren Torhüter, die mehr Glanzparaden zeigen und die kurze Ecke dicht halten. Es nervt lediglich das automatische Rauslaufen sowie das häufige Rausfausten, onwohl man sicher fangen könnte.

Schiedsrichter-KI
Was offline zunächst den Spielfluss fördert, lädt auch zu sehr aggressivem Pressing ein und wird spätestens online zum Problem für PES 2016: Die Schiris pfeifen quasi englisch blutig, lassen zu viel laufen und selbst bei Grätschen von hinten gegen den vorm Tor freien Stürmer wird nur Gelb gezeigt. Zwar gibt es auch in FIFA 16 einige krasse Fehlentscheidungen, die Schiris pfeifen gelegentlich kleinlich, aber unterm Strich deutlich nachvollziehbarer.

Spielmodi offline
Nur die etwas dynamischere Meisterliga kann PES hier den Punkt sichern, aber auch ihr fehlt es an einer besseren Regie. Ganz schrecklich wird hingegen "Werde zur Legende" inszeniert, das sterile Langeweile verströmt. Zwar ist die Karriere in FIFA ebenfalls weit weg von der klasse Dramaturgie und Emotionalität eines NBA, aber sie bietet mehr Feedback und Trainingsoptionen, außerdem kann man als Spieler oder Manager loslegen. Die Ligen und Pokale werden in beiden Spielen statisch inszeniert.

Spielmodi online
Konami wollte letztes Jahr mit myClub dem Sammelkarten-Prinzip von EAs Ultimate Team nacheifern. Das klappte mehr schlecht als recht und dieser Modus wirkt auch dieses Jahr wie ein Mischmasch mit vielen abstrusen Zwängen hinsichtlich Training, Scouting & Co. Beide Publisher wollen hier mit Mikrotransaktionen Geld verdienen, dafür melkt EA die neue Cashcow "Draft", die zwar frisches Wettbewerbsflair einbringt, aber im Gegensatz zu Madden schon nach der ersten Serie mit virtueller Währung bezahlt werden muss - umgerechnet knapp drei Euro. Unterm Strich bekommt man online mit dem etwas besseren Ligen- & Pokalsystem sowie virtueller Bundesliga in FIFA 16 mehr geboten.

Lizenzen & Aktualität
Wenn man schon weniger Lizenzen hat, sollte man sie wenigstens mit aktuellen Kadern anbieten - selbst das bekam Konami noch Tage nach dem Start nicht hin, also blieb Schweinsteiger ein Münchner und De Bruyne ein Wolfsburger. PES bietet immerhin die UEFA Champions League sowie Euro League, aber Letztere ist angesichts der vielen fehlenden Vereine nicht mehr als Stückwerk. Mit nur drei Bundesligavereinen ist PES trotz südamerikanischer Ligen und Pokale hierzulande traditionell unterlegen, zumal FIFA nicht nur die erste und zweite Bundesliga anbietet, sondern auch aktuelle Nachrichten aus der Fußballwelt und die Spielerwerte wesentlich häufiger aktualisiert.

Training
Stillstand pur in PES: Man bekommt die nahezu identischen Übungen, kann wesentliche Bestandteile der Dribblings und Finten nicht gezielt üben und muss umständlich Befehlslisten studieren. Zwar muss man auch in FIFA für alle Funktionen eine Liste aufrufen und kann einzelne Tricks nicht im freien Training im 1-gegen-1 nachahmen, aber dafür sind die Skill-Trainings nicht nur neu, sondern deutlich umfangreicher und kreativer als bei der Konkurrenz. Und innerhalb dieser kann man dann auch die neuen Körpertäuschungen üben. Außerdem bietet FIFA für Einsteiger eine optionale Trainerfunktion in sechs Stufen, die Aktionen auf dem Platz einblendet.



Editor
Egal ob Gesichter, Frisuren oder Werte: In beiden Spielen kann man sich im Editor austoben, um eigene Profis zu erstellen. Nur in PES kann ich komplett neue Teams und Trikots en detail erstellen, aber mit diesen zeitaufwändig editierten Mannschaften darf man nicht mal online gegen Freunde kicken. Immerhin kann man in PES über den USB-Stick zumindest eigene Bilder von Logos und Trikots hochladen. FIFA bietet auch individuelle Möglichkeiten bis hin zu Accessoires, aber schade ist, dass man eigene Fangesänge nicht hochladen kann, was letztes Jahr auf PS3 und 360 noch möglich war.



Zwischenergebnis Teil 2:
 39
    50
Zwischenstand Teil 1 + Teil 2:
 58
    71

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