E-Sport: Sim-Racing und Corona - Special

 

Special: E-Sport (Sonstiges)

von Michael Krosta



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Verstappen passt bei F1 2019

Doch ein weiterer großer Name fehlt bisher bei den Virtual GPs: Max Verstappen – und das, obwohl der schnelle Niederländer regelmäßig als Sim-Racer unterwegs ist. Wie kommt es also, dass er ausgerechnet hier fehlt? Im Gespräch mit Ziggo.TV führt er nach Angaben von Autosport.com dazu ähnliche Argumente an wie Sebastian Vettel: "Nein, ich nehme da nicht teil. Vor allem deshalb, weil ich das Spiel noch nie gespielt habe. Das braucht Tage, bis ich das Spiel zumindest ein bisschen besser verstehe. Und damit will ich mich gerade nicht befassen. Ich bin auch genug mit anderen Rennspielen beschäftigt. Ständig zwischen all den Spielen hin- und herzuwechseln, das funktioniert für mich nicht. Hinzu kommt, dass ich immer Rennen fahre, um zu gewinnen. Ich werde da nicht irgendwo am Ende herumfahren wollen. Dann nehme ich lieber erst gar nicht teil", so der bekennende iRacing-Fan.

Generell sieht Verstappen das Sim-Racing als gute Möglichkeit, sich während der Auszeit "fit" zu halten: "Man fährt natürlich auch andere Fahrzeuge in diesen Online-Rennen. Das unterscheidet sich also schon von unseren normalen Rennaktivitäten. Aber es tut ja nicht weh und man bleibt fokussiert", so Verstappen weiter. "Und es ist echt schön, mit so vielen anderen Fahrern da draußen Rennen fahren zu können. Man muss sehr viel fahren, um beim Sim-Racing wettbewerbsfähig zu sein. Das Training ist wirklich wichtig. Und man muss ein paar Dinge über Setups und solchen Kram wissen."

Sim-Racing – nah an der Realität?

Allgemein gibt es einen gewissen Tenor, wonach das Sim-Racing aus der Masse an eSport-Aktivitäten durch seinen Parallelen zur Realität positiv hervorsticht. Zieht man z.B. professionelle eSportler von FIFA, NBA2K oder anderen Sportspielen heran, dürfte es recht unwahrscheinlich sein, dass sie ihre Kunststücke am Controller auch in die Realität übertragen können. Setzt man dagegen einen professionellen Sim-Racer hinter das Steuer eines realen Rennwagens, ist die Chance ungleich höher, dass er auch dort eine gute Figur macht, weil die Gemeinsamkeiten zwischen dem realen und virtuellen Sport schlichtweg größer sind. Zudem zeigen Profis wie Charles Leclerc, Max Verstappen und GT-Gewinner Igor Fraga, dass man in beiden Welten ein erfolgreicher und schneller Rennfahrer sein kann.

Die kostenpflichtige Plattform iRacing war schon vor der Corona-Krise dafür bekannt, den virtuellen mit dem realen Rennsport zu verbinden.
Die kostenpflichtige Plattform iRacing war schon vor der Corona-Krise dafür bekannt, den virtuellen mit dem realen Rennsport zu verbinden.
Lewis Hamilton ist zwar bekennender Gamer und hat im Rahmen seines Testimonials für Gran Turismo Sport auch an dem kostenpflichtigen Zeitfahren-DLC unter seinem Namen mitgewirkt, aber für ernsthaftes Sim-Racing kann er sich nicht begeistern, weil die Unterschiede zur Realität für ihn schlichtweg zu groß sind.

"Wenn du zu Hause den Simulator benutzt, bewegt sich der Sitz nicht", so Hamilton im Gespräch mit The-Race.com. "Dein Kopf sagt dir, dass sich das Auto bewegt, aber man spürt keine Hinweise auf diese Bewegungen. Man muss also quasi seine Gedanken überschreiben und ich möchte diesen Prozess nicht mitmachen. Dann sitzt du plötzlich wieder im echten Ding und es ist komplett anders. Persönlich finde ich für mich keinen Mehrwert oder sowas in diesen Simulations-Geschichten. Die tatsächlich spaßige, verspielte Seite gefällt mir, wenn man mit Freunden und anderen Leuten online spielt."

MotoGP ebenfalls mit Virtual Grand Prix

Termine für Virtual Grand Prix der MotoGP:

17. Mai - Virtual Race Misano

Übertragungen auf dem offiziellen Youtube-Kanal, der offiziellen Webseite oder beim TV-Sender Servus.tv.
Diesen Spaß wollen sich vermutlich auch Piloten anderer Rennserien bewahren, die derzeit nur virtuell um den Sieg kämpfen. Neben der Formel Eins, die zumindest noch bis zum angedachten Saison-Start Anfang Juli weiterhin regelmäßige Live-Events in F1 2019 ansetzen dürfte, gibt auch die MotoGP ordentlich Gas, um Motorsport-Fans mit Übertragungen des Rennspiels MotoGP 20 zu unterhalten. Auch dort tauschen reale Fahrer wie Marc Marquez (Repsol Honda Team) und Maverick Viñales (Monster Energy Yamaha MotoGP) den Sattel gegen einen Controller. Am kommenden Wochenende geht es wieder auf die Piste (17.05., ab 15 Uhr) – dieses Mal auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli. Übertragen werden die virtuellen Rennen der MotoGP auf dem offiziellen Youtube-Kanal zur Rennserie sowie im Fernsehen bei Servus.tv. Auch MotoGP-Superstar Valentino Rossi hat seine Teilnehme an dem Event angekündigt und wird zum Controller greifen.

Deutlich ruhiger präsentiert sich dagegen die WRC: Zwar gab es im April ein spezielles Event zur Rally Argentina, an dem auch WRC-Piloten verschiedener Klassen teilgenommen haben, doch seitdem ist es ruhig geworden und es scheint keine Ambitionen zu geben, abseits der offiziellen eSport-Liga weitere Events in dieser Art mit WRC 8 zu veranstalten – schade.

Kommentare

Khorneblume schrieb am
Welches Legends Event war es denn? Das wöchentliche Event vom offiziellen Spiel? Gerade die Legends Events bieten viele, sehr unterschiedlich schnelle Autos. Interessanter als die Position im Rennen wäre Vettels Ranglisten Platzierung. Habe diese Woche das Legends Event mit dem McLaren 2008 bestritten. Praktisch jedes andere Fahrzeug war massiv schneller. Gerade der Ferrari F2003 und F2010 führen in einer eigenen Liga. Im Rennen habe ich damit gerade Mal Platz5 raus geholt, lag aber in der wöchentlichen Gesamtliste weit vor allen anderen Rennen Teilnehmern. Das Spiel vergibt nämlich Punkte nach Gesamtzeit. Die optimale Zeit bzw Richtwert ist bei den Legends Autos Grund-verschieden.
TaLLa schrieb am
Tja, Fußball hat wieder angefangen, alles am Ende für esports.
schrieb am