Doom Eternal: Die wichtigsten Shooter der 90er - Special

 



Doom Eternal: Von Doom bis Quake 3: Arena
Die wichtigsten Shooter der 90er
Shooter
Entwickler: id Software
Publisher: Bethesda
Release:
20.03.2020
20.03.2020
13.12.1993
20.03.2020
2020
20.03.2020
Vorbestellen
ab 49,99€

ab 59,99€
Spielinfo Bilder Videos

Auch wenn der Shooter an Strahlkraft verloren hat, ist dieses Genre immer noch sehr populär. Klassiker wie Counter-Strike halten sich tapfer auf den Servern, Call of Duty und Battlefield sind Stammgäste in den Verkaufscharts, gerade sorgt Doom Eternal für ein Revival der puren Ballerei und Half-Life: Alyx grüßt in VR. Aber egal ob auf dem PC oder der Konsole: Sie alle sind Erben der glorreichen 90er Jahre, in denen dieses Genre geboren wurde. Wir stellen die zehn wichtigsten Ego-Shooter dieser Pionierzeit vor.



Wolfenstein 3D (1992, id Software)

Warum ist Wolfenstein 3D der Urvater der Ego-Shooter? Nicht etwa, weil er Feuergefechte in First-Person als Erster inszenierte. Denn diese technischen Wurzeln liegen weiter zurück in den 80ern. Und id Software selbst zeigte die Ich-Perspektive schon 1991 im Fantasy-Shooter Catacomb 3-D.

Aber John Carmack und John Romero demonstrierten hier den Wechsel von 2D zu 3D innerhalb einer bekannten Reihe: Die Topdown-Perspektive des Vorgängers Castle Wolfenstein verwandelte sich in eine dritte Dimension mit texturierten Wänden, in der man schnelle Action erlebte. Zwar bestanden die Gegner nur aus Sprites, Boden und Decke blieben grau und es gab nur eine Ebene. Aber dieser Ego-Shooter wurde als Shareware-Titel so richtig populär und verkaufte sich schon 1992 weltweit 100.000 mal.

Auch ohne Texturen auf Böden und Decken sorgte Wolfenstein 3D für Shooterspaß.
Auch ohne Texturen auf Böden und Decken sorgte Wolfenstein 3D für Shooterspaß.
Dazu trugen auch das Thema, die Brutalität sowie der schwarze Humor bei: In der Rolle des von Nazis gefangenen B.J. Blazkowicz ballerte man sich zunächst durch eine Burg. Der Zweite Weltkrieg wurde mit futuristischen Elementen gekreuzt, so dass Hitler fast wie ein Roboter aussah und alleine die Namen wie Dr. Otto Giftmacher oder General Fettgesicht sorgten für ein Schmunzeln. Man hatte zwar nur vier Waffen, aber es gab neben Medikits und Munition auch Schlüssel, Geheimgänge sowie Bosse. Lange Zeit durfte man Wolfenstein 3D trotz seiner antifaschistischen Story nicht in Deutschland spielen. Er wurde aufgrund verfassungsfeindlicher Symbolik sowie Gewaltverherrlichung beschlagnahmt, indiziert und kursierte als „Hundefelsen 4C“ getarnt oder unter den Ladentheken. Diese Zeit der Verbannung von Spielkultur ist aber seit 2019 endlich vorbei. Trotzdem werdet ihr in diesem Special einige immer noch indizierte Titel finden.

Doom (1993, id Software)

Schon ein Jahr nach Wolfenstein 3D erweiterte id Software das gerade geborene Genre mit Doom – und das sollte den Ego-Shooter so richtig in Fahrt bringen. In einer düsteren Science-Fiction-Welt konnten die Entwickler ihre Erfahrung ausspielen und die 3D-Technik erweitern: Es gab vertikale Verbindungen über Treppen und Fahrstühle, dazu schönere Texturen sowie Lichteffekte, eine bessere Tiefenwirkung und ein wesentlich komplexeres Leveldesign, das nicht mehr schachbrettartig auf eine Ebene beschränkt war.  Kurzum: Doom war grafisch eine Wucht.

wdeed
In Doom sah das Ganze schon kompletter aus - und wurde auch spielerisch bereichert.
Es war auch das erste Spiel, dass der bis dato fortschrittlicheren Demo-Szene technologisch Paroli bieten konnte. Zudem war das Artdesign mit seinen bizarren Kreaturen und Dämonen, die teilweise vom Zombie-Film Army of Darkness sowie vom Pen&Paper-Rollenspiel Dungeons & Dragons inspiriert waren, unheimlich markant.

id Software feuerte auch spielmechanisch aus allen Rohren: Als Space Marine hatte man es mit bösen Fallen, Schaltern, Keycards, Geheimgängen und deutlich mehr Waffen bis hin zu Raketenwerfer und Kettensäge zu tun, mit deren Vor- und Nachteilen hinsichtlich Schaden und Nachladezeiten man wunderbar experimentieren konnte - die Soundeffekte der Schrotflinte haben es sogar in den Rammstein-Song Herzeleid geschafft. Unterschiedliche Munition, Rüstungen sowie Items für kurzfristige Unsichtbarkeit bereicherten das Geballer mit Abenteuerflair, in dem man dunkle Areale beleuchten oder nur mit richtiger Ausrüstung oder akrobatischen Raketensprüngen in spezielle Zonen gelangen konnte.

Man versank also nicht nur knietief mit zig Kills in Leichen, sondern musste auch mal wie in einem Dungeon-Crawler nachdenken. Aber noch wichtiger für die Zukunft der Ego-Shooter war eine Premiere in der Multiplayer-Action: Man konnte die Kampagne von Doom kooperativ erleben und erstmals mit bis zu vier Leuten im Splitscreen oder über ein lokales Netzwerk gegeneinander in Arenen antreten; später auch online. Begriffe wie Deathmatch, Frag, Respawn & Co wurden mit diesem Ego-Shooter geboren. Und jetzt festhalten: id Software setzte auf Shareware und verteilte kostenlos die Demo von Doom, die nahezu ein Drittel des Spiels enthielt – freche Händler durften die übrigens verkaufen, aber sie hatten nicht die Vollversion. Wer das komplette Spiel wollte, musste es direkt bei den Entwicklern bestellen!

Kommentare

Chibiterasu schrieb am
Sehe da auch die grafische Überlegenheit nicht wirklich.
Unreal hat ein Jahr später dann sowieso alles weggeblasen. Aber gut, ein Jahr war damals lange was die Grafikentwicklung anging.
Marco_Achat schrieb am
Civarello hat geschrieben: ?
17.03.2020 12:54
Marco_Achat pGeht mir hat geschrieben:
17.03.2020 11:53
@Triadfish
Soweit korrekt; sag ich ja. ;-)
Wobei ich sagen muss, dass mir die PC-Titel / 1st-Person-Shooter aus der damaligen Zeit optisch besser gefallen, als zum Beispiel ein GoldenEye.
Selbst ein Doom spricht mich grafisch mehr an, als der N64-Agent.
Geht mir genauso. Wobei man aber natürlich sagen muss dass ein DooM zb. durch die ganzen Sourceports einen großen Vorteil hat. Aber auch abgesehen von der technischen ist der Classic-DooM-Stil um einiges besser gealtert als der Stil eines Goldeneye.
Bzgl. Goldeneye war damals technisch allen PC-Shootern voraus: Ich würde nicht behaupten wollen dass Goldeneye einem Quake so sehr überlegen war. Evtl. der ursprünglichen DOS-Version von 1996, aber einem GLQuake von Anfang 1997 ? Klar, Goldeneye hatte evtl. durch die N64-Hardware ein paar Tricks auf Lager die damals auf dem PC noch nicht gang und gäbe waren.......dafür konnte ein GLQuake in einer viel höheren Auflösung laufen, mit einer weitaus besseren Performance. Auch nicht zu übersehen der Fakt dass Quake ein weitaus schnelleres Spiel war als Goldeneye........Aber nichtsdestotrotz war das N64 für die damalige Zeit natürlich schon sehr stark......auch wenn diese Optik häufig durch eine geringe Sichtweite/ schlechte Performance erkauft wurde. Ich muss auch sagen dass mich damals ein Turok, wenige Monate vor Goldeneye etwas mehr beeindruckt hatte.

Ja, sehe ich ebenso.
Civarello schrieb am
Marco_Achat pGeht mir hat geschrieben:
17.03.2020 11:53
@Triadfish
Soweit korrekt; sag ich ja. ;-)
Wobei ich sagen muss, dass mir die PC-Titel / 1st-Person-Shooter aus der damaligen Zeit optisch besser gefallen, als zum Beispiel ein GoldenEye.
Selbst ein Doom spricht mich grafisch mehr an, als der N64-Agent.
Geht mir genauso. Wobei man aber natürlich sagen muss dass ein DooM zb. durch die ganzen Sourceports einen großen Vorteil hat. Aber auch abgesehen von der technischen ist der Classic-DooM-Stil um einiges besser gealtert als der Stil eines Goldeneye.
Bzgl. Goldeneye war damals technisch allen PC-Shootern voraus: Ich würde nicht behaupten wollen dass Goldeneye einem Quake so sehr überlegen war. Evtl. der ursprünglichen DOS-Version von 1996, aber einem GLQuake von Anfang 1997 ? Klar, Goldeneye hatte evtl. durch die N64-Hardware ein paar Tricks auf Lager die damals auf dem PC noch nicht gang und gäbe waren.......dafür konnte ein GLQuake in einer viel höheren Auflösung laufen, mit einer weitaus besseren Performance. Auch nicht zu übersehen der Fakt dass Quake ein weitaus schnelleres Spiel war als Goldeneye........Aber nichtsdestotrotz war das N64 für die damalige Zeit natürlich schon sehr stark......auch wenn diese Optik häufig durch eine geringe Sichtweite/ schlechte Performance erkauft wurde. Ich muss auch sagen dass mich damals ein Turok, wenige Monate vor Goldeneye etwas mehr beeindruckt hatte.
Marco_Achat schrieb am
@Triadfish
Soweit korrekt; sag ich ja. ;-)
Wobei ich sagen muss, dass mir die PC-Titel / 1st-Person-Shooter aus der damaligen Zeit optisch besser gefallen, als zum Beispiel ein GoldenEye.
Selbst ein Doom spricht mich grafisch mehr an, als der N64-Agent.
Triadfish schrieb am
ddd1308 hat geschrieben: ?
13.03.2020 16:32
Gute Liste, hätte eventuell noch wie schon erwähnt der Duke rein können und zudem noch Halo, das meines Wissens nach das Steuerungsschema für Shooter auf Konsolen wie wir es heute kennen erst richtig salonfähig gemacht hat.
Weder Halo noch das zuvor erwähnte Battlefield 1942 wurden in den 90ern veröffentlicht. Duke 3D hätte aber wirklich einen Platz verdient.
Marco_Achat hat geschrieben: ?
17.03.2020 11:20
Wie immer ein sehr interresantes, gut ausgearbeitetes Special.
Erschreckend, wie (aus heutiger Sicht) Titel wie beispielsweise GoldenEye aussehen. :-D - Damals war es halt eine Wucht und wurde von uns abgefeiert...
Das Spiel ist von '97. Damals war es grafisch der Hammer, da konnten selbst PC Shooter nicht mithalten.
schrieb am

Angebote

Billiger.de Angebotshinweise:

Preise können jetzt höher sein.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der angegebene Preis seit der letzten Aktualisierung gestiegen sein kann, da eine Echtzeit-Aktualisierung der vorstehend angegebenen Preise technisch nicht immer möglich ist.

Der maßgebliche Verkaufspreis ist derjenige, welcher zum Zeitpunkt des Kaufs auf der Webseite des Verkäufer-Shops ausgewiesen wurde.

Doom Eternal
Ab 49.99€
Jetzt kaufen