Resident Evil Village: Der große Grafikvergleich - Special

 

Special: Resident Evil Village (Action-Adventure)

von Marcel Kleffmann



Entwickler:
Publisher: Capcom
Release:
07.05.2021
07.05.2021
07.05.2021
07.05.2021
07.05.2021
07.05.2021
Jetzt kaufen
ab 49,79€

ab 44,99€
Spielinfo Bilder Videos
PlayStation 5, Xbox Series X und PC

Auch auf PlayStation 5 und Xbox Series X/S hat man die Wahl zwischen zwei Grafikmodi. Auf den beiden aktuell leistungsstärksten Konsolen darf es in 4K HDR mit 60 fps oder 4K HDR mit 45 fps bei aktiviertem Raytracing gespielt werden. Die 60 fps ohne Raytracing schaffen beide Konsolen laut Digital Foundry und VG Tech nahezu die gesamte Zeit, wobei auf allen Konsolen eine Upscaling-Methode zum Einsatz kommt, die an Checkerboarding erinnert und kaum auffällt. Es läuft also nicht dauerhaft nativ in 4K. Setzt man auf Raytracing, sinkt die Bildwiederholrate bei aufwändigen Szenen ab - wie zu erwarten war. Die Series X hat bei Raytracing leicht die Nase vor, während die PlayStation 5 mit etwas schnelleren Ladezeiten punktet bzw. im Gegensatz zur Xbox Series X gar keine Ladebildschirme hat. Die Xbox Series S schafft 1440p HDR und 60 fps, obwohl bei den Spezifikationen von Capcom nur von 45 fps die Rede ist. Aktiviert man Raytracing auf dieser Konsole sollen 30 fps das Ziel sein, aber hier leidet die Bildwiederholrate laut Digital Foundry und VG Tech zu stark. Im Gegensatz zur PC-Version kann man aber nicht jederzeit Raytracing an- und ausschalten, sondern muss diese Wahl im Hauptmenü treffen.

Grundsätzlich ist die Bildqualität auf PS5 und der Xbox Series herausragend. Viele Texturen sind knackscharf, die Charaktere wirken sehr komplex gestaltet und die Beleuchtung ist vorbildlich - gerade das Schloss ist ein grafischer Leckerbissen. Dennoch gibt es auf beiden Konsolen immer wieder kleinere Auffälligkeiten: Sowohl auf PS5 und Xbox Series X stören sichtbare Level-of-Details-Sprünge und zu spät eingeblendete Texturschichten. Auch die Schattendarstellung ist nicht immer gut aufgelöst. Einige mittig im Sichtfeld platzierte Texturen mit niedriger Ausflösung beeinträchtigen das Gesamtbild unnötigerweise, worauf wir später zusätzlich eingehen werden.

Lady Dimitrescu auf vier Plattformen. Abgesehen von der Schärfe fallen die Grafikqualitätsabstufunden vor allem bei der Halskette und den kleinen Gesichtsdetails auf.
Lady Dimitrescu auf vier Plattformen. Abgesehen von der Schärfe fallen die Grafikqualitätsabstufunden vor allem bei der Halskette und den kleinen Gesichtsdetails auf.
Die PC-Version legt noch eine Schippe drauf und sieht mit High-End-Hardware schärfer und besser aus, sogar die Level-of-Details-Macken sind kaum präsent. Gelegentlich sieht man aber auf Objekten punktförmige Abstufungen von Schatten, die an Dithering erinnern - zum Beispiel bei einer Vase im Schloss oder bei dem Schälchen auf dem Babyhochsitz. Natürlich hat die Grafikpracht ihren Preis und verlangt in 1440p mit maximalen Details und ohne Auflösungsskalierung stolze 12 GB Grafikspeicher, wobei nicht klar kommuniziert wird, ob Resident Evil Village den Speicher bloß reserviert oder tatsächlich nutzt.

So weit erstmal der Überblick über die verschiedenen Plattformen. Weiter geht es jetzt mit genaueren Betrachungen von Figurendesign, Texturen, Schärfentiefe und den Detailgrad.

Figurendesign

Die eindeutigsten Unterschiede erkennt man bei der Qualität der Texturen, der Komplexität der Beleuchtung und den Charakter-Modellen, wenn Xbox One und Xbox Series X verglichen werden. Während die Kleidung der Vampirlady auf der One einen passablen Eindruck hinterlässt, aber etwas Struktur vermissen lässt, ist es vor allem die prunkvolle Halskette, die einen Unterschied macht. So sind auf der Series X nicht nur mehr Details erkennbar, die Kette hebt sich auch besser von ihrer Haut ab, während die Gesichtshaut auf der Xbox One aufgrund fehlender Details, Poren und Grübchen stärker wie bei einer Schaufensterpuppe wirkt. Mit maximalen Grafik-Einstellungen auf dem PC ist die Charakter-Darstellung noch eine kleine Spur besser.

Mit der Schärfentiefe lassen sich unscharfe Texturen im Hintergrund gut verbergen. Das Bild stammt von einer Xbox One.
Mit der Schärfentiefe lassen sich unscharfe Texturen im Hintergrund gut verbergen. Das Bild stammt von einer Xbox One. Die fitzelige Vegetation liegt eher an der niedrigen Auflösung.
Es sind vor allem die Details der Kleidung, die Haare und die Gesichtshaut, bei denen auf älteren Plattformen gezielt Abstriche gemacht wurden. So bilden die Haare von Ethans Frau auf der Xbox One in der Einleitung eher einen zusammenhängen Block, während die Kleidungsstücke zu oft gewaschen und damit verwaschen wirken.

Schärfentiefe

Abgesehen davon, dass die Animationen der Charaktere von einer höheren Bildwiederholrate profitieren, schafft es Capcom, niedrig aufgelöste Texturen im Hintergrund durch die Nutzung von Tiefenschärfe (Depth of Field) auf nicht so leistungsstarken Geräten zu kaschieren - wie bei der Hexe aus dem Dorf. Durch diesen aus der Fotographie bekannten Nachbearbeitungseffekt wird die scharf dargestellte Figur klar vom Hintergrund abgehoben und dadurch Tiefe in der Szene erzeugt. So wird die Aufmerksamkeit des Spielers gelenkt - und praktischerweise qualitative Texturschwächen verborgen.
Resident Evil Village ab 44,99€ bei kaufen

Kommentare

SaperioN schrieb am
Onkel Picard hat geschrieben: ?13.05.2021 05:15 Der größte Dünnpfiff seit RE6. Plattformübergreifend!
Ich wette das ist Michael Krostas Zweitaccount :Pirat:
Skynet1982 schrieb am
Acne hat geschrieben: ?12.05.2021 17:28 Dafür das ihr das Spiel so übel bewertet habt bringt ihr ganz schön viele Artikel darüber.
Wie die Flagge im Wind, gelle? :-)
Algorithmen gepaart mit Barem für Klicks, guck dir an, wieviele Youtuber plötzlich Videos hochladen, in deren Titel "Resident Evil" vorkommt. Selbst bei völlig themenfremde Videos teilweise. ;)
Nerdkiller92 schrieb am
@Eintopfleiter
Nur kurz: die Erfahrungen deiner Frau sind löblich. Das kann an einer anderen Schule aber schon wieder ganz anders aussehen. Ich glaube auch, dass das Problem weniger in der Oberstufe zu finden ist, als in der schematischen Einteilung vin Haupt-, Mittel- und Gymnasialbildung nach der 4. Klasse. Um es kurz zu machen: es gibt viele Studien der Bildungswissenschaft, die auf soziales und berufliches Prestige und der Einschätzung des Bildungsgrades der Kinder durch Lehrpersonen verweisen. Kinder aus sozial schwächeren Familien wird der erweiterte Bildungsweg ganz einfach gesprochen weniger zugetraut, als Kindern aus besser gestellten Familien - auch wenn auf dem Papier die reinen Leistungsdaten gleich sind. Ebenso ist es erwiesen, dass wenn man ständig runtergemacht/gelobt wird, man sich diesem Schema anpasst. Das ist dann so ein bisschen selbsterfüllende Prophezeihung. Freilich gibt es harte Fakten in Hinsicht des Wissensvermögens und des Bildungshorizontes sowie ambitionierte Lehrkräfte und Schulen. Das möchte ich keinesfalls in Abred stellen. Das Schulsystem neigt trotzdem eher dazu Ungleichheit zu reproduzieren. Das stellt sogar die OECD nicht in Abrede sondern stützt diese Vermutung. Schwieriges Thema und zurecht von dir als offtopic beschrieben.
Edit: Worum es mir geht: Objektivitätsdenken von Handlungen, Werken und Noten mag oft zweckdienlich sein, allerdings verstellt es oft auch den Blick auf individuelle Qualitäten und Eigenheiten. Man sollte nicht beliebig in der Herangehensweise sein, aber dem übermäßige Macht zuzugestehen als dem des Zweckverhältnisses erscheint mir falsch. Es ist ein Instrumentarium. Dieses verhält sich eben nur so, wie es geeicht wurde. Im Zweifelsfall führt es dazu, dass man sich keine Gedanken mehr um den eigentlichen Sachverhalt macht. Deshalb ist dein Tipp, die Bewertung im Zweifel auszustellen auch sinnvoll.
Zum Thema:
Also ich habe mit der Bewertungsgrundlage und der Endwertung weniger bis kein Problem. Ich kann die...
EintopfLeiter schrieb am
Spoiler
Show
Nerdkiller92 hat geschrieben: ?13.05.2021 11:11
EintopfLeiter hat geschrieben: ?13.05.2021 10:51
Ploksitural hat geschrieben: ?13.05.2021 09:57
wenn alle anderen Lehrer oder die große Mehrheit einem eine "sehr gut" oder "gut" für die gleiche erbrachte Leistung geben würden, dann könnte man eventuell unter Umständen vielleicht davon ausgehen. :D ;)

...mit dem Unterschied, dass Noten nach Klassenarbeiten oder in Zeugnissen aber nicht subjektiv sind, das Empfinden über ein Videospiel schon. Ein besseres Beispiel wäre:
10 Leute holen sich die neue Ritter-Sport-Knusper-Tortilla-Chips, neun davon sind begeistert und bewerten ekstatisch mit Bestnoten, einer wiederum sagt: Schmeckt mir, hab ich aber schon Besseres gegessen und vergibt ein Befriedigend.
Bedeutet das jetzt, das er die Schokolade hasst? Hat er denn unrecht?
4Players bewertet subjektiv. Das ist deren klar dargelegte Wertungsphilosophie. Wenn jetzt der Weg zur Note gut, schlüssig und nachvollziehbar niedergeschrieben wurde, kann jeder für sich entscheiden, ob angesprochene Punkte ebenso störend empfunden werden könnten, oder eben auch nicht und der Test an sich ist gut und hilfreich, wie ich finde.
Für die (unnötige) Endnote geht es schließlich um persönliche Gewichtung der Einzelteile - die aufgeführten Negativpunkte haben andere Magazine ja ebenso kritisiert, wirkten aber weniger stark beeinflussend auf die Tester. Eigentlich ist es doch so einfach.
VG
Noten verschleiern ihre Subjektivität oftmals nur besser. Bei Mathematik mag das noch hinkommen. Bei Aufsätzen, künstlerischen Arbeiten, Sport etc. schwingt immer ein erhebliches Maß an Subjektivität mit. Man denke an Lehrer:innen mit schlechter Laune, die wegen einer vergessenen Hausaufgabe mal eben eine 6 eintragen und jegliche konstruktive Diskussion verweigern. Derartige Tendenzen treten besonders dann zutage, wenn es sich bei der Person um ein "Problemkind" handelt. Ich kenne das folgende Phänomen aus dem Kunstunterricht: ein und dieselbe...
EintopfLeiter schrieb am
Spoiler
Show
Ploksitural hat geschrieben: ?13.05.2021 11:06
EintopfLeiter hat geschrieben: ?13.05.2021 10:51
Ploksitural hat geschrieben: ?13.05.2021 09:57
wenn alle anderen Lehrer oder die große Mehrheit einem eine "sehr gut" oder "gut" für die gleiche erbrachte Leistung geben würden, dann könnte man eventuell unter Umständen vielleicht davon ausgehen. :D ;)

...mit dem Unterschied, dass Noten nach Klassenarbeiten oder in Zeugnissen aber nicht subjektiv sind, das Empfinden über ein Videospiel schon. Ein besseres Beispiel wäre:
10 Leute holen sich die neue Ritter-Sport-Knusper-Tortilla-Chips, neun davon sind begeistert und bewerten ekstatisch mit Bestnoten, einer wiederum sagt: Schmeckt mir, hab ich aber schon Besseres gegessen und vergibt ein Befriedigend.
Bedeutet das jetzt, das er die Schokolade hasst? Hat er denn unrecht?
4Players bewertet subjektiv. Das ist deren klar dargelegte Wertungsphilosophie. Wenn jetzt der Weg zur Note gut, schlüssig und nachvollziehbar niedergeschrieben wurde, kann jeder für sich entscheiden, ob angesprochene Punkte ebenso störend empfunden werden könnten, oder eben auch nicht und der Test an sich ist gut und hilfreich, wie ich finde.
Für die (unnötige) Endnote geht es schließlich um persönliche Gewichtung der Einzelteile - die aufgeführten Negativpunkte haben andere Magazine ja ebenso kritisiert, wirkten aber weniger stark beeinflussend auf die Tester. Eigentlich ist es doch so einfach.
VG
ich bezog mich lediglich auf das Geschriebene von dx1. ;) Dass Schulnoten nicht auch subjektiv sein können, das würde ich nicht unterschreiben. In einer Mathearbeit mag Objektivität gegeben sein, bzw. sollte sie sein, wenn es schon um sowas wie Mitarbeit geht wird es schon schwieriger, wird auch Subjektivität, Sympathie, Antipathie und Co. mit einfließen.
Ploksitural hat geschrieben: ?13.05.2021 11:06 ich bezog mich lediglich auf das Geschriebene von dx1. ;)
Na ich doch auch?
Zum Rest:
Sicherlich gibt es Lehrer, die einen Nasenfaktor in Ihre Benotungen...
schrieb am

Resident Evil Village
Ab 49.79€
Jetzt kaufen