Resident Evil Village: Der große Grafikvergleich - Special

 

Special: Resident Evil Village (Action-Adventure)

von Marcel Kleffmann



Entwickler:
Publisher: Capcom
Release:
07.05.2021
07.05.2021
07.05.2021
07.05.2021
07.05.2021
07.05.2021
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Level of Detail

Bei nahezu allen Versionen sieht man die dynamische Anpassung des Level-of-Detail (LoD) genannten Detailgrads bei der Arbeit. Hierbei wird die Qualität von Texturen oder die Komplexität eines Modells dynamisch erhöht, je näher die Spielfigur diesem Objekt kommt. Idealerweise erfolgt die "Scharfstellung" möglichst fließend, aber hier zeigen sich größere und kleinere Probleme auf allen Plattformen.

Betrachtet man den verschlossenen Eingang zu Schloss Dimitrescu auf der Xbox One, so wird die Scharfstellung und die höhere Detailstufe der Texturen erst ziemlich spät umgestellt. Die Steinfiguren zeigen ihre Oberflächendetails erst, wenn man ziemlich nach rangeht  Auf der Xbox Series X sind auch aus größerer Entfernung viel mehr Strukturen und Feinheiten zu erkennen. Im direkten Vergleich sind der Detailgrad und die Klarheit der Texturen beeindruckend hoch, obgleich auf der leistungsstärkeren Xbox auch einige Objekte (wie Schnee) unnötig plötzlich nachgeladen werden. Solche Mankos sieht man ebenfalls auf der PlayStation 4 Pro und der PlayStation 5. Lediglich auf dem PC fallen mit maximalen Grafikoptionen keine Detailgrad-Anpassungen in dieser Szene ins Auge.

Noch ein Schritt nach vorne und dann wird die Umgebung auf einmal komplexer und sichtbar detaillierter.
Level-of-Detail: Noch ein Schritt nach vorne und dann wird die Umgebung auf einmal komplexer und sichtbar detaillierter. Plattform: PlayStation 5.
Allerdings hat das Spiel an vielen anderen Stellen mit der Anpassung des Level-of-Details zu kämpfen, z.B. auf der PlayStation 5 in dieser Szene (siehe Screenshot rechts), in der Bäume, Felsen und die Schattierungen auffällig je nach Entfernung verändert werden, was in der Form auf einer so leistungsfähigkeiten Konsole nicht passieren dürfte, denn wirklich aufwändig ist die Szene nicht. Auf Stadia ist es meist noch viel schlimmer.

Noch mehr Texturen

Vor dem ersten Treffen mit den drei Hexen und der mindestens genauso beliebten wie großen Vampirlady erkennt man zwischen Xbox One und Xbox Series X einen klaren Unterschied bei der Texturqualität an der Tür, aber auch die Beleuchtung der leider recht unscharfen Schrift ist anders (siehe Screenshot unten). So ist der Schriftzug auf der Series X wesentlich glänzender und besser beleuchtet. Diese Hervorhebung fehlt auf der Xbox One. Weswegen sich die Designer bei Capcom dafür entschieden haben, dass die wichtigste Textur in der Mitte des Blickfeldes so unscharf sein muss, während alles drumherum knackscharf ist und sogar mit plastisch wirkenden Gravuren versehen wurde, ist irgendwie seltsam - wobei sich diese Unschärfe durch die meisten Schriften im Spiel durchzieht. Dennoch starrt man in Resident Evil Village nicht so häufig auf unscharfe Texturen im Nahbereich im Vergleich zu RE7, trotzdem hätte man das vermeiden können.

Die unscharfe Schrifttafel in der Mitte passt nicht wirklich zu den scharfen Texturen drumherum. Bildquelle: Xbox Series X.
Die unscharfe Schrifttafel in der Mitte passt nicht wirklich zu den scharfen Texturen drumherum. Plattform: Xbox Series X.
Generell sind solche Qualitätsschwankungen bei den Texturen merkwürdig, denn die überwiegende Mehrheit sind unheimlich hochauflösend und aufwändig - vor allem wenn man sich im prunkvollen Schloss umschaut, allein die Gemälde an den Wänden, die Speisen auf den Tischen oder die Verzierungen auf dem Geschirr. Hier hat das Art-Team bei Capcom richtig gute Arbeit geleistet. Auch das physikalisch basierte Rendering (PBR) als Technik zur Darstellung der Interaktion von Lichtstrahlen mit Oberflächen auf Basis einer Annäherung an die physikalischen Grundlagen des Ausgangsmaterials verleiht den Oberflächen im Spiel den richtigen Glanz und Look.

Allerdings ist es bedauerlich, dass der Großteil der Spielwelt ziemlich starr und interaktivlos ist. Hier und da flackert eine Kerze oder es schwanken Äste im Wand. Selbst die Vorhänge im Schloss wirken wie festgefroren, weswegen viele Schauplätze wie ein vorgerendertes Bild oder ein Stillleben aussehen. Die niedrige Anzahl an benutzbaren oder zerstörbaren Objekten unterstreicht diesen Eindruck zusätzlich. Was außerdem bei allen Versionen von Resident Evil Village fehlt, ist die Möglichkeit das Sichtfeld (Field of View) anzupassen - außer man nutzt inoffizielle Methoden auf PC. Immerhin kann man bei der Kamera das Schwanken ein- und ausstellen - und damit gegen Motion Sickness kämpfen.
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Kommentare

SaperioN schrieb am
Onkel Picard hat geschrieben: ?13.05.2021 05:15 Der größte Dünnpfiff seit RE6. Plattformübergreifend!
Ich wette das ist Michael Krostas Zweitaccount :Pirat:
Skynet1982 schrieb am
Acne hat geschrieben: ?12.05.2021 17:28 Dafür das ihr das Spiel so übel bewertet habt bringt ihr ganz schön viele Artikel darüber.
Wie die Flagge im Wind, gelle? :-)
Algorithmen gepaart mit Barem für Klicks, guck dir an, wieviele Youtuber plötzlich Videos hochladen, in deren Titel "Resident Evil" vorkommt. Selbst bei völlig themenfremde Videos teilweise. ;)
Nerdkiller92 schrieb am
@Eintopfleiter
Nur kurz: die Erfahrungen deiner Frau sind löblich. Das kann an einer anderen Schule aber schon wieder ganz anders aussehen. Ich glaube auch, dass das Problem weniger in der Oberstufe zu finden ist, als in der schematischen Einteilung vin Haupt-, Mittel- und Gymnasialbildung nach der 4. Klasse. Um es kurz zu machen: es gibt viele Studien der Bildungswissenschaft, die auf soziales und berufliches Prestige und der Einschätzung des Bildungsgrades der Kinder durch Lehrpersonen verweisen. Kinder aus sozial schwächeren Familien wird der erweiterte Bildungsweg ganz einfach gesprochen weniger zugetraut, als Kindern aus besser gestellten Familien - auch wenn auf dem Papier die reinen Leistungsdaten gleich sind. Ebenso ist es erwiesen, dass wenn man ständig runtergemacht/gelobt wird, man sich diesem Schema anpasst. Das ist dann so ein bisschen selbsterfüllende Prophezeihung. Freilich gibt es harte Fakten in Hinsicht des Wissensvermögens und des Bildungshorizontes sowie ambitionierte Lehrkräfte und Schulen. Das möchte ich keinesfalls in Abred stellen. Das Schulsystem neigt trotzdem eher dazu Ungleichheit zu reproduzieren. Das stellt sogar die OECD nicht in Abrede sondern stützt diese Vermutung. Schwieriges Thema und zurecht von dir als offtopic beschrieben.
Edit: Worum es mir geht: Objektivitätsdenken von Handlungen, Werken und Noten mag oft zweckdienlich sein, allerdings verstellt es oft auch den Blick auf individuelle Qualitäten und Eigenheiten. Man sollte nicht beliebig in der Herangehensweise sein, aber dem übermäßige Macht zuzugestehen als dem des Zweckverhältnisses erscheint mir falsch. Es ist ein Instrumentarium. Dieses verhält sich eben nur so, wie es geeicht wurde. Im Zweifelsfall führt es dazu, dass man sich keine Gedanken mehr um den eigentlichen Sachverhalt macht. Deshalb ist dein Tipp, die Bewertung im Zweifel auszustellen auch sinnvoll.
Zum Thema:
Also ich habe mit der Bewertungsgrundlage und der Endwertung weniger bis kein Problem. Ich kann die...
EintopfLeiter schrieb am
Spoiler
Show
Nerdkiller92 hat geschrieben: ?13.05.2021 11:11
EintopfLeiter hat geschrieben: ?13.05.2021 10:51
Ploksitural hat geschrieben: ?13.05.2021 09:57
wenn alle anderen Lehrer oder die große Mehrheit einem eine "sehr gut" oder "gut" für die gleiche erbrachte Leistung geben würden, dann könnte man eventuell unter Umständen vielleicht davon ausgehen. :D ;)

...mit dem Unterschied, dass Noten nach Klassenarbeiten oder in Zeugnissen aber nicht subjektiv sind, das Empfinden über ein Videospiel schon. Ein besseres Beispiel wäre:
10 Leute holen sich die neue Ritter-Sport-Knusper-Tortilla-Chips, neun davon sind begeistert und bewerten ekstatisch mit Bestnoten, einer wiederum sagt: Schmeckt mir, hab ich aber schon Besseres gegessen und vergibt ein Befriedigend.
Bedeutet das jetzt, das er die Schokolade hasst? Hat er denn unrecht?
4Players bewertet subjektiv. Das ist deren klar dargelegte Wertungsphilosophie. Wenn jetzt der Weg zur Note gut, schlüssig und nachvollziehbar niedergeschrieben wurde, kann jeder für sich entscheiden, ob angesprochene Punkte ebenso störend empfunden werden könnten, oder eben auch nicht und der Test an sich ist gut und hilfreich, wie ich finde.
Für die (unnötige) Endnote geht es schließlich um persönliche Gewichtung der Einzelteile - die aufgeführten Negativpunkte haben andere Magazine ja ebenso kritisiert, wirkten aber weniger stark beeinflussend auf die Tester. Eigentlich ist es doch so einfach.
VG
Noten verschleiern ihre Subjektivität oftmals nur besser. Bei Mathematik mag das noch hinkommen. Bei Aufsätzen, künstlerischen Arbeiten, Sport etc. schwingt immer ein erhebliches Maß an Subjektivität mit. Man denke an Lehrer:innen mit schlechter Laune, die wegen einer vergessenen Hausaufgabe mal eben eine 6 eintragen und jegliche konstruktive Diskussion verweigern. Derartige Tendenzen treten besonders dann zutage, wenn es sich bei der Person um ein "Problemkind" handelt. Ich kenne das folgende Phänomen aus dem Kunstunterricht: ein und dieselbe...
EintopfLeiter schrieb am
Spoiler
Show
Ploksitural hat geschrieben: ?13.05.2021 11:06
EintopfLeiter hat geschrieben: ?13.05.2021 10:51
Ploksitural hat geschrieben: ?13.05.2021 09:57
wenn alle anderen Lehrer oder die große Mehrheit einem eine "sehr gut" oder "gut" für die gleiche erbrachte Leistung geben würden, dann könnte man eventuell unter Umständen vielleicht davon ausgehen. :D ;)

...mit dem Unterschied, dass Noten nach Klassenarbeiten oder in Zeugnissen aber nicht subjektiv sind, das Empfinden über ein Videospiel schon. Ein besseres Beispiel wäre:
10 Leute holen sich die neue Ritter-Sport-Knusper-Tortilla-Chips, neun davon sind begeistert und bewerten ekstatisch mit Bestnoten, einer wiederum sagt: Schmeckt mir, hab ich aber schon Besseres gegessen und vergibt ein Befriedigend.
Bedeutet das jetzt, das er die Schokolade hasst? Hat er denn unrecht?
4Players bewertet subjektiv. Das ist deren klar dargelegte Wertungsphilosophie. Wenn jetzt der Weg zur Note gut, schlüssig und nachvollziehbar niedergeschrieben wurde, kann jeder für sich entscheiden, ob angesprochene Punkte ebenso störend empfunden werden könnten, oder eben auch nicht und der Test an sich ist gut und hilfreich, wie ich finde.
Für die (unnötige) Endnote geht es schließlich um persönliche Gewichtung der Einzelteile - die aufgeführten Negativpunkte haben andere Magazine ja ebenso kritisiert, wirkten aber weniger stark beeinflussend auf die Tester. Eigentlich ist es doch so einfach.
VG
ich bezog mich lediglich auf das Geschriebene von dx1. ;) Dass Schulnoten nicht auch subjektiv sein können, das würde ich nicht unterschreiben. In einer Mathearbeit mag Objektivität gegeben sein, bzw. sollte sie sein, wenn es schon um sowas wie Mitarbeit geht wird es schon schwieriger, wird auch Subjektivität, Sympathie, Antipathie und Co. mit einfließen.
Ploksitural hat geschrieben: ?13.05.2021 11:06 ich bezog mich lediglich auf das Geschriebene von dx1. ;)
Na ich doch auch?
Zum Rest:
Sicherlich gibt es Lehrer, die einen Nasenfaktor in Ihre Benotungen...
schrieb am

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