Diablo 2 Resurrected - Vorschau, Rollenspiel, PC

 

Vorschau: Diablo 2 Resurrected (Rollenspiel)

von Marcel Kleffmann



Diablo 2 Resurrected (Rollenspiel) von Blizzard Entertainment
Ein Klassiker in neuem Glanz
Release:
2021
2021
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2021
2021
2021
Spielinfo Bilder Videos

Nach dem vergeigten WarCraft 3: Reforged, das Blizzard Entertainment in Zwischenzeit wohl auf das Abstellgleis geschoben hat, da es seit August 2020 keine Neuigkeiten mehr zu den versprochenen Features gab, steht mit Diablo 2 Resurrected die nächste Überarbeitung eines legendären Klassikers in den Startlöchern. Wir haben die Neuauflage des Hack-&-Slays mehrere Stunden im technischen Alphatest auf dem PC angespielt und wurden positiv überrascht.



Neue Grafik, altes Spielgefühl

Diablo 2 Resurrected ist eine überaus aufwändige Mischung aus Remake und Remaster. Grafik, Sound und Technik wirken wie bei einem Remake. Das eigentliche Spielgeschehen wurde praktisch nicht angerührt, aber mit sinnvollen und optionalen Extras ergänzt, wobei hier noch Luft nach oben ist. Das Wichtigste zuerst: Diablo 2 Resurrected fühlt sich spielerisch wie Diablo 2 (2000) an - mitsamt manch hakeligen Momenten und dem vergleichsweise gemächlichen Spieltempo, wenn die Stamina-Leiste leer ist. Auch an der exzessiven Nutzung von Heiltränken und den eher aggressiv-doofen Gegnern hat sich nichts geändert. In Diablo 2 Resurrected sind auch die Inhalte von Diablo 2: Lord of Destruction (2001) enthalten und daher darf man gleich mit Druide oder Assassine auf Monsterjagd gehen, den fünften Akt erkunden und Runenworte bilden.

Erstklassige Kulisse

Im Prinzip verrichtet hinter der aktuellen 3D-Grafik-Engine das Originalspiel in der Version 1.14d seine Arbeit und deswegen kann man jederzeit zwischen der neuen 3D-Grafik und der 2D-Grafik des Klassikers umschalten.

Grafik-Vergleich im Kloster (Akt 1): Die Wandmalerei ist bei Diablo 2 Resurrected (oben) klarer zu erkennen. Außerdem findet man in der gesamten Umgebung mehr Details. Das Original (unten) war oftmals ziemlich leer und karg.
Grafik-Vergleich im Kloster (Akt 1): Die Wandmalerei ist bei Diablo 2 Resurrected (oben) klarer zu erkennen. Außerdem findet man in der gesamten Umgebung mehr Details. Das Original (unten) war oftmals ziemlich leer und karg.
Die Grafik-Unterschiede sind gewaltig. In Diablo 2 Resurrected kann man den ehemaligen Pixelbrei der Wandmalereien im Kloster des ersten Aktes klar und detailliert erkennen. Gleiches gilt für Inneneinrichtungen, Ausrüstungsdetails und Gegnermodelle. Vieles, was man sich beim Klassiker aufgrund der pixeligen Darstellung selbst ausmalen musste, wird nun klar und scharf dargestellt. Der Mehrwert ist enorm. Auch die Animationen hinterlassen einen wesentlich besseren Eindruck und wirken nicht mehr so ruckartig abgehackt. Apropos ruckartig. Die größte Verbesserung ist das wesentlich flüssigere und geschmeidigere Spielgefühl aufgrund der höheren Bildwiederholrate, schließlich lief das Original nur mit maximal 25 Bildern pro Sekunde. In der technischen Resurrected-Alpha lief das Spielgeschehen mit 60 Bildern pro Sekunde - ein spielerischer Unterschied wie Tag und Nacht. Die Resurrected-Auflösung kann bis auf 4K hochgeschraubt werden. Das Original wird maximal in 800x600 laufen - mit entsprechenden schwarzen Balken links und rechts auf Breitbild-Monitoren. Neu ist ebenfalls eine Zoom-Funktion, um die kantigen Gesichtszüge der Figuren besser sehen zu können.

Düster und blutig

So sollte Diablo 2 sein: finster und blutig.
So sollte Diablo 2 sein: finster und blutig.
Aufgrund des sehr düsteren Stils kommen die überarbeiteten Lichteffekte, vor allem bei Feuer oder Zaubern, sehr gut zur Geltung. Die finstere Optik ist zum Glück von den Resurrected-Entwicklern nicht angetastet worden. Bluteffekte, Gewaltdarstellung und okkulte Symbole sind wie im Original enthalten, fallen aber aufgrund der Klarheit und dem hohen Detailgrad viel stärker ins Auge. Wenn man häufig zwischen Original und Resurrected hin- und herschaltet fällt auf, dass die Gewaltdarstellung in der Neuauflage viel explitzer ist und überall mehr Blut klebt. Auch in den Dungeons ist es weiterhin verdammt finster ... und blutig. Diablo 3 hätte dieser düstere Stil ebenfalls gut gestanden, aber das ist ein anderes Thema.

Kommentare

manu! schrieb am
Bissi nachgelesen. Mit ner 8er Palatsch Party bekommt man tatsächlich 20 Auren. Krank. Nie drüber nachgedacht.
greenelve schrieb am
manu! hat geschrieben: ?18.04.2021 12:50 Was hat die Pala Aura mit der Steuerung zu tun?
....
Achso jetzt raffe ich, er meint wie man die drölfzig Auren aufm Pad gezielt umschaltet...tjoar...Schultertasten :P wieviele Tasten hat so ein Pad?
Ein wenig ausführlicher:
Diablo 2 Maus: Fertigkeiten werden auf linke / rechte Maustaste gelegt und dann per Klick aktiviert. Auren gehen nur auf rechte Maustaste und somit kann - da es nur eine rechte Maustaste gibt - jeweils nur eine Aura durch Fertigkeiten aktiv sein.
Gamepad: Fertigkeiten werden auf Tasten gelegt und direkt aktiviert. Siehe Diablo 3 und andere modernere Spiele. Somit könnte man Auren auf A, B, Y, X legen und vier gleichzeitig nutzen.
Und das wird nicht gehen. Dies wäre ein Eingriff in die Mechanik, nur eine Aura zu haben, in die Balance (Pala gleichzeitig mit Macht und Fana Aura) und ein deutlicher Vorteil mit Pad.
Verschiedene Auren durch Merc und Items zu haben ist etwas anderes. Diese muss man nicht auf eine Taste legen. Diese sind ständig aktiv.
ps: Hab in nem Video gesehen, es werden die vier Haupttasten sowie zwei Schultertasten für sechs Fertigkeiten genutzt. Hinzu kommt eine linke Schultertaste zum Umschalten (linke Schultertaste + A) für weitere sechs Slots. Dann noch Waffenwechsel, gut geeignet für Ancasten (Barbarschreie, Skelette usw.). Mit Maus, Tastatur gibt es eine feste Zahl zum Zuweisen von Fertigkeiten, unabhängig vom Waffenwechsel.
edit:
Man kann ich glaube bis zu 8 Auren gleichzeitig von der Party plus eben die Mercs bekommen.Aktiv von Items und Merc im Solo sollten es 4 sein.
Ein solo Pala mit Merc kann auf 9 Auren kommen. Rekord soll 10 sein, aber grad keine Ahnung wie oder auf welchem Char.
manu! schrieb am
Was hat die Pala Aura mit der Steuerung zu tun? Man kann ich glaube bis zu 8 Auren gleichzeitig von der Party plus eben die Mercs bekommen.Aktiv von Items und Merc im Solo sollten es 4 sein. Zwei vom Merc zB Macht und Meditation und Dornen plus Fana oder so. Da kann ich nix dran steuern.Entweder sind die angelegt oder eben nicht. Tauschen kann ich nur als Palatsch auf mir selbst. Da läuft aber Konzentration und eben Werkzeug werfen und keine Aura und die Rüsse is eher ne Enigma anstatt Bramble oder sowas.
Edit nochmal obendrauf, was mich so richtig stört is: es wird wohl keine BigBox geben. Sind die eigentlich total gestört....?!
Achso jetzt raffe ich, er meint wie man die drölfzig Auren aufm Pad gezielt umschaltet...tjoar...Schultertasten :P wieviele Tasten hat so ein Pad?
greenelve schrieb am
dende hat geschrieben: ?17.04.2021 23:21 Wie läuft das eigentlich mit den Palaauren und der Padsteuerung? Können dann mehr als eine aktiv sein?
Nein. Das müsste wie in D3 (Mantras vom Mönch) ablaufen und das Spiel schreibt dir vor, es kann nur eine Aura aktiv sein. Ich weiß es nicht genau, hab dazu noch nichts gesehen oder gelesen, aber so stell ich es mir vor, da es in D3 so gelöst wurde.
Malvero schrieb am
Schopenhauer hat geschrieben: ?15.04.2021 20:59 Das ist eine sonderbare Einstellung. Wenn etwas gut ist, ist es gut. Nur weil man es aus Trotz nicht erwirbt, obwohl man es eigentlich möchte, wird WC3R dadurch nicht besser. Man sollte gute Spiele unterstützen und nicht den Entwickler dafür "bestrafen", weil er mal Mist gebaut hat, insbesondere wenn das folgende Produkt wirklich überzeugend umgesetzt wurde. Ich kaufe ein Spiel nur deswegen, weil es mich interessiert und gut ist, und ganz bestimmt nicht, um meine Haltung gegenüber irgendeinem Entwickler zum Ausdruck zu bringen.
In dem Punkt sind wir dann einfach verschieden. Ich habe allerdings auch nicht alles komplett ausgeführt: "WarCraft 3: The Frozen Throne" ist für meine Jugend - ohne zu übertreiben - prägend gewesen; es war ein stetiger Begleiter in meiner Freizeit und ich habe in diesem Spiel und auch durch dieses Spiel vieles erlebt. Hätten sie die Basisversion unangetastet gelassen und "WC3: Reforged" wäre ein Standalone-Fail gewesen, wäre es eine Sache gewesen, die ich einfach hätte abtun können. Ein rund laufendes Spiel, das mir persönlich tatsächlich wichtig war, dann jedoch noch mal zur Baustelle zu machen, ist für mich persönlich vor dem erwähnten Hintergrund ganz bestimmt nicht einfach zu übergehen.
Rechnet man hierzu dann noch "Do you guys not have phones?" und die Blitzchung-Geschichte dazu, sehe ich ob meiner tiefgreifenden Enttäuschung über einen Entwickler/Publisher, dessen Games meine Jugend einst so sehr bereichert haben, keinen Anlass mehr dazu, das, was aus diesem Unternehmen geworden ist, weiterhin durch Käufe zu unterstützen. Blizzard hatten einst einen riesigen Vertrauensvorschuss bei mir, doch der ist so ziemlich ins Gegenteil umgeschlagen. Ich sehe demnach nicht mehr ein, Leuten, die heute mit einer ihrer wichtigsten Marken so umgehen, mein Geld zu geben.
schrieb am