Spielkultur: Spiele-Abos im Vergleich - Special

 

Special: Spielkultur (Sonstiges)

von Michael Krosta



Spielkultur: Von GamePass bis PlayStation Now: Sieben Spiele-Abos im Vergleich
Spiele-Abos im Vergleich
Sonstiges
Entwickler: 4Players
Publisher: 4Players
Release:
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Von Netflix über Amazon Video bis hin zu Sky Ticket oder Disney Plus: In der Filmindustrie sind Abo-Modelle mittlerweile nicht mehr wegzudenken und erweisen sich nicht nur als wertvoller Umsatzmotor, sondern bilden mitunter auch die Grundlage für kreative und aufwändige Eigenproduktionen.

Mittlerweile hat auch die Spielebranche das Potenzial erkannt und zieht zunehmend mit eigenen Diensten nach, in denen Abonnenten gegen eine monatliche Gebühr umgehend Zugriff auf zahlreiche Spiele erhalten. Wir stellen die wichtigsten Abo-Modelle vor und vergleichen die Angebote in mehreren Kategorien.




Spielebibliothek Auswahl

GamePass
PlayStation Now
EA Access
Origin Access
Uplay Plus
Humble Choice
Apple Arcade
Die Bibliothek von GamePass umfasst mehr als 100 Spiele. Neben 1st-Party Titeln von Microsoft, darunter etwa Forza Horizon 4 sowie Teile aus den Reihen Halo und Gears of War, finden sich im Sortiment auch zahlreiche Produktionen von Drittherstellern. Unterstützt wird GamePass u.a. von Sega, 2K, CD Projekt RED, Konami, Square Enix und Bethesda. Ubisoft und Electronic Arts, die eigene Abo-Modelle anbieten, halten sich dagegen zurück. Breit gefächert präsentiert sich die Genre-Auswahl: Horror-Erfahrungen wie Alien: Isolation oder Resident Evil: Revelations findet man genauso wie das Rollenspiel-Epos The Witcher 3: Wild Hunt oder Fighting Games wie Mortal Kombat X und Tekken 7 sowie Rennspiele von Rallye bis zur Formel Eins. Dazu gesellen sich Vertreter der Plattformer, Arcade-Action, Strategie und Multiplayer-Spiele – sei es lokal beim Koop in Overcooked 2 oder online mit kompetitiven Beispielen wie Dead by Daylight und PUBG. Paradox Interactive ist ebenfalls mit an Bord, wodurch auch Fans von Strategiespielen wie Imperator: Rome versorgt werden – wenn auch primär am PC. Kurzum: Nahezu jedes Genre wird beim GamePass abgedeckt! Dank der Initiative ID@Xbox gibt es nicht nur Großproduktionen, sondern auch kleinere Indie-Titel. In der Regel werden zwar lediglich die Standard-Editionen angeboten, doch gibt es vereinzelte Ausnahmen: Bei NieR Automata findet sich z.B. die The Become as Gods Edition mit zusätzlichen Outfits beim GamePass. Ein spezielles Herausforderungs-System soll außerdem dazu motivieren, möglichst viele verschiedene Spiele im Rahmen des Abos auszuprobieren. Neben Titeln für die Xbox One stehen dank der Abwärtskompatibilität auch Spiele der ersten Xbox-Generation und Xbox 360 bereit. Manche Spiele unterstützen CrossPlay und lassen sich damit sowohl am PC als auch der Konsole verwenden. Wer Zugriff auf die komplette Bibliothek haben möchte, benötigt allerdings den GamePass Ultimate, da ein Teil der Auswahl jeweils nur auf dem PC oder der Xbox One zur Verfügung steht.
Die Bibliothek von PlayStation Now ist gigantisch und umfasst mehr als 700 Spiele, die sich über die Ären der PlayStation 2, PlayStation 3 und PlayStation 4 erstrecken. Entsprechend vielfältig präsentiert sich das Sortiment, das von mittlerweile leicht angestaubten PS2-Klassikern wie Primal oder Ape Escape, über PS3-Spiele wie Killzone 2/3 oder Castlevania: Lords of Shadow (1+2) bis hin zu einer Auswahl an PS4-Titeln reicht, darunter etwa F1 2019, Vampyr oder Doom (2016). Zahlreiche Dritthersteller unterstützen PlayStation Now, darunter neben Warner, Square Enix, 505 Games, Bethesda, 2K und Sega auch Electronic Arts. Nur Ubisoft macht sich von den großen Publishern wieder rar. Ursprünglich als reines Streamingangebot konzipiert, erlaubt PlayStation Now seit geraumer Zeit den Download ausgewählter PS2- und PS4-Spiele, die man folglich ohne Einschränkungen hinsichtlich Auflösung, Bildrate und Ton originalgetreu genießen darf. Das Laden von PS3-Spielen ist dagegen nicht möglich und es stehen lediglich die Streaming-Optionen mit qualitativen Abstrichen zur Verfügung. Neben der PS4 lässt sich PlayStation Now auch am PC verwenden, doch ist man dort auf das Streaming-Angebot beschränkt, da die Download-Variante dort nicht angeboten wird. Zusätzlich muss man bei der App am Rechner diverse Komforteinschnitte hinnehmen. Leider hat Sony die zuvor noch angekündigte Unterstützung der PlayStation Vita gestrichen, so dass man den Service mobil nicht wie zunächst erhofft nutzen kann.
Im Vergleich zu PlayStation Now oder dem GamePass fällt die Bibliothek von EA Access geradezu mickrig aus. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass sowohl auf PS4 als auch der Xbox One sämtliche Spiele von EA-Studios stammen, darunter Produktionen von DICE, Gelegenheitsspiele von PopCap und selbstverständlich einige Sportspiele von FIFA über NHL bis Madden. Bei manchen Titeln, darunter z.B. Star Wars: Battlefront, erhält man zudem Zugriff auf die DLC-Pakete. Trotz gleicher Kosten bekommt man auf der Xbox One deutlich mehr für sein Geld: Dank der Abwärtskompatibilität finden sich im EA Vault neben halbwegs aktuellen Vertretern wie Anthem oder Battlefield 5 zusätzliche Spiele aus vergangenen Konsolengenerationen, darunter Highlights wie Black, Dante's Inferno, die Dead-Space-Trilogie, die komplette Dragon-Age-Saga, alle Mass-Effect-Teile, Battlefield: Bad Company 1+2 und Fight Night Champion. Auf der PS4 muss man dagegen auf einen Großteil der lohnenswerten Oldies verzichten, die ausgerechnet aus einer der besten Schaffensphasen des Publishers hinsichtlich Qualität stammen. Neben großen Namen finden sich aber auch einige Indie-Spiele wie Unravel, Sea of Solitude und A Way Out sowie Gelegenheitsspiele wie Peggle oder Bejeweled 3 in der nicht gerade üppigen Auswahl, bei der PS4-Nutzer sogar noch einen Stern bei der Wertung abziehen dürfen.
Auf den ersten Blick ist Origin Access nichts weiter als die PC-Version von EA Access. Doch auf den zweiten Blick offenbart das Spiele-Abo sehr viel mehr als das Konsolen-Pendant. Zwar muss man auf den einen oder anderen Titel verzichten, weil er nur für Konsolen veröffentlicht wurde, doch dafür ist am PC die Abwärtskompatibilität jederzeit gewährleistet. Entsprechend kann man bei Durchstöbern der Bibliothek sehr, sehr weit zurückgehen und findet in der Auswahl sogar Oldies wie die Wing Commander Serie, sämtliche Ultima-Teile (das erste stammt von 1981!) sowie alle möglichen Star-Wars-Spiele von der Galactic Battleground Saga über TIE Fighter / X-Wing Special Edition, Shadows of the Empire und der Reihe Jedi Knight bis hin zu Knights of the Old Republic. Hinzu kommen Titel, die man ohnehin nur auf dem PC erleben kann, darunter z.B. Command & Conquer: The Ultimate Collection oder SimCity. Aber das Beste: Im Gegensatz zu EA Access gibt es hier zahlreiche weitere Spiele anderer Hersteller, darunter Kalypso, Team 17, Daedalic, Focus Home Interactive, THQ Nordic sowie kleinere Indie-Studios. Dadurch wird die schon recht üppige EA-Auswahl am PC um zusätzliche Produktionen wie The Surge, Yoku's Island Express, Shenzhen/IO, Pillars of Eternity, Darksiders, This War of Mine, Gone Home, Worms W.M.D. sowie Ghost of a Tale ergänzt. Abonniert man die Premium-Variante Origin Access Premier kommen außerdem noch aktuelle Spiele wie Star Wars Jedi: Fallen Order, Need for Speed Heat und FIFA 20 hinzu, von denen man meist auch die Deluxe bzw. Ultimate Editionen sowie ursprünglich kostenpflichtige Erweiterungen erhält. Zusätzlich landen vereinzelt auch Spiele von Drittanbietern im Premium-Vault. Zu den aktuellen Beispielen zählen etwa A Plague Tale: Innocence oder Darksiders 3.
Uplay Plus gewährt Abonnenten quasi Zugriff auf die gesamte PC-Spielebibliothek von Ubisoft. Schleichen mit Sam Fisher in Splinter Cell, Ballern in Far Cry, Aufbaustrategie mit Anno oder den Siedlern und Abenteuer in Assassin's Creed oder den geistigen Vorgängern von Prince of Persia: Die Auswahl ist mit mehr als 100 Spielen nicht nur groß, sondern dank der Mischung aus alten und neuen Spielen auch noch erfreulich vielfältig, bevor offenen Welten das Credo in der Entwicklung des französischen Publishers wurden. Neben großen Reihen finden sich auch kleinere Projekte wie Child of Light, From Dust oder I am Alive in der Auswahl. Retro-Fans dürfen dagegen in die älteren und wesentlich komplexeren Teile von Ghost Recon oder Rainbow Six abtauchen, bekommen selbstverständlich aber auch die aktuellen Vertreter wie R6 Siege, Wildlands oder Breakpoint sowie weitere Ableger aus dem Tom-Clancy-Universum wie das Strategiespiel Endwar oder The Division. Kult-Spiele wie Beyond Good & Evil fehlen genauso wenig wie die unkonventionellen South-Park-Rollenspiele, VR-Experimente wie Transference, die Baukasten-Raserei Trackmania, Hüpf-Einlagen mit Rayman oder eine Zeitreise durch die Historie von Might & Magic. Das Plus wird beim Abo-Service tatsächlich groß geschrieben: Falls verfügbar gibt es von allen Spielen innerhalb der Abo-Bibliothek die digitalen Premium-Editionen mit sämtlichen Zusatzinhalten, Erweiterungen und Extras. Genau wie bei EA Access ist das Angebot allerdings nur auf Produktionen von Ubisoft beschränkt. Auch steht der Abo-Service lediglich für PC-Nutzer zur Verfügung – ein Konsolen-Pendant gibt es nicht.
Bei Humble Choice, das ursprünglich unter dem Namen Humble Monthly gestartet wurde, verfolgt man einen etwas anderen Ansatz als bei den meisten anderen Spiele-Abos. Auf der einen Seite erhalten Abonnenten auch hier Zugriff auf einem Bibliothek mit mehr als 90 Spielen, bei denen es sich überwiegend um ältere Vertreter oder kleine Indie-Produktionen wie Snake Pass, Race the Sun oder The Sexy Brutale handelt. Allerdings finden sich in diesem so genannten Humble Trove auch Adventure-Klassiker wie Indiana Jones and the Fate of Atlantis oder Abenteuer aus der Reihe Broken Sword (Baphomets Fluch). Selbst Star Wars ist mit Spielen wie X-Wing Alliance oder Star Wars Rebellion am Start, wobei die Bibliothek in jedem Monat mit Neuzugängen ergänzt werden soll. Im Mittelpunkt steht aber der Aufbau einer eigenen Bibliothek: Bei Humble Choice bekommt man jeden Monat eine Auswahl aus mindestens zehn PC-Spielen, von denen man je nach gewählter Abo-Stufe bis zu zehn behalten darf – und das nicht nur im Rahmen des Abos, sondern für immer. Im Klartext: Man hat selbst dann noch Zugriff auf seine ausgewählten Spiele und die heruntergeladenen Titel aus der Trove, wenn man das Abonnement kündigt. Neben Indie-Spielen finden sich in den Auswahlpaketen auch Produktionen großer Studios, darunter z.B. Shadow of The Tomb Raider, Dirt Rally 2.0, Soul Calibur 6, Call of Duty: WW2 oder Street Fighter 5, wobei man in diesen Fällen in der Regel die Steam-Codes erhält, während man in der Trove DRM-freie Fassungen bekommt. Je nach Spiel gibt es nicht nur die Standard-Versionen: Bei F1 2019 stand z.B. die Anniversary Edition mit zusätzlichen Inhalten zur Auswahl. Der Ansatz ist vor allem deshalb sehr interessant, weil er einem Problem entgegenwirkt, das viele Abodienste haben: Ein großer Teil des Angebots ist den Nutzern unter Umständen egal, weil sie z.B. mit einem bestimmten Genre nichts anfangen können. Bei Humble Choice finden dagegen hauptsächlich solche Spiele den Weg in die Bibliothek, die einem persönlich zusagen und die man gleichzeitig für immer behalten darf. Das ist ein großartiger Mehrwert, den man nicht unterschätzen darf! Trotzdem sollte man eine gewisse Offenheit gegenüber verschiedenen Genres und kleineren Produktionen mitbringen, um jeden Monat bei der gebotenen Auswahl fündig zu werden.
Apple ist erst am 19. September 2019 in den Abo-Service eingestiegen und setzt auf eine Bibliothek mit über 100 ausgewählten Spielen - natürlich nur für iOS-Geräte vom iPad über AppleTV bis Mac. Darunter befinden sich traditionell keine Triple-A-Produktionen à la Assassin's Creed oder große Rollenspiele wie The Witcher 3, die man weiter nur für PC und Konsole bekommt. Aber Apple hat nicht nur prominente Namen und Studios wie Will Wright oder Hironobu Sakaguchi, sondern auch Marken wie Sonic, Rayman, Pac Man, LEGO & Co dabei. Das Abo deckt ein breites Spektrum an Genres von Action, Sport über Plattformer bis zu Strategie und Adventure ab, wobei einige (zeit)exklusive Highlights wie Shinsekai hier sogar ihre Premiere feiern, bevor sie auf Switch & Co erscheinen. Zwar gibt es auf den ersten Blick noch viele "typische" Mobile-Games und man vermisst potenzielle Platin-Hits wie noch in der Tablet-Pionierzeit. Aber es gibt genug solide bis gute Titel, dazu keinerlei Werbung oder Mikrostransaktionen. Außerdem verschwinden die qualitativen Grenzen zwischen den eShops von Nintendo, Sony & Co zunehmend, zumal gerade Independent-Entwickler wie Annapurna Interactive (What Remains of Edith Finch) auch für iPad & Co problemlos komplexere Abenteuer in hoher Auflösung mit stabiler Bildrate und Gamepad-Unterstützung designen können. Allerdings deckt Apple Arcade etwa 300.000 Spiele nicht ab, die entweder mit In-App-Käufen um Kunden buhlen oder die man zum Vollpreis im AppStore kaufen kann - es fehlen also großartige Klassiker wie Sorcery! oder Battle of the Bulge, auch manche coolen aktuellen Abenteuer für Erwachsene wie das Soulslike Pascal's Wager sind nicht dabei. Apple hat seine Spielewelt quasi in drei Bereiche geteilt und mit Apple Arcade eine kuratierte Familienoase geschaffen.

Aktualität

GamePass
PlayStation Now
EA Access
Origin Access
Uplay Plus
Humble Choice
Apple Arcade
Microsoft veröffentlicht all seine First-Party-Spiele gleichzeitig mit dem Start im regulären Handel auch beim GamePass ohne Zusatzkosten, wie zuletzt bei Ori and the Will of the Wisps. Daneben erscheinen auch einige Indie-Spiele parallel zum normalen Release im Abo-Service. Damit glänzt GamePass mit einer hervorragenden Aktualität, die stellenweise auch von den Drittanbietern gefördert wird. Das Actionspiel Metro Exodus erschien z.B. schon wenige Monate nach der Veröffentlichung im GamePass, der Koop-Shooter Wolfenstein: Youngblood ebenfalls. Paradox Interactive hat ebenfalls schon angekündigt, dass Crusader Kings 3 in diesem Jahr umgehend den Weg in die GamePass-Bibliothek am PC finden soll. Spiele wie Dirt Rally 2.0, A Plaque Tale oder Rage 2 haben ebenfalls noch kein Jahr auf dem Buckel. Trotzdem besteht ein größerer Teil der Auswahl aus älteren Spielen, die bis zur ersten Xbox zurückreichen. Genau wie bei Videoanbietern wie Amazon Prime oder Netflix stehen viele Angebote der Dritthersteller nur für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung. Dank einer entsprechenden Sortierung kann man sich im Vorfeld darüber informieren, welche Titel demnächst entfernt werden – und das sogar mit der Angabe eines konkreten Datums.
In der Bibliothek von PlayStation Now finden sich übermäßig ältere Spiele, die vornehmlich aus der PS3-Ära stammen. In regelmäßigen Abständen landen aber ausgewählte AAA-Produktionen für einen begrenzten Zeitraum im Abo, darunter z.B. Grand Theft Auto 5, God of War, Uncharted 4 oder Horizon: Zero Dawn in der Complete Edition. Zuletzt wurden Control, Shadow of the Tomb Raider und Wolfenstein 2: The New Colossus hinzugefügt. Sony selbst hat betont, dass man hinsichtlich der Aktualität bewusst nicht dem Vorbild von Game Pass folgen will. Entsprechend wird es keine parallele Veröffentlichung von brandneuen Spielen im Handel und im Streaming-Abo geben. Stattdessen muss man sich immer mehrere Monate gedulden, bis aktuelle Vertreter bei PlayStation Now verfügbar sind. Ärgerlich ist die Tatsache, dass von vielen Spielen die technisch schlechtere und nicht herunterladbare PS3-Version angeboten wird, obwohl es bereits PS4-Umsetzungen gibt. Dazu zählen z.B. Vertreter der Batman-Spiele, der Resident-Evil-Reihe oder Uncharted sowie The Last of Us. Auch bei einem Battlefield 4 findet man in der Auswahl lediglich die abgespeckte PS3-Fassung. Bei Sony nimmt man sich der Sache aber langsam an: Bei BioShock: The Collection werden z.B. die veralteten PS3-Editionen aller drei Spiele durch die aktuelleren Remaster-Versionen der PS4 ersetzt. Dank regelmäßiger News-Updates bleibt man immer auf dem Laufenden, wie lange die Top-Titel verfügbar bleiben und wann sie wieder aus dem Abo-Bibliothek verschwinden.
Up-to-date ist der Vault bei EA Access höchstens im Ansatz: Zu den prominentesten Vertretern dürften der BioWare-Flop Anthem oder der zum Start enttäuschende Shooter Star Wars: Battlefront 2 zählen, der sich nach der Überarbeitung qualitätiv mittlerweile berappelt hat. Football-Fans freuen sich über ein aktuelles Madden NFL 20, bei FIFA steht hingegen nur die 19er-Edition zur Wahl. Dafür gibt es eine Reise ins sportliche Altersheim, die bis zu ollen Kamellen wie FIFA 15, NBA Live 15 oder NHL 17 zurück reicht. Wer will denn sowas noch spielen? Insgesamt präsentiert sich EA Access als Spiele-Abo nicht nur enttäuschend beim Umfang, sondern auch bei der Aktualität.
Wer als Spieler plattformübergreifend auf dem neusten Stand sein will, liegt hier natürlich falsch: Apple Arcade ist eine kuratierte Liste für iOS-Systeme, die mit eher unbekannteren Spielen ergänzt wird. Außerdem fehlen natürlich die 300.000 Titel mit In-Game-Käufen sowie die aktuellen Vollpreisspiele. Da das Angebot an Titeln aber nahezu wöchentlich mit einigen exklusiven Spielen aufgestockt wird, wächst die Bibliothek auf lange Sicht qualitativ - wobei allerdings ehemals exklusive Titel wie Shinsekai von Capcom irgendwann auch für andere Plattformen erscheinen können. Alle Spiele werden ansonsten stets über Updates, manche mit Erweiterungen gratis aktualisiert.
Im Humble Trove sind höchstens vereinzelte Indie-Spiele halbwegs aktuell, doch überwiegend steht hier alter, mitunter sogar sehr alter Kram zum Download bereit, wobei sich immerhin ein paar lohnenswerte Klassiker in der Auswahl befinden. Frischer geht es bei der monatlichen Spieleauswahl zu, auch wenn man freilich keine topaktuellen Titel erwarten darf: Dazu zählen z.B. der Action-Plattformer Death's Gambit, das abgedrehte Actionspiel My Friend Pedro, die PC-Version von Yakuza Kiwami oder das immer noch aktuellste F1-Rennspiel F1 2019. Problem: Rückwirkend erhält man keinen Zugriff mehr, wenn man erst jetzt einsteigt. Aber ein Blick in die Vergangenheit zeigt zumindest, dass man zwischendurch immer wieder mit halbwegs aktuellen Vertretern und Highlights innerhalb der gebotenen Auswahl rechnen kann, mit denen man schrittweise seine Bibliothek erweitert.
Uplay Plus ist quasi das Gegenstück von Ubisoft zu Origin Access Premier: Genau wie beim Premium-Aboservice von EA nimmt die Aktualität auch hier einen hohen Stellenwert ein, denn neue Spiele sollen umgehend in der Bibliothek verfügbar sein – und das bereits bis zu drei Tage vor dem offiziellen Release. Hinzu kommt der erneute Hinweis, dass Ubisoft für Abonnenten die digitalen Premium-Editionen zur Verfügung stellt – nicht nur für alte, sondern auch die neuen Spiele. Abseits der brandneuen Spiele ist ein Großteil der Auswahl naturgemäß schon älter. Im Gegensatz zu EA fällt der Softwarenachschub bei Ubisoft tendenziell aber höher aus, wovon folglich auch die Abonnenten profitieren.
Bei der Spieleauswahl innerhalb des EA-Portfolios präsentiert sich der Basic Vault hinsichtlich Aktualität ähnlich ernüchernd wie bei EA Access. Immerhin hat man hier aber den Vorteil, dass auch halbwegs aktuelle Titel von Drittanbietern bereitgestellt werden, darunter z.B. Dead Cells oder Vampyr. Entscheidet man sich für Origin Access Premier glänzt das Abo-Modell mit einer ähnlichen Aktualität wie der GamePass: Sämtliche Neuerscheinungen von Electronic Arts, von denen es abseits der jährlichen Sportspiele derzeit leider nicht allzu viele gibt, landen umgehend in der Bibliothek – und das bereits eine Woche vor dem offiziellen Release. Statt einer Vorab-Version mit zeitlicher Begrenzung dürfen Premier-Abonnenten außerdem umgehend mit der Vollversion loslegen. Zumindest für Origin Access Premier gilt also: Aktueller geht es kaum, was die hauseigenen Spiele des Publishers angeht!

Kosten

GamePass
PlayStation Now
EA Access
Origin Access
Uplay Plus
Humble Choice
Apple Arcade
Regulär kostet die Mitgliedschaft beim GamePass 9,99 Euro pro Monat. Am PC, wo sich der Dienst offiziell immer noch in der Beta-Phase befindet, erhält man derzeit Zugang zu einem Einführungspreis von 3,99 Euro. Allerding will Microsoft seinen GamePass Ultimate fördern, der neben dem Zugriff auf die PC- und Konsolen-Bibliothek zusätzlich noch Xbox Live Gold enthält und damit das Rundumpaket darstellt. Immerhin ist dadurch nicht nur die Möglichkeit zum Onlinespielen mit inbegriffen, sondern Gold-Abonnenten bekommen neben zusätzlichen Rabatten auch monatliche Spiele. Für den ersten Monat lockt Microsoft mit einem Hammer-Angebot von nur einem Euro zum GamePass Ultimate. Danach beträgt der Preis 12,99 Euro pro Monat – ein durchaus attraktives Angebot für alle, die auf beiden Plattformen unterwegs sind und auch gerne online spielen. Da es keine Mindestvertragslaufzeit gibt, kann man das Abo jederzeit zum Monatsende kündigen. Angebote, GamePass im Gegenzug für eine Preisreduzierung direkt als Jahres-Abo zu kaufen, gibt es nicht.
Hatte Sony beim Deutschland-Start von PlayStation Now im August 2017 noch einen happigen Monatsbeitrag von 16,99 Euro anvisiert, ist man mittlerweile bei 9,99 Euro gelandet und befindet sich damit auf dem gleichen Preisniveau wie Microsofts GamePass. Wer auf den Luxus des monatlichen Kündiungsrechts verzichten und Verträge mit längeren Laufzeiten eingehen möchte, kann weiter sparen: Mit einem Abo über sechs Monate kostet PlayStation Now nur noch 8,33 Euro pro Monat, bei einem Jahresabo sogar nur noch fünf Euro. Angesichts der Größe der Bibliothek, zunehmender Download-Optionen für die Spiele und regelmäßiger Aktualisierungen ist vor allem ein Abschluss über 12 Monate eine günstige und lohnende Investition, wenn man auf einen Schlag Zugriff auf jede Menge Spiele haben und dabei auch noch erste Erfahrungen mit der Streaming-Technologie machen möchte. Zudem bietet Sony eine einwöchige Testphase an, in der man kostenlos in PlayStation Now hineinschnuppern darf.
Preislich ist EA Access dem mageren Angebot angemessen: Mit einem Preis von 3,99 Euro pro Monat fallen für den Service die geringsten Abo-Gebühren in unserem Vergleich an. Wer sich für ein Jahresabo entscheidet, kann sogar sparen und zahlt für die zwölf Monate lediglich 24,99 Euro. Ärgerlich: Wer den Service sowohl auf PS4 als auch Xbox One nutzen möchte, muss für jede Plattform ein separates Abo abschließen und folglich doppelt zahlen. Es gibt also kein hier im Gegensatz zum GamePass Ultimate kein Kombo-Angebot - auch nicht zusammen mit dem PC-Pendant Origin Access. Zweifelhaft ist auch der Preis auf der PS4: Obwohl das Angebot deutlich geringer ausfällt als auf Xbox One und dadurch viele Highlights von früher fehlen, bleiben die Abo-Gebühren identisch. Entsprechend dürfen PS4-Nutzer auch in dieser Kategorie einen Stern der Wertung abziehen.
Für den Zugang zum Basic Vault gelten die gleichen Regeln wie bei EA Access: Bei monatlicher Zahlweise werden 3,99 Euro, beim Abschluss eines Jahres-Abos nur 24,99 Euro fällig. Durch die größere und bessere Auswahl bietet die Basic-Mitgliedschaft von Origin Access jedoch ein deutlich attraktiveres Preis-Leistungsverhältnis als das Konsolen-Pendant. Daher ist es erneut ärgerlich, dass es kein Angebot gibt, das den Zugriff auf EA und Origin Access vereint. Für das Premier-Abo steigen die Gebühren auf 14,99 Euro pro Monat oder 99,99 Euro im Jahres-Abo. Würde EA abseits der Sportspiel-Aufgüsse wieder mehr und bessere Software produzieren, wäre das ein durchaus ansprechendes Angebot, obwohl man noch fünf Euro über dem Game Pass liegt. Aktuell sieht es mangels Ankündigungen etwas mau aus, was den Nachschub angeht. Bis Juni dürfte von eigenen Produktionen lediglich die Command & Conquer Remastered Collection den Premier Vault bereichern, doch wird das Angebot vereinzelt auch durch aktuellere Spiele von Drittherstellern ergänzt.
Preislich orientiert sich Ubisoft am Rivalen Electronic Arts: Uplay Plus schlägt mit 14,99 Euro pro Monat genauso viel zu Buche wie Origin Access Premier. Aktuell zahlt man beim Abschluss eines Abos, das man monatlich kündigen kann, im ersten Monat lediglich 6,99 Euro. Im Gegensatz zu den Preismodellen von Electronic Arts gibt es aber keine Möglichkeit, ein Jahresabo abzuschließen und Geld zu sparen. Unterm Strich zählt der Aboservice von Ubisoft damit im Vergleich zu den Mitbewerbern zu den teuersten Angeboten ohne preisliche Flexibilität, da es weder günstigere Langzeit-Verträge noch Zugriff auf einen alternativen Basic-Vault gibt.
Humble Choice erlaubt die größte Flexibilität innerhalb der Spiele-Abos, die für den Vergleich untersucht wurden. Zur Wahl stehen drei Modelle: Für das Lite-Abo zahlt man zwar recht üppige 4,49 Euro pro Monat, erhält aber lediglich Zugriff auf den Humble Trove mit seinen über 90 DRM-freien Spielen. In diesem Fall wirkt der angesetzte Preis nicht sonderlich attraktiv. Für eine monatliche Zahlung von 13,99 Euro gibt es die Basic-Mitgliedschaft, bei der man zusätzlich zum Trove pro Monat drei von mindestens zehn Spielen seiner Bibliothek hinzufügen darf. Die Premium-Variante schlägt mit 17,99 Euro pro Monat zu Buche und erlaubt die Wahl von neun Spielen in jedem Monat. Entscheidet man sich für ein Jahresabo, wird es günstiger: Die Lite-Mitgliedschaft gibt es 39,99 Euro, die Basic-Version für 124,99 Euro und den Premium-Zugang für 159,99 Euro im Jahr. Angesichts der Tatsache, dass man sämtliche Spiele nicht nur selbst auswählen, sondern anschließend auch behalten darf, wirkt die Preisgestaltung ab der Basic-Stufe ziemlich fair, sofern man es nicht auf die neuesten Top-Titel abgesehen hat und sich etwas gedulden kann. Ein netter Zug ist zudem der spezielle Tarif für Abonnenten, die bereits bei Humble Monthly eingestiegen sind: Quasi als Treuebonus zahlen sie pro Monat lediglich 12 Dollar (auch bei deutschen Nutzern wird in der US-Währung abgerechnet), erhalten im Gegenzug aber sämtliche Vorteile des Premium-Zugangs und dürfen ihrer Bibliothek mit zehn Titeln sogar noch ein Spiel mehr hinzufügen.
Apple Arcade kann vier Wochen gratis ausprobiert werden und kostet dann 4,99 Euro monatlich, wobei es jederzeit kündbar ist. Es gibt keinerlei Sonder- oder Premium-Modelle, sondern nur dieses Abo - das ist einfach und klar. Man kann die über 100 Spiele sowohl an iPhone, iPad, AppleTV und Mac starten, komplett offline spielen und mit sechs Leuten aus seiner Gruppe teilen. Bedenkt man die Preisstrukturen im AppStore, ist das ein fairer Preis.

Extras & Rabatte

GamePass
PlayStation Now
EA Access
Origin Access
Uplay Plus
Humble Choice
Apple Arcade
Abonnenten erhalten einen Rabatt von 20 Prozent auf den Verkaufspreis von Spielen, die sich aktuell in der GamePass-Bibliothek befinden. Das kommt spätestens dann gelegen, sobald Spiele aus dem Sortiment verschwinden, die man aber noch gerne fortsetzen würde. Ebenso gibt es einen Nachlass von zehn Prozent auf alle DLC-Erweiterungen aktueller GamePass-Spiele. Wer sich für die Ultimate-Variante entschieden hat, bekommt neben weiteren Gold-Rabatten und monatlichen Spielen außerdem noch diverse Perks, bei denen es sich um weitere exklusive Angebote für Abonnenten inklusive zusätzlichen Spielinhalten handelt.
Hinsichtlich Extras gibt sich PlayStation Now spartanisch: Es gibt keinerlei Vergünstigungen, falls man Spiele aus der Abo-Bibliothek kaufen möchte, wenn eine Entfernung bevorsteht. Auch gibt es keine exklusiven Vorab-Zugänge oder anderweitige Bonus-Aktionen. Positiv hervorheben kann man die Wahl zwischen der Streaming- und Download-Option, die aber nur bei ausgewählten Titeln zur Verfügung steht, deren Anzahl aber kontinuierlich zunimmt.
Da sich im Vault von EA Access vornehmlich ältere Spiele tummeln, sind die exklusiven Vorab-Trials das große Pro-Argument für alle, die aktuelle Inhalte suchen. Abonnenten wird es gestattet, brandneue Titel des Publishers für eine Dauer von bis zu zehn Stunden anzuspielen – und das schon eine Woche vor der offiziellen Veröffentlichung. Gerade bei Mehrspieler-Erfahrungen wie Battlefield 5 kann man sich durch den zeitlichen Vorsprung bereits leichte Vorteile bei Freischaltungen und der Erfahrung erspielen. Entschließt man sich anschließend zum Kauf, darf man nicht nur seinen Spielstand mitnehmen, sondern erhält auch einen Rabatt von zehn Prozent auf den regulären Verkaufspreis. Kleiner Haken an der Sache: Abseits der jährlichen Auflagen von Sportspiel-Reihen hält sich Electronic Arts mit der Veröffentlichung neuer Spiele seit geraumer Zeit ziemlich zurück. Folglich gibt es nur eine überschaubare Anzahl an Titeln, die man im Rahmen der Vorab-Trials ausprobieren kann. Für die Zukunft stellt der Publisher allerdings in Aussicht, wieder mehr Spiele zu produzieren, für die es dann selbstverständlich auch Vorab-Versionen geben dürfte.
Bei Origin Access erhält man die gleichen Extras wie bei EA Access: Wer sich Spiele kaufen möchte, erhält einen Rabatt von zehn Prozent auf den regulären Preis. Abonnenten der Premier-Variante bekommen statt eines zeitlich begrenzten Vorab-Zugangs aber umgehend Zugriff auf die Vollversion und benötigen bei neuen Spielen nicht zwingend die Vergünstigungen, weil sie im Rahmen des Abos das komplette Spiel bereits erhalten.
Während man bei EA / Origin Access bereits bis zu sieben Tage vor dem offiziellen Releasedatum in neue Spiele hineinschnuppern darf, gestattet Uplay Plus immerhin noch einen Vorab-Zugang von drei Tagen. Zudem wird Abonnenten eine garantierte Teilnahme an Beta-Programmen in Aussicht gestellt, sofern sie für die jeweiligen Spiele angeboten werden. Wer Spiele nach der Kündigung des Abos weiterspielen möchte, kann zwar seinen Spielstand übernehmen, erhält im Gegensatz zu den Angeboten von EA oder Microsoft in diesem Fall aber keine Rabatte auf den Kaufpreis oder sonstige Vergünstigungen.
Je nach gewählter Abo-Stufe wird Abonnenten ein Rabatt für Einkäufe im Humble Store gewährt: Während Lite- und Basic-Mitglieder einen Nachlass von zehn Prozent erhalten, verdoppelt sich die Ersparnis bei Premium-Nutzern auf 20 Prozent. Darüber hinaus findet sich auch eine Option, den Abo-Zugang zu verschenken. Exklusive Vorab-Zugänge, Beta-Programme & Co gehören allerdings nicht zu den Features von Humble Choice. Dafür gibt es aber noch ein sympathisches Extra: Ein Teil der Einnahmen wird jeden Monat für wohltätige Zwecke gespendet.
Es gibt keinerlei Early Access, Extras oder Rabatte für weitere Käufe, wenn man Apple Arcade abonniert. Man bekommt also keine Preisreduzierungen für normale Spiele aus dem AppStore, Codes für In-Game-Items oder Ähnliches. Dafür kann man alle Titel offline zocken und bekommt zukünftige DLC zu allen Spielen gratis.

FAZIT & Gesamtwertung

GamePass
Wertung: 18
PlayStation Now
Wertung: 13
EA Access
Wertung: 10
Origin Access
Wertung: 16
Uplay Plus
Wertung: 14
Humble Choice
Wertung: 14
Apple Arcade
Wertung: 11
Mit dem GamePass hat Microsoft eines der attraktivsten Abo-Angebote geschnürt. Gerade im Hinblick auf Aktualität und Spieleauswahl erhält man einen sehr guten Gegenwert für die monatlichen Gebühren – zumindest auf der Konsole. Auf dem PC ist die Bibliothek noch ausbaufähig, doch vereint der GamePass Ultimate clever beide Welten und beinhaltet neben dem Spiele-Abo zusätzlich die Mitgliedschaft für Xbox Live Gold – und das alles zu fairen Start- sowie Kündigungskonditionen. Top!
Insgesamt gelingt Sony vor allem dank seiner Blockbuster-Initiative eine ansprechende Kombination aus halbwegs aktuellen und älteren Spielen. Mit der Download-Option, die für immer mehr Titel als Alternative zum Streaming angeboten wird, hat der Dienst auf jeden Fall an Attraktivität gewonnen. Das größte Pro-Argument ist sicher der riesige Umfang mit über 700 Spielen, auch wenn es sich bei vielen immer noch um veraltete PS3-Versionen handelt oder lediglich das Streaming zur Verfügung steht. Hinsichtlich Aktualität reicht das Angebot von Sony zwar nicht an den GamePass heran, doch dafür gibt es zumindest beim Abschluss eines Jahres-Abos ein enorm ansprechendes Preis-/Leistungsverhältnis, nachdem man zum Start von PlayStation Now den Bogen bei der Preisgestaltung noch überspannt hatte.
Mit EA Access bietet Electronic Arts zwar eines der günstigsten Spiele-Abos, gleichzeitig aber auch eines der schwächsten. Zum einen besteht die Vault-Bibliothek nur aus überwiegend angestaubten Spielen des Publishers und zum anderen gibt es trotz gleicher Abo-Geführen eklatante Unterschiede beim Umfang zwischen PS4 und Xbox One. Ein Kombo-Angebot für die Nutzung auf mehreren Plattformen gibt es nicht, obwohl man ohnehin alles über ein Origin-Konto abwickeln muss. Die exklusiven Vorab-Trials sind ebenfalls nicht mehr als eine umfangreiche Demo, die aber bei der Kaufentscheidung durchaus helfen und Geld sparen können. Mit seinen vielen Klassikern ist EA Access auf der Xbox One durchaus einen Blick wert, falls man manche alten Perlen nachholen möchte. Auf der PS4 bekommt man im Vergleich allerdings zu wenig geboten und kann daher locker zwei Sterne von der Gesamtwertung abziehen.
Schon in der Basic-Variante stellt Origin Access trotz gleicher Abo-Gebühren das Konsolen-Pendant EA Access in den Schatten: Die Bibliothek fällt dank der standardmäßigen Abwärtskompatibilität am PC sowie der langjährigen EA-Historie nicht nur größer und ansprechender aus, sondern umfasst darüber hinaus auch noch Spiele zahlreicher Dritthersteller und Indie-Studios. Bei dem niedrigen Preis erhält man verdammt viel Spiel für sein Geld, selbst wenn die aktuellen Titel fehlen. Die bekommt man erst in der teureren Premium-Variante Origin Access Premier, wo man bereits eine Woche vor Release die Vollversion zocken und sie anschließend sogar behalten darf, so lange man Abonnent bleibt. Jetzt muss EA abseits der jährlichen Sportspiel-Aufgüsse nur noch für mehr Nachschub sorgen, um die Attraktivität und Genre-Vielfalt seines Abo-Modells zu steigern.
Wer den Spielen von Ubisoft etwas abgewinnen kann, findet mit Uplay Plus ein kleines El Dorado, für dessen Zutritt man aber einen vergleichsweise hohen monatlichen Eintrittspreis zahlen und auf eine flexiblere Preisgestaltung verzichten muss. Im Gegenzug erhält man aber eine große und durchaus ansprechende Bibliothek, die neben beliebten Klassikern auch mit aktuellen Spielen samt Premium-Editionen überzeugt. Zwar ist man auf die Auswahl eines einzigen Herstellers beschränkt, doch gerade mit einem Blick in die Vergangenheit wird man freudig feststellen, dass es bei Ubisoft eine Zeit gab, in der man bei AAA-Produktionen noch nicht im formelhaften Open-World-Korsett gefangen war.
Wer nicht immer unbedingt schon kurz nach oder zum Release Zugriff auf die neuesten Spiele haben möchte und zudem ein Herz für kleinere Produktionen sowie ältere Klassiker hat, findet bei Humble Choice eine lohnenswerte Anlaufstelle. Das Beste an diesem etwas anderen Aboservice ist neben den flexiblen Preismodellen die Tatsache, dass man sich hier selbst eine individuelle Spielebibliothek aufbaut und sämtliche Titel nach dem Beenden des Abos weiterverwenden darf. Gerade im Premium-Abo gibt es mit über 100 neuen Spielen pro Jahr einen hohen Gegenwert zu den Gebühren, sofern man offen für viele Genres ist und nicht nur im AAA-Segment zocken möchte.
Apple hat viel in Entwickler und Service investiert, um sich für die Zukunft zu wappnen: Apple Arcade ist ein faires und attraktives Abo-Angebot. Vielleicht nicht für Hardcore-Zocker, aber auf jeden Fall für Familien, die jeden Monat für knapp fünf Euro auf eine bunt kuratierte Sammlung zurückgreifen können. Das kreative Potenzial ist sichtbar, die Genre sind abwechslungsreich, die Qualität solide bis gut, aber die exklusiven Titel erreichen noch nicht die herausragende Qualität der Tablet-Pionierphase und manchen genialen Klassiker oder aktuelles Highlight muss man dann doch kaufen. Dafür darf man alles offline und mit Gamepad zocken, es gibt keine Werbung oder In-Game-Käufe, außerdem bleibt diese Überraschungsei-Spannung, dass bei den nächsten exklusiven Titeln vielleicht wieder ein großartiges Schmuckstück à la Monument Valley dabei ist.

Spielebibliothek Auswahl:

GamePass / GamePass PC
Die Bibliothek von GamePass umfasst mehr als 100 Spiele. Neben 1st-Party Titeln von Microsoft, darunter etwa Forza Horizon 4 sowie Teile aus den Reihen Halo und Gears of War, finden sich im Sortiment auch zahlreiche Produktionen von Drittherstellern. Unterstützt wird GamePass u.a. von Sega, 2K, CD Projekt RED, Konami, Square Enix und Bethesda. Ubisoft und Electronic Arts, die eigene Abo-Modelle anbieten, halten sich dagegen zurück. Breit gefächert präsentiert sich die Genre-Auswahl: Horror-Erfahrungen wie Alien: Isolation oder Resident Evil: Revelations findet man genauso wie das Rollenspiel-Epos The Witcher 3: Wild Hunt oder Fighting Games wie Mortal Kombat X und Tekken 7 sowie Rennspiele von Rallye bis zur Formel Eins. Dazu gesellen sich Vertreter der Plattformer, Arcade-Action, Strategie und Multiplayer-Spiele – sei es lokal beim Koop in Overcooked 2 oder online mit kompetitiven Beispielen wie Dead by Daylight und PUBG. Paradox Interactive ist ebenfalls mit an Bord, wodurch auch Fans von Strategiespielen wie Imperator: Rome versorgt werden – wenn auch primär am PC. Kurzum: Nahezu jedes Genre wird beim GamePass abgedeckt! Dank der Initiative ID@Xbox gibt es nicht nur Großproduktionen, sondern auch kleinere Indie-Titel. In der Regel werden zwar lediglich die Standard-Editionen angeboten, doch gibt es vereinzelte Ausnahmen: Bei NieR Automata findet sich z.B. die The Become as Gods Edition mit zusätzlichen Outfits beim GamePass. Ein spezielles Herausforderungs-System soll außerdem dazu motivieren, möglichst viele verschiedene Spiele im Rahmen des Abos auszuprobieren. Neben Titeln für die Xbox One stehen dank der Abwärtskompatibilität auch Spiele der ersten Xbox-Generation und Xbox 360 bereit. Manche Spiele unterstützen CrossPlay und lassen sich damit sowohl am PC als auch der Konsole verwenden. Wer Zugriff auf die komplette Bibliothek haben möchte, benötigt allerdings den GamePass Ultimate, da ein Teil der Auswahl jeweils nur auf dem PC oder der Xbox One zur Verfügung steht.
PlayStation Now
Die Bibliothek von PlayStation Now ist gigantisch und umfasst mehr als 700 Spiele, die sich über die Ären der PlayStation 2, PlayStation 3 und PlayStation 4 erstrecken. Entsprechend vielfältig präsentiert sich das Sortiment, das von mittlerweile leicht angestaubten PS2-Klassikern wie Primal oder Ape Escape, über PS3-Spiele wie Killzone 2/3 oder Castlevania: Lords of Shadow (1+2) bis hin zu einer Auswahl an PS4-Titeln reicht, darunter etwa F1 2019, Vampyr oder Doom (2016). Zahlreiche Dritthersteller unterstützen PlayStation Now, darunter neben Warner, Square Enix, 505 Games, Bethesda, 2K und Sega auch Electronic Arts. Nur Ubisoft macht sich von den großen Publishern wieder rar. Ursprünglich als reines Streamingangebot konzipiert, erlaubt PlayStation Now seit geraumer Zeit den Download ausgewählter PS2- und PS4-Spiele, die man folglich ohne Einschränkungen hinsichtlich Auflösung, Bildrate und Ton originalgetreu genießen darf. Das Laden von PS3-Spielen ist dagegen nicht möglich und es stehen lediglich die Streaming-Optionen mit qualitativen Abstrichen zur Verfügung. Neben der PS4 lässt sich PlayStation Now auch am PC verwenden, doch ist man dort auf das Streaming-Angebot beschränkt, da die Download-Variante dort nicht angeboten wird. Zusätzlich muss man bei der App am Rechner diverse Komforteinschnitte hinnehmen. Leider hat Sony die zuvor noch angekündigte Unterstützung der PlayStation Vita gestrichen, so dass man den Service mobil nicht wie zunächst erhofft nutzen kann.
EA Access
Im Vergleich zu PlayStation Now oder dem GamePass fällt die Bibliothek von EA Access geradezu mickrig aus. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass sowohl auf PS4 als auch der Xbox One sämtliche Spiele von EA-Studios stammen, darunter Produktionen von DICE, Gelegenheitsspiele von PopCap und selbstverständlich einige Sportspiele von FIFA über NHL bis Madden. Bei manchen Titeln, darunter z.B. Star Wars: Battlefront, erhält man zudem Zugriff auf die DLC-Pakete. Trotz gleicher Kosten bekommt man auf der Xbox One deutlich mehr für sein Geld: Dank der Abwärtskompatibilität finden sich im EA Vault neben halbwegs aktuellen Vertretern wie Anthem oder Battlefield 5 zusätzliche Spiele aus vergangenen Konsolengenerationen, darunter Highlights wie Black, Dante's Inferno, die Dead-Space-Trilogie, die komplette Dragon-Age-Saga, alle Mass-Effect-Teile, Battlefield: Bad Company 1+2 und Fight Night Champion. Auf der PS4 muss man dagegen auf einen Großteil der lohnenswerten Oldies verzichten, die ausgerechnet aus einer der besten Schaffensphasen des Publishers hinsichtlich Qualität stammen. Neben großen Namen finden sich aber auch einige Indie-Spiele wie Unravel, Sea of Solitude und A Way Out sowie Gelegenheitsspiele wie Peggle oder Bejeweled 3 in der nicht gerade üppigen Auswahl, bei der PS4-Nutzer sogar noch einen Stern bei der Wertung abziehen dürfen.
Origin Access
Auf den ersten Blick ist Origin Access nichts weiter als die PC-Version von EA Access. Doch auf den zweiten Blick offenbart das Spiele-Abo sehr viel mehr als das Konsolen-Pendant. Zwar muss man auf den einen oder anderen Titel verzichten, weil er nur für Konsolen veröffentlicht wurde, doch dafür ist am PC die Abwärtskompatibilität jederzeit gewährleistet. Entsprechend kann man bei Durchstöbern der Bibliothek sehr, sehr weit zurückgehen und findet in der Auswahl sogar Oldies wie die Wing Commander Serie, sämtliche Ultima-Teile (das erste stammt von 1981!) sowie alle möglichen Star-Wars-Spiele von der Galactic Battleground Saga über TIE Fighter / X-Wing Special Edition, Shadows of the Empire und der Reihe Jedi Knight bis hin zu Knights of the Old Republic. Hinzu kommen Titel, die man ohnehin nur auf dem PC erleben kann, darunter z.B. Command & Conquer: The Ultimate Collection oder SimCity. Aber das Beste: Im Gegensatz zu EA Access gibt es hier zahlreiche weitere Spiele anderer Hersteller, darunter Kalypso, Team 17, Daedalic, Focus Home Interactive, THQ Nordic sowie kleinere Indie-Studios. Dadurch wird die schon recht üppige EA-Auswahl am PC um zusätzliche Produktionen wie The Surge, Yoku's Island Express, Shenzhen/IO, Pillars of Eternity, Darksiders, This War of Mine, Gone Home, Worms W.M.D. sowie Ghost of a Tale ergänzt. Abonniert man die Premium-Variante Origin Access Premier kommen außerdem noch aktuelle Spiele wie Star Wars Jedi: Fallen Order, Need for Speed Heat und FIFA 20 hinzu, von denen man meist auch die Deluxe bzw. Ultimate Editionen sowie ursprünglich kostenpflichtige Erweiterungen erhält. Zusätzlich landen vereinzelt auch Spiele von Drittanbietern im Premium-Vault. Zu den aktuellen Beispielen zählen etwa A Plague Tale: Innocence oder Darksiders 3.
Uplay Plus
Uplay Plus gewährt Abonnenten quasi Zugriff auf die gesamte PC-Spielebibliothek von Ubisoft. Schleichen mit Sam Fisher in Splinter Cell, Ballern in Far Cry, Aufbaustrategie mit Anno oder den Siedlern und Abenteuer in Assassin's Creed oder den geistigen Vorgängern von Prince of Persia: Die Auswahl ist mit mehr als 100 Spielen nicht nur groß, sondern dank der Mischung aus alten und neuen Spielen auch noch erfreulich vielfältig, bevor offenen Welten das Credo in der Entwicklung des französischen Publishers wurden. Neben großen Reihen finden sich auch kleinere Projekte wie Child of Light, From Dust oder I am Alive in der Auswahl. Retro-Fans dürfen dagegen in die älteren und wesentlich komplexeren Teile von Ghost Recon oder Rainbow Six abtauchen, bekommen selbstverständlich aber auch die aktuellen Vertreter wie R6 Siege, Wildlands oder Breakpoint sowie weitere Ableger aus dem Tom-Clancy-Universum wie das Strategiespiel Endwar oder The Division. Kult-Spiele wie Beyond Good & Evil fehlen genauso wenig wie die unkonventionellen South-Park-Rollenspiele, VR-Experimente wie Transference, die Baukasten-Raserei Trackmania, Hüpf-Einlagen mit Rayman oder eine Zeitreise durch die Historie von Might & Magic. Das Plus wird beim Abo-Service tatsächlich groß geschrieben: Falls verfügbar gibt es von allen Spielen innerhalb der Abo-Bibliothek die digitalen Premium-Editionen mit sämtlichen Zusatzinhalten, Erweiterungen und Extras. Genau wie bei EA Access ist das Angebot allerdings nur auf Produktionen von Ubisoft beschränkt. Auch steht der Abo-Service lediglich für PC-Nutzer zur Verfügung – ein Konsolen-Pendant gibt es nicht.
Humble Choice
Bei Humble Choice, das ursprünglich unter dem Namen Humble Monthly gestartet wurde, verfolgt man einen etwas anderen Ansatz als bei den meisten anderen Spiele-Abos. Auf der einen Seite erhalten Abonnenten auch hier Zugriff auf einem Bibliothek mit mehr als 90 Spielen, bei denen es sich überwiegend um ältere Vertreter oder kleine Indie-Produktionen wie Snake Pass, Race the Sun oder The Sexy Brutale handelt. Allerdings finden sich in diesem so genannten Humble Trove auch Adventure-Klassiker wie Indiana Jones and the Fate of Atlantis oder Abenteuer aus der Reihe Broken Sword (Baphomets Fluch). Selbst Star Wars ist mit Spielen wie X-Wing Alliance oder Star Wars Rebellion am Start, wobei die Bibliothek in jedem Monat mit Neuzugängen ergänzt werden soll. Im Mittelpunkt steht aber der Aufbau einer eigenen Bibliothek: Bei Humble Choice bekommt man jeden Monat eine Auswahl aus mindestens zehn PC-Spielen, von denen man je nach gewählter Abo-Stufe bis zu zehn behalten darf – und das nicht nur im Rahmen des Abos, sondern für immer. Im Klartext: Man hat selbst dann noch Zugriff auf seine ausgewählten Spiele und die heruntergeladenen Titel aus der Trove, wenn man das Abonnement kündigt. Neben Indie-Spielen finden sich in den Auswahlpaketen auch Produktionen großer Studios, darunter z.B. Shadow of The Tomb Raider, Dirt Rally 2.0, Soul Calibur 6, Call of Duty: WW2 oder Street Fighter 5, wobei man in diesen Fällen in der Regel die Steam-Codes erhält, während man in der Trove DRM-freie Fassungen bekommt. Je nach Spiel gibt es nicht nur die Standard-Versionen: Bei F1 2019 stand z.B. die Anniversary Edition mit zusätzlichen Inhalten zur Auswahl. Der Ansatz ist vor allem deshalb sehr interessant, weil er einem Problem entgegenwirkt, das viele Abodienste haben: Ein großer Teil des Angebots ist den Nutzern unter Umständen egal, weil sie z.B. mit einem bestimmten Genre nichts anfangen können. Bei Humble Choice finden dagegen hauptsächlich solche Spiele den Weg in die Bibliothek, die einem persönlich zusagen und die man gleichzeitig für immer behalten darf. Das ist ein großartiger Mehrwert, den man nicht unterschätzen darf! Trotzdem sollte man eine gewisse Offenheit gegenüber verschiedenen Genres und kleineren Produktionen mitbringen, um jeden Monat bei der gebotenen Auswahl fündig zu werden.
Apple Arcade
Apple ist erst am 19. September 2019 in den Abo-Service eingestiegen und setzt auf eine Bibliothek mit über 100 ausgewählten Spielen - natürlich nur für iOS-Geräte vom iPad über AppleTV bis Mac. Darunter befinden sich traditionell keine Triple-A-Produktionen à la Assassin's Creed oder große Rollenspiele wie The Witcher 3, die man weiter nur für PC und Konsole bekommt. Aber Apple hat nicht nur prominente Namen und Studios wie Will Wright oder Hironobu Sakaguchi, sondern auch Marken wie Sonic, Rayman, Pac Man, LEGO & Co dabei. Das Abo deckt ein breites Spektrum an Genres von Action, Sport über Plattformer bis zu Strategie und Adventure ab, wobei einige (zeit)exklusive Highlights wie Shinsekai hier sogar ihre Premiere feiern, bevor sie auf Switch & Co erscheinen. Zwar gibt es auf den ersten Blick noch viele "typische" Mobile-Games und man vermisst potenzielle Platin-Hits wie noch in der Tablet-Pionierzeit. Aber es gibt genug solide bis gute Titel, dazu keinerlei Werbung oder Mikrostransaktionen. Außerdem verschwinden die qualitativen Grenzen zwischen den eShops von Nintendo, Sony & Co zunehmend, zumal gerade Independent-Entwickler wie Annapurna Interactive (What Remains of Edith Finch) auch für iPad & Co problemlos komplexere Abenteuer in hoher Auflösung mit stabiler Bildrate und Gamepad-Unterstützung designen können. Allerdings deckt Apple Arcade etwa 300.000 Spiele nicht ab, die entweder mit In-App-Käufen um Kunden buhlen oder die man zum Vollpreis im AppStore kaufen kann - es fehlen also großartige Klassiker wie Sorcery! oder Battle of the Bulge, auch manche coolen aktuellen Abenteuer für Erwachsene wie das Soulslike Pascal's Wager sind nicht dabei. Apple hat seine Spielewelt quasi in drei Bereiche geteilt und mit Apple Arcade eine kuratierte Familienoase geschaffen.


Aktualität

GamePass
Microsoft veröffentlicht all seine First-Party-Spiele gleichzeitig mit dem Start im regulären Handel auch beim GamePass ohne Zusatzkosten, wie zuletzt bei Ori and the Will of the Wisps. Daneben erscheinen auch einige Indie-Spiele parallel zum normalen Release im Abo-Service. Damit glänzt GamePass mit einer hervorragenden Aktualität, die stellenweise auch von den Drittanbietern gefördert wird. Das Actionspiel Metro Exodus erschien z.B. schon wenige Monate nach der Veröffentlichung im GamePass, der Koop-Shooter Wolfenstein: Youngblood ebenfalls. Paradox Interactive hat ebenfalls schon angekündigt, dass Crusader Kings 3 in diesem Jahr umgehend den Weg in die GamePass-Bibliothek am PC finden soll. Spiele wie Dirt Rally 2.0, A Plaque Tale oder Rage 2 haben ebenfalls noch kein Jahr auf dem Buckel. Trotzdem besteht ein größerer Teil der Auswahl aus älteren Spielen, die bis zur ersten Xbox zurückreichen. Genau wie bei Videoanbietern wie Amazon Prime oder Netflix stehen viele Angebote der Dritthersteller nur für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung. Dank einer entsprechenden Sortierung kann man sich im Vorfeld darüber informieren, welche Titel demnächst entfernt werden – und das sogar mit der Angabe eines konkreten Datums.
PlayStation Now
In der Bibliothek von PlayStation Now finden sich übermäßig ältere Spiele, die vornehmlich aus der PS3-Ära stammen. In regelmäßigen Abständen landen aber ausgewählte AAA-Produktionen für einen begrenzten Zeitraum im Abo, darunter z.B. Grand Theft Auto 5, God of War, Uncharted 4 oder Horizon: Zero Dawn in der Complete Edition. Zuletzt wurden Control, Shadow of the Tomb Raider und Wolfenstein 2: The New Colossus hinzugefügt. Sony selbst hat betont, dass man hinsichtlich der Aktualität bewusst nicht dem Vorbild von Game Pass folgen will. Entsprechend wird es keine parallele Veröffentlichung von brandneuen Spielen im Handel und im Streaming-Abo geben. Stattdessen muss man sich immer mehrere Monate gedulden, bis aktuelle Vertreter bei PlayStation Now verfügbar sind. Ärgerlich ist die Tatsache, dass von vielen Spielen die technisch schlechtere und nicht herunterladbare PS3-Version angeboten wird, obwohl es bereits PS4-Umsetzungen gibt. Dazu zählen z.B. Vertreter der Batman-Spiele, der Resident-Evil-Reihe oder Uncharted sowie The Last of Us. Auch bei einem Battlefield 4 findet man in der Auswahl lediglich die abgespeckte PS3-Fassung. Bei Sony nimmt man sich der Sache aber langsam an: Bei BioShock: The Collection werden z.B. die veralteten PS3-Editionen aller drei Spiele durch die aktuelleren Remaster-Versionen der PS4 ersetzt. Dank regelmäßiger News-Updates bleibt man immer auf dem Laufenden, wie lange die Top-Titel verfügbar bleiben und wann sie wieder aus dem Abo-Bibliothek verschwinden.
EA Access
Up-to-date ist der Vault bei EA Access höchstens im Ansatz: Zu den prominentesten Vertretern dürften der BioWare-Flop Anthem oder der zum Start enttäuschende Shooter Star Wars: Battlefront 2 zählen, der sich nach der Überarbeitung qualitätiv mittlerweile berappelt hat. Football-Fans freuen sich über ein aktuelles Madden NFL 20, bei FIFA steht hingegen nur die 19er-Edition zur Wahl. Dafür gibt es eine Reise ins sportliche Altersheim, die bis zu ollen Kamellen wie FIFA 15, NBA Live 15 oder NHL 17 zurück reicht. Wer will denn sowas noch spielen? Insgesamt präsentiert sich EA Access als Spiele-Abo nicht nur enttäuschend beim Umfang, sondern auch bei der Aktualität.
Origin Access
Bei der Spieleauswahl innerhalb des EA-Portfolios präsentiert sich der Basic Vault hinsichtlich Aktualität ähnlich ernüchernd wie bei EA Access. Immerhin hat man hier aber den Vorteil, dass auch halbwegs aktuelle Titel von Drittanbietern bereitgestellt werden, darunter z.B. Dead Cells oder Vampyr. Entscheidet man sich für Origin Access Premier glänzt das Abo-Modell mit einer ähnlichen Aktualität wie der GamePass: Sämtliche Neuerscheinungen von Electronic Arts, von denen es abseits der jährlichen Sportspiele derzeit leider nicht allzu viele gibt, landen umgehend in der Bibliothek – und das bereits eine Woche vor dem offiziellen Release. Statt einer Vorab-Version mit zeitlicher Begrenzung dürfen Premier-Abonnenten außerdem umgehend mit der Vollversion loslegen. Zumindest für Origin Access Premier gilt also: Aktueller geht es kaum, was die hauseigenen Spiele des Publishers angeht!
Uplay Plus
Uplay Plus ist quasi das Gegenstück von Ubisoft zu Origin Access Premier: Genau wie beim Premium-Aboservice von EA nimmt die Aktualität auch hier einen hohen Stellenwert ein, denn neue Spiele sollen umgehend in der Bibliothek verfügbar sein – und das bereits bis zu drei Tage vor dem offiziellen Release. Hinzu kommt der erneute Hinweis, dass Ubisoft für Abonnenten die digitalen Premium-Editionen zur Verfügung stellt – nicht nur für alte, sondern auch die neuen Spiele. Abseits der brandneuen Spiele ist ein Großteil der Auswahl naturgemäß schon älter. Im Gegensatz zu EA fällt der Softwarenachschub bei Ubisoft tendenziell aber höher aus, wovon folglich auch die Abonnenten profitieren.
Humble Choice
Im Humble Trove sind höchstens vereinzelte Indie-Spiele halbwegs aktuell, doch überwiegend steht hier alter, mitunter sogar sehr alter Kram zum Download bereit, wobei sich immerhin ein paar lohnenswerte Klassiker in der Auswahl befinden. Frischer geht es bei der monatlichen Spieleauswahl zu, auch wenn man freilich keine topaktuellen Titel erwarten darf: Dazu zählen z.B. der Action-Plattformer Death's Gambit, das abgedrehte Actionspiel My Friend Pedro, die PC-Version von Yakuza Kiwami oder das immer noch aktuellste F1-Rennspiel F1 2019. Problem: Rückwirkend erhält man keinen Zugriff mehr, wenn man erst jetzt einsteigt. Aber ein Blick in die Vergangenheit zeigt zumindest, dass man zwischendurch immer wieder mit halbwegs aktuellen Vertretern und Highlights innerhalb der gebotenen Auswahl rechnen kann, mit denen man schrittweise seine Bibliothek erweitert.
Apple Arcade
Wer als Spieler plattformübergreifend auf dem neusten Stand sein will, liegt hier natürlich falsch: Apple Arcade ist eine kuratierte Liste für iOS-Systeme, die mit eher unbekannteren Spielen ergänzt wird. Außerdem fehlen natürlich die 300.000 Titel mit In-Game-Käufen sowie die aktuellen Vollpreisspiele. Da das Angebot an Titeln aber nahezu wöchentlich mit einigen exklusiven Spielen aufgestockt wird, wächst die Bibliothek auf lange Sicht qualitativ - wobei allerdings ehemals exklusive Titel wie Shinsekai von Capcom irgendwann auch für andere Plattformen erscheinen können. Alle Spiele werden ansonsten stets über Updates, manche mit Erweiterungen gratis aktualisiert.


Kosten

GamePass
Regulär kostet die Mitgliedschaft beim GamePass 9,99 Euro pro Monat. Am PC, wo sich der Dienst offiziell immer noch in der Beta-Phase befindet, erhält man derzeit Zugang zu einem Einführungspreis von 3,99 Euro. Allerding will Microsoft seinen GamePass Ultimate fördern, der neben dem Zugriff auf die PC- und Konsolen-Bibliothek zusätzlich noch Xbox Live Gold enthält und damit das Rundumpaket darstellt. Immerhin ist dadurch nicht nur die Möglichkeit zum Onlinespielen mit inbegriffen, sondern Gold-Abonnenten bekommen neben zusätzlichen Rabatten auch monatliche Spiele. Für den ersten Monat lockt Microsoft mit einem Hammer-Angebot von nur einem Euro zum GamePass Ultimate. Danach beträgt der Preis 12,99 Euro pro Monat – ein durchaus attraktives Angebot für alle, die auf beiden Plattformen unterwegs sind und auch gerne online spielen. Da es keine Mindestvertragslaufzeit gibt, kann man das Abo jederzeit zum Monatsende kündigen. Angebote, GamePass im Gegenzug für eine Preisreduzierung direkt als Jahres-Abo zu kaufen, gibt es nicht.
PlayStation Now
Hatte Sony beim Deutschland-Start von PlayStation Now im August 2017 noch einen happigen Monatsbeitrag von 16,99 Euro anvisiert, ist man mittlerweile bei 9,99 Euro gelandet und befindet sich damit auf dem gleichen Preisniveau wie Microsofts GamePass. Wer auf den Luxus des monatlichen Kündiungsrechts verzichten und Verträge mit längeren Laufzeiten eingehen möchte, kann weiter sparen: Mit einem Abo über sechs Monate kostet PlayStation Now nur noch 8,33 Euro pro Monat, bei einem Jahresabo sogar nur noch fünf Euro. Angesichts der Größe der Bibliothek, zunehmender Download-Optionen für die Spiele und regelmäßiger Aktualisierungen ist vor allem ein Abschluss über 12 Monate eine günstige und lohnende Investition, wenn man auf einen Schlag Zugriff auf jede Menge Spiele haben und dabei auch noch erste Erfahrungen mit der Streaming-Technologie machen möchte. Zudem bietet Sony eine einwöchige Testphase an, in der man kostenlos in PlayStation Now hineinschnuppern darf.
EA Access
Preislich ist EA Access dem mageren Angebot angemessen: Mit einem Preis von 3,99 Euro pro Monat fallen für den Service die geringsten Abo-Gebühren in unserem Vergleich an. Wer sich für ein Jahresabo entscheidet, kann sogar sparen und zahlt für die zwölf Monate lediglich 24,99 Euro. Ärgerlich: Wer den Service sowohl auf PS4 als auch Xbox One nutzen möchte, muss für jede Plattform ein separates Abo abschließen und folglich doppelt zahlen. Es gibt also kein hier im Gegensatz zum GamePass Ultimate kein Kombo-Angebot - auch nicht zusammen mit dem PC-Pendant Origin Access. Zweifelhaft ist auch der Preis auf der PS4: Obwohl das Angebot deutlich geringer ausfällt als auf Xbox One und dadurch viele Highlights von früher fehlen, bleiben die Abo-Gebühren identisch. Entsprechend dürfen PS4-Nutzer auch in dieser Kategorie einen Stern der Wertung abziehen.
Origin Access
Für den Zugang zum Basic Vault gelten die gleichen Regeln wie bei EA Access: Bei monatlicher Zahlweise werden 3,99 Euro, beim Abschluss eines Jahres-Abos nur 24,99 Euro fällig. Durch die größere und bessere Auswahl bietet die Basic-Mitgliedschaft von Origin Access jedoch ein deutlich attraktiveres Preis-Leistungsverhältnis als das Konsolen-Pendant. Daher ist es erneut ärgerlich, dass es kein Angebot gibt, das den Zugriff auf EA und Origin Access vereint. Für das Premier-Abo steigen die Gebühren auf 14,99 Euro pro Monat oder 99,99 Euro im Jahres-Abo. Würde EA abseits der Sportspiel-Aufgüsse wieder mehr und bessere Software produzieren, wäre das ein durchaus ansprechendes Angebot, obwohl man noch fünf Euro über dem Game Pass liegt. Aktuell sieht es mangels Ankündigungen etwas mau aus, was den Nachschub angeht. Bis Juni dürfte von eigenen Produktionen lediglich die Command & Conquer Remastered Collection den Premier Vault bereichern, doch wird das Angebot vereinzelt auch durch aktuellere Spiele von Drittherstellern ergänzt.
Uplay Plus
Preislich orientiert sich Ubisoft am Rivalen Electronic Arts: Uplay Plus schlägt mit 14,99 Euro pro Monat genauso viel zu Buche wie Origin Access Premier. Aktuell zahlt man beim Abschluss eines Abos, das man monatlich kündigen kann, im ersten Monat lediglich 6,99 Euro. Im Gegensatz zu den Preismodellen von Electronic Arts gibt es aber keine Möglichkeit, ein Jahresabo abzuschließen und Geld zu sparen. Unterm Strich zählt der Aboservice von Ubisoft damit im Vergleich zu den Mitbewerbern zu den teuersten Angeboten ohne preisliche Flexibilität, da es weder günstigere Langzeit-Verträge noch Zugriff auf einen alternativen Basic-Vault gibt.
Humble Choice
Humble Choice erlaubt die größte Flexibilität innerhalb der Spiele-Abos, die für den Vergleich untersucht wurden. Zur Wahl stehen drei Modelle: Für das Lite-Abo zahlt man zwar recht üppige 4,49 Euro pro Monat, erhält aber lediglich Zugriff auf den Humble Trove mit seinen über 90 DRM-freien Spielen. In diesem Fall wirkt der angesetzte Preis nicht sonderlich attraktiv. Für eine monatliche Zahlung von 13,99 Euro gibt es die Basic-Mitgliedschaft, bei der man zusätzlich zum Trove pro Monat drei von mindestens zehn Spielen seiner Bibliothek hinzufügen darf. Die Premium-Variante schlägt mit 17,99 Euro pro Monat zu Buche und erlaubt die Wahl von neun Spielen in jedem Monat. Entscheidet man sich für ein Jahresabo, wird es günstiger: Die Lite-Mitgliedschaft gibt es 39,99 Euro, die Basic-Version für 124,99 Euro und den Premium-Zugang für 159,99 Euro im Jahr. Angesichts der Tatsache, dass man sämtliche Spiele nicht nur selbst auswählen, sondern anschließend auch behalten darf, wirkt die Preisgestaltung ab der Basic-Stufe ziemlich fair, sofern man es nicht auf die neuesten Top-Titel abgesehen hat und sich etwas gedulden kann. Ein netter Zug ist zudem der spezielle Tarif für Abonnenten, die bereits bei Humble Monthly eingestiegen sind: Quasi als Treuebonus zahlen sie pro Monat lediglich 12 Dollar (auch bei deutschen Nutzern wird in der US-Währung abgerechnet), erhalten im Gegenzug aber sämtliche Vorteile des Premium-Zugangs und dürfen ihrer Bibliothek mit zehn Titeln sogar noch ein Spiel mehr hinzufügen.
Apple Arcade
Apple Arcade kann vier Wochen gratis ausprobiert werden und kostet dann 4,99 Euro monatlich, wobei es jederzeit kündbar ist. Es gibt keinerlei Sonder- oder Premium-Modelle, sondern nur dieses Abo - das ist einfach und klar. Man kann die über 100 Spiele sowohl an iPhone, iPad, AppleTV und Mac starten, komplett offline spielen und mit sechs Leuten aus seiner Gruppe teilen. Bedenkt man die Preisstrukturen im AppStore, ist das ein fairer Preis.


Extras & Rabatte

GamePass
Abonnenten erhalten einen Rabatt von 20 Prozent auf den Verkaufspreis von Spielen, die sich aktuell in der GamePass-Bibliothek befinden. Das kommt spätestens dann gelegen, sobald Spiele aus dem Sortiment verschwinden, die man aber noch gerne fortsetzen würde. Ebenso gibt es einen Nachlass von zehn Prozent auf alle DLC-Erweiterungen aktueller GamePass-Spiele. Wer sich für die Ultimate-Variante entschieden hat, bekommt neben weiteren Gold-Rabatten und monatlichen Spielen außerdem noch diverse Perks, bei denen es sich um weitere exklusive Angebote für Abonnenten inklusive zusätzlichen Spielinhalten handelt.
PlayStation Now
Hinsichtlich Extras gibt sich PlayStation Now spartanisch: Es gibt keinerlei Vergünstigungen, falls man Spiele aus der Abo-Bibliothek kaufen möchte, wenn eine Entfernung bevorsteht. Auch gibt es keine exklusiven Vorab-Zugänge oder anderweitige Bonus-Aktionen. Positiv hervorheben kann man die Wahl zwischen der Streaming- und Download-Option, die aber nur bei ausgewählten Titeln zur Verfügung steht, deren Anzahl aber kontinuierlich zunimmt.
EA Access
Da sich im Vault von EA Access vornehmlich ältere Spiele tummeln, sind die exklusiven Vorab-Trials das große Pro-Argument für alle, die aktuelle Inhalte suchen. Abonnenten wird es gestattet, brandneue Titel des Publishers für eine Dauer von bis zu zehn Stunden anzuspielen – und das schon eine Woche vor der offiziellen Veröffentlichung. Gerade bei Mehrspieler-Erfahrungen wie Battlefield 5 kann man sich durch den zeitlichen Vorsprung bereits leichte Vorteile bei Freischaltungen und der Erfahrung erspielen. Entschließt man sich anschließend zum Kauf, darf man nicht nur seinen Spielstand mitnehmen, sondern erhält auch einen Rabatt von zehn Prozent auf den regulären Verkaufspreis. Kleiner Haken an der Sache: Abseits der jährlichen Auflagen von Sportspiel-Reihen hält sich Electronic Arts mit der Veröffentlichung neuer Spiele seit geraumer Zeit ziemlich zurück. Folglich gibt es nur eine überschaubare Anzahl an Titeln, die man im Rahmen der Vorab-Trials ausprobieren kann. Für die Zukunft stellt der Publisher allerdings in Aussicht, wieder mehr Spiele zu produzieren, für die es dann selbstverständlich auch Vorab-Versionen geben dürfte.
Origin Access
Bei Origin Access erhält man die gleichen Extras wie bei EA Access: Wer sich Spiele kaufen möchte, erhält einen Rabatt von zehn Prozent auf den regulären Preis. Abonnenten der Premier-Variante bekommen statt eines zeitlich begrenzten Vorab-Zugangs aber umgehend Zugriff auf die Vollversion und benötigen bei neuen Spielen nicht zwingend die Vergünstigungen, weil sie im Rahmen des Abos das komplette Spiel bereits erhalten.
Uplay Plus
Während man bei EA / Origin Access bereits bis zu sieben Tage vor dem offiziellen Releasedatum in neue Spiele hineinschnuppern darf, gestattet Uplay Plus immerhin noch einen Vorab-Zugang von drei Tagen. Zudem wird Abonnenten eine garantierte Teilnahme an Beta-Programmen in Aussicht gestellt, sofern sie für die jeweiligen Spiele angeboten werden. Wer Spiele nach der Kündigung des Abos weiterspielen möchte, kann zwar seinen Spielstand übernehmen, erhält im Gegensatz zu den Angeboten von EA oder Microsoft in diesem Fall aber keine Rabatte auf den Kaufpreis oder sonstige Vergünstigungen.
Humble Choice
Je nach gewählter Abo-Stufe wird Abonnenten ein Rabatt für Einkäufe im Humble Store gewährt: Während Lite- und Basic-Mitglieder einen Nachlass von zehn Prozent erhalten, verdoppelt sich die Ersparnis bei Premium-Nutzern auf 20 Prozent. Darüber hinaus findet sich auch eine Option, den Abo-Zugang zu verschenken. Exklusive Vorab-Zugänge, Beta-Programme & Co gehören allerdings nicht zu den Features von Humble Choice. Dafür gibt es aber noch ein sympathisches Extra: Ein Teil der Einnahmen wird jeden Monat für wohltätige Zwecke gespendet.
Apple Arcade
Es gibt keinerlei Early Access, Extras oder Rabatte für weitere Käufe, wenn man Apple Arcade abonniert. Man bekommt also keine Preisreduzierungen für normale Spiele aus dem AppStore, Codes für In-Game-Items oder Ähnliches. Dafür kann man alle Titel offline zocken und bekommt zukünftige DLC zu allen Spielen gratis.


FAZIT & Gesamtwertung

GamePass
Gesamtwertung: 18
Mit dem GamePass hat Microsoft eines der attraktivsten Abo-Angebote geschnürt. Gerade im Hinblick auf Aktualität und Spieleauswahl erhält man einen sehr guten Gegenwert für die monatlichen Gebühren – zumindest auf der Konsole. Auf dem PC ist die Bibliothek noch ausbaufähig, doch vereint der GamePass Ultimate clever beide Welten und beinhaltet neben dem Spiele-Abo zusätzlich die Mitgliedschaft für Xbox Live Gold – und das alles zu fairen Start- sowie Kündigungskonditionen. Top!
PlayStation Now
Gesamtwertung: 13
Insgesamt gelingt Sony vor allem dank seiner Blockbuster-Initiative eine ansprechende Kombination aus halbwegs aktuellen und älteren Spielen. Mit der Download-Option, die für immer mehr Titel als Alternative zum Streaming angeboten wird, hat der Dienst auf jeden Fall an Attraktivität gewonnen. Das größte Pro-Argument ist sicher der riesige Umfang mit über 700 Spielen, auch wenn es sich bei vielen immer noch um veraltete PS3-Versionen handelt oder lediglich das Streaming zur Verfügung steht. Hinsichtlich Aktualität reicht das Angebot von Sony zwar nicht an den GamePass heran, doch dafür gibt es zumindest beim Abschluss eines Jahres-Abos ein enorm ansprechendes Preis-/Leistungsverhältnis, nachdem man zum Start von PlayStation Now den Bogen bei der Preisgestaltung noch überspannt hatte.
EA Access
Gesamtwertung: 10
Mit EA Access bietet Electronic Arts zwar eines der günstigsten Spiele-Abos, gleichzeitig aber auch eines der schwächsten. Zum einen besteht die Vault-Bibliothek nur aus überwiegend angestaubten Spielen des Publishers und zum anderen gibt es trotz gleicher Abo-Geführen eklatante Unterschiede beim Umfang zwischen PS4 und Xbox One. Ein Kombo-Angebot für die Nutzung auf mehreren Plattformen gibt es nicht, obwohl man ohnehin alles über ein Origin-Konto abwickeln muss. Die exklusiven Vorab-Trials sind ebenfalls nicht mehr als eine umfangreiche Demo, die aber bei der Kaufentscheidung durchaus helfen und Geld sparen können. Mit seinen vielen Klassikern ist EA Access auf der Xbox One durchaus einen Blick wert, falls man manche alten Perlen nachholen möchte. Auf der PS4 bekommt man im Vergleich allerdings zu wenig geboten und kann daher locker zwei Sterne von der Gesamtwertung abziehen.
Origin Access
Gesamtwertung: 16
Schon in der Basic-Variante stellt Origin Access trotz gleicher Abo-Gebühren das Konsolen-Pendant EA Access in den Schatten: Die Bibliothek fällt dank der standardmäßigen Abwärtskompatibilität am PC sowie der langjährigen EA-Historie nicht nur größer und ansprechender aus, sondern umfasst darüber hinaus auch noch Spiele zahlreicher Dritthersteller und Indie-Studios. Bei dem niedrigen Preis erhält man verdammt viel Spiel für sein Geld, selbst wenn die aktuellen Titel fehlen. Die bekommt man erst in der teureren Premium-Variante Origin Access Premier, wo man bereits eine Woche vor Release die Vollversion zocken und sie anschließend sogar behalten darf, so lange man Abonnent bleibt. Jetzt muss EA abseits der jährlichen Sportspiel-Aufgüsse nur noch für mehr Nachschub sorgen, um die Attraktivität und Genre-Vielfalt seines Abo-Modells zu steigern.
Uplay Plus
Gesamtwertung: 14
Wer den Spielen von Ubisoft etwas abgewinnen kann, findet mit Uplay Plus ein kleines El Dorado, für dessen Zutritt man aber einen vergleichsweise hohen monatlichen Eintrittspreis zahlen und auf eine flexiblere Preisgestaltung verzichten muss. Im Gegenzug erhält man aber eine große und durchaus ansprechende Bibliothek, die neben beliebten Klassikern auch mit aktuellen Spielen samt Premium-Editionen überzeugt. Zwar ist man auf die Auswahl eines einzigen Herstellers beschränkt, doch gerade mit einem Blick in die Vergangenheit wird man freudig feststellen, dass es bei Ubisoft eine Zeit gab, in der man bei AAA-Produktionen noch nicht im formelhaften Open-World-Korsett gefangen war.
Humble Choice
Gesamtwertung: 14
Wer nicht immer unbedingt schon kurz nach oder zum Release Zugriff auf die neuesten Spiele haben möchte und zudem ein Herz für kleinere Produktionen sowie ältere Klassiker hat, findet bei Humble Choice eine lohnenswerte Anlaufstelle. Das Beste an diesem etwas anderen Aboservice ist neben den flexiblen Preismodellen die Tatsache, dass man sich hier selbst eine individuelle Spielebibliothek aufbaut und sämtliche Titel nach dem Beenden des Abos weiterverwenden darf. Gerade im Premium-Abo gibt es mit über 100 neuen Spielen pro Jahr einen hohen Gegenwert zu den Gebühren, sofern man offen für viele Genres ist und nicht nur im AAA-Segment zocken möchte.
Apple Arcade
Gesamtwertung: 11
Apple hat viel in Entwickler und Service investiert, um sich für die Zukunft zu wappnen: Apple Arcade ist ein faires und attraktives Abo-Angebot. Vielleicht nicht für Hardcore-Zocker, aber auf jeden Fall für Familien, die jeden Monat für knapp fünf Euro auf eine bunt kuratierte Sammlung zurückgreifen können. Das kreative Potenzial ist sichtbar, die Genre sind abwechslungsreich, die Qualität solide bis gut, aber die exklusiven Titel erreichen noch nicht die herausragende Qualität der Tablet-Pionierphase und manchen genialen Klassiker oder aktuelles Highlight muss man dann doch kaufen. Dafür darf man alles offline und mit Gamepad zocken, es gibt keine Werbung oder In-Game-Käufe, außerdem bleibt diese Überraschungsei-Spannung, dass bei den nächsten exklusiven Titeln vielleicht wieder ein großartiges Schmuckstück à la Monument Valley dabei ist.

Kommentare

GenerationX schrieb am
Ich denke der Game Pass dürfte mittelfristig für MS immer wichtiger werden. Nämlich mit den 1st Part Spielen. Die sind Day One mit dabei und bleiben auch im Pass, ganz im Gegensatz zu den 3rd Party Games, wo einige Indie Spiele dabei sind, aber auch manches AA und AAA Spiel. Dies sind edle Lückenfüller.
MS kauft nicht nur wegen Xbox/PC so viele Studios, sondern um den Game Pass auf längere Sicht mit Inhalten zu füttern die dann auch dort bleiben. In Kombination mit dem xCloud Streaming Dienst, hat man dann in ein paar Jahren wohl tatsächlich ein Netflix für Spiele. Und mit Netflix meine ich, vor allem gut gefüllt mit Eigenproduktionen.
Wie auch immer sich der Abo Markt entwickelt und egal welche Konkurrenz dort noch aus einer Strategie Abteilung tropft, man ist dieses mal früh dabei und Vorreiter.
Kalle_Wirsch schrieb am
).Katzenmagie.( hat geschrieben: ?
16.05.2020 15:13
Weil... wenn ich mein Retail anfassen möchte, dann nur weil ich es wertschätze. ? ?
Dachte ich bis vor 3 Wochen auch. aber weil das Spiele-Regal brechend voll war und meine Foto-Ausrüstung endlich mal einen würdigen Platz brauchte sind alle Retail-Packungen, der letzten 25 Jahre auf-nimmer-Wiedersehen in den Keller gewandert.
;-) Meine ersten 3 Games von 1982 hab ich allerdings noch im Schrank. ;-)
Leon-x schrieb am
Naja, gerade Lootboxen, DLC und Microtransaction gab es auch schon zu Hauf vor den Abodiensten.
MS gibt ja in Zukunft häufig die DLC mit im Abo mit rein. Genau wie Ubisoft und EA ja die Deluxe/Special Super Duper Edition in das Abo packt. Im Grunde ja der Anreitz dass man nicht noch viel extra kaufen muss.
Stört ja dann eher bei einem Vollpreistitel.
Im Moment scheint es ja gerade andersrum zu sein dass man durch die Abo noch weniger Geld ausgeben muss wenn dort die bessere Version samt DLC schon enthalten ist.
Klar, Anpassungen kann es immer geben. Wird allein durch Streaming wohl auch der Fall sein.
PixelMurder schrieb am
Ich bin mir nicht sicher, ob man Film, Musik und Gaming vergleichen kann. Entwickler, wie Publisher, wie Verbraucher ticken da jeweils anders, ausserdem gibt es keine Lootboxen, Timer und Season Pass für Filme oder Sound, aber auch keine Rückgaben wegen Unspielbarkeit/mieser Qualität und möglicherweise liegt gerade da der Hund begraben. Es gibt kein EA für Musik oder Film, obwohl "Publisher" in allen Sparten irgendwen abzocken.
Leon-x schrieb am
PixelMurder hat geschrieben: ?
19.05.2020 15:02
Ich vermute auf jeden Fall, dass die Qualität von Games unter diesen Abos nur leiden kann..
Also leidet auch die Film- und Musikindustrie unter Netflix, Amazon und Spotify? Wobei ich jetzt nicht wüsste was da jetzt wesentlich schlechter geworden ist über die Jahre. Kinofilme werden immer teurer und die Streaminganbieter geben trotzdem für Eigenproduktionen Millionen aus. Manche gar nicht so schlecht und sind sogar schon für Oscar nominiert. Ist jetzt ein Mandalorian auf Disney+ oder The Irishman auf Netflix jetzt mindere Qualität?
Glaube wenn es mehrere Streamingdienste gibt musst du trotzdem mit Qualität glänzen um herauszustechen. Solange es nebenher Retail gibt und normalen Digitalkauf stehst ja weiterhin auch wie üblich in Konkurrenz.
B und C Movies gab es schon immer auch vor Streamingdienste. Schau dir Steam an was da alles angekrochen kommt weil die Hürde zum reinstellen nicht wirklich hoch ist. War weit vor jedem Abo-Dienst.
Streaminganbieter hingegen wird ja auch auf einen gewisse Qualität achten und Abwechslung. Da kannst als Minipublisher nicht antanzen und selber was in den GP setzen.
Solange es irgendwo eine Konkurrenz gibt denke ich nicht dass man qualitativ sehr stark nachlassen kann. Denn ob Jemand länger als 1 Monat ein Abo bucht hängt schon davon ab "wie" er unterhalten wird.
schrieb am