Spielkultur: Die Spielewelt im Jahr 2000 - Special

 

Special: Spielkultur (Sonstiges)

von Matthias Schmid



Sonstiges
Entwickler: 4Players
Publisher: 4Players
Release:
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Spiele aus und mit dem Internetz

Digitale Vertriebswege (von Steam bis Xbox) waren 2000 noch Zukunfsmusik - von meist Japan-exklusiven, kaum genutzten Verkaufskanälen mal abgesehen. DSL-Anschlüsse gab es in Deutschland kaum, stattdessen nutzte man sein 56k-Modem für Counter-Strike oder Age of Empires 2. Und natürlich, um bei Napster einzelne MP3-Dateien herunterzuladen - zumindest so lange bis Metallica im Jahr 2000 der Filesharing-Plattform den Garaus machte. Im Konsolenbereich ging nur Segas Dreamcast online - ChuChu Rocket, Quake 3 Arena oder Phantasy Star Online waren überaus gut geeignet, die elterliche Telefonrechung in schwindelerregende Höhen zu treiben. System-Updates, (Day-1-) Patches oder DLC-Inhalte gab es aber natürlich noch nicht!

Zocken anno 2000

Eine Woche lang unglaublich spaßig, dann war die Luft raus - Crazy Taxis Stärke war nicht die Langzeitmotivation.
Eine Woche lang unglaublich spaßig, dann war die Luft raus - Crazy Taxis Stärke war nicht die Langzeitmotivation.
Die Frage, ob Spiele damals generell härter, dafür aber kürzer waren, lässt sich nicht eindeutig beantworten: Natürlich waren riesige offene Spielwelten in der Ära vor GTA 3 (2001) kaum ein Thema, doch es gab Umfangmonster wie Perfect Dark, Baldur's Gate 2 oder PSO, auch ein Skies of Arcadia oder Grandia 2 waren keine Häppchen für Zwischendurch. Space Channel 5, Crazy Taxi oder Sword of the Berserk hingegen waren in wenigen Stunden durchgezockt. Biowares MDK 2 oder IOs Hitman galten als ziemlich schwer, auch Quantic Dreams Erstlingswerk Omikron: The Nomad Soul hatte ein paar nervige Spitzen; Kirby 64 oder Tomb Raider Chronicles wiederum waren etlichen Serienkennern zu leicht.

Renn- oder Prügelspiele hatten im Vergleich zum Anfang der 1990er schon deutlich an Umfang (also Strecken, Autos, Kämpfer, Stages) gewonnen, dennoch können Vertreter des Jahres 2000 in dieser Hinsicht meist nicht mit aktuellen Titeln mithalten. Third-Person-Shooter hatten anno 2000 übrigens bei weitem noch die Bedeutung und Qualität wie einige Jahre später: Obwohl Koeis Winback schon 1999 (N64) bzw. 2000 (PS2) ein interessantes Deckungsfeature ins Spiel brachte, brauchte es doch zwei viel größere Impulse (Max Payne, 2001 und Gears of War, 2006), um aus dem Subgenre eine so ausgefeilte Spielart zu machen, die uns später Vanquish, Alan Wake oder Binary Domain bescheren sollte oder als bloße Shootermechanik Einzug hielt - in viele große Action-Adventures von Uncharted bis Tomb Raider.

Mehr zu den wichtigsten Spielen des Jahres 2000 auch im Talk mit Matthias, Ben und Jörg!

Kommentare

Mauga schrieb am
Ein sehr schön geschriebener Artikel. Hab mich direkt wieder wie 19 gefühlt :D Danke!
573f4n schrieb am
2000 war ein gutes Jahr. Lieblingspiel eindeutig No one lives forever. Irgendwie waren Spiele damals noch Spiele. Die heutigen Titel nehmen sich meist viel zu ernst und sind viel zu optimiert in dem Sinne dass man gar nichts mehr selber ausprobiert. Entweder sind die Gelände und Möglichkeiten eh streng abgesteckt (sog. Schlauchlevel) oder man hat "Open World" und "Möglichkeiten" arbeitet aber doch nur endlose lange Questlisten und vorgegebene Herausforderungen ab um Erfahrungspunkt zu sammeln um zu leveln und natürlich Loot suchen um zu "craften", weil jede Form von eigener Kreativität fast schon bestraft wird. Im besten Fall zerbricht nur ein einzelnes Quest, im schlechtesten Fall ist ein zu-Ende-spielen ganz unmöglich. Der größte Witz ist dann noch wenn es nur einen Savegame-Slot gibt wo der Spielfortschritt gespeichert wird. In Dead Island ist mir damals 20 Stunden Spielfortschritt verloren gegangen, weil ich wohl irgendwie nicht "richtig" gespielt habe, also irgendwas gemacht habe was nicht sein sollte.
5ka5 schrieb am
master-2006 hat geschrieben: ?16.08.2020 17:33 Hach waren das noch Zeiten. Da kommt man direkt wieder ins Schwärmen (und Papa Roach will nicht mehr aus dem Ohr :D)
Meine persönlichen Highlights aus den 2000ern waren allerdings ganz andere (auch wenn ich sie zugegebenermaßen erst 2001? gespielt habe).
Damals, als mein Vater sich einen brandneuen Win XP (!!) PC gekauft hat und es als Gratis-Beilage nicht nur ein, sondern direkt zwei Spiele gab, namentlich Midtown Madness 2 und Crimson Skies. Was habe ich diese Spiele geliebt und bis zum Erbrechen gespielt :D
Oh man, ja!!! Meine Mutter hatte damals einen neuen PC für uns mitsamt Windows XP (und damit den beiden Gratis-Titeln) gekauft. Während mich Crimson Skies nie wirklich packen konnte bzw ich nie richtig reinkam, war Midtown Madness 2 damals absolut mind-blowing für uns. Ich weiß noch, wie ich das anfangs spielte, meine ganze Familie zusah und wir gelacht und gestaunt haben angesichts der Stunts und Unfälle, die die arcardige Physik erlaubte.
Good Times. :D
master-2006 schrieb am
Hach waren das noch Zeiten. Da kommt man direkt wieder ins Schwärmen (und Papa Roach will nicht mehr aus dem Ohr :D)
Meine persönlichen Highlights aus den 2000ern waren allerdings ganz andere (auch wenn ich sie zugegebenermaßen erst 2001? gespielt habe).
Damals, als mein Vater sich einen brandneuen Win XP (!!) PC gekauft hat und es als Gratis-Beilage nicht nur ein, sondern direkt zwei Spiele gab, namentlich Midtown Madness 2 und Crimson Skies. Was habe ich diese Spiele geliebt und bis zum Erbrechen gespielt :D
Zurück aus der Schule, Mittagessen runtergewürgt und mit Hundeaugen gebettelt ob man an den PC durfte :lol:
Bis dahin gab es für mich am ollen PC eigentlich nur Anno 1602, das hoch und runter lief, und bis heute (als mein erstes PC-Spiel überhaupt) einen festen Platz in meinem Herzen hat.
Aber diese beiden Spiele waren einfach eine Wucht, von der Grafik ganz zu schweigen die beim ersten Start für eine runtergeklappte Kinnlade gesorgt hat :)
Da war es auch egal, dass die Steuerung mit Tastatur bei beiden ein absoluter Krampf war :D
Khorneblume schrieb am
ICHI- hat geschrieben: ?15.08.2020 18:05
Valentin K. hat geschrieben: ?14.08.2020 21:34
Darf man fragen was genau an Vagrant Story so gut gewesen ist ? Habs nämlich so ca alle 5 Jahre versucht anzufangen und bin nur einmal aus dem ersten Kellerdungeon rausgekommen weil ichs zu zäh fand. Und die Story selbst hat zumindest am Anfang sehr generisch gewirkt. Weiß aber das es damals sehr sehr gute Wertungen bekommen hat, was eben auch der Grund für 3 Versuche war, aber konnte aus trotz 3 maligen anzockens eben nie nachvollziehen. Code Veronica dafür ha bic hauch geliebt :)
VS hat für mich eine ähnliche Spielweise wie die Dark Souls Reihe.
Also Standard Gegner die man nicht so ohne Weiteres Besiegen kann und eine echte herausforderung
dastellen und die eigentlichen Bosse erfordern viel Taktik und können einen schon mal mit Leichtigkeit platt
machen. Das Kampfsystem ist sehr genial wie ich finde.
Dazu eine Düstere , dichte Atmosphäre und interessante Charaktere.
Wenn man das mit Emulator spielt könnte die Grafik sogar noch als aktuelles Indie Spiel durchgehen.

Der Anfang ist mehr so eine Art Tutorial und wird dann immer besser.
kann allerdings nicht sagen ob du es besser finden wirst wenn du etwas länger spielst.
Story ist auf jeden fall gut.
VS war vom Schwierigkeitsgrad her halt ne Hausnummer. Würde das auch als mein bestes PS Spiel 2000 bezeichnen. Man musste das Spielsystem schon verstehen. Wenn man die falschen Schwächen / Resistenzen auf einer Waffe geskillt hat, konnte man schon sehr schnell baden gehen. Das Leveldesign war einfach großartig. Atmosphäre einmalig für damals. Der Vergleich mit Dark Souls ist da absolut passend, auch wenn Dark Souls vom Spielgefühl her nochmal anders ist. Gerockt hat bei VS in jedem Fall der Soundtrack und das Artdesign. Dazu gab es wirklich tonnenweise Bosse.
Für DC würde ich 2000 Crazy Taxi und Grandia 2 nominieren. Das erstere war so ein Spaßbolzen! Grandia einfach nur Meisterhaft.
Und fürs N64 natürlich Perfect Dark. Das aber nur...
schrieb am