Spielkultur: 25 Jahre Tomb Raider - Special

 

Special: Spielkultur (Sonstiges)

von Benjamin Schmädig



Spielkultur: Lara Croft wird 25 *Jetzt mit Video*
25 Jahre Tomb Raider
Sonstiges
Entwickler: 4Players
Publisher: 4Players
Release:
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
kein Termin
Spielinfo Bilder Videos

„100.000 Exemplare?“, peilte man bei Eidos durchs zugekniffene Auge an, als in dem britischen Softwarehaus kalkuliert wurde, wie viel ein brandneuer Titel namens Tomb Raider wohl einspielen würde. 100.000 – das war vor 25 Jahren weit mehr als es heute klingt! Echtes 3D steckte noch in den Kinderschuhen, die erste PlayStation war gerade mal zwei Jahre alt. Videospiele mussten sich und ihr Publikum erst finden. Und dann stürzten sich mehr als 7 Mio. Menschen auf das Abenteuer um Lara Croft, der dieser enorme Erfolg aber nicht nur Gutes brachte. Wir nehmen ihr kleines Jubiläum zum Anlass und blicken darauf zurück, wie sie und ihre Geschichten sich im Wandel der Zeit entwickelt haben.



Popkultur

Tomb Raider ist viel mehr eine Spieleserie. Immerhin brachte der Erfolg nicht nur drei hoch dotierte Hollywoodstreifen ans Licht; Lara turnte auch durch Musikvideos, zeigte sich als Comicheldin, machte sich also auch außerhalb der vor 20 Jahren noch recht exklusiven Videospielexpertise einen Namen. Darauf wollen wir im Rahmen dieses Rückblicks aber nicht eingehen – genauso wenig wie auf die Ableger und Umsetzungen, welche zum großen Teil ohnehin "nur" den Namen der Protagonistin führten. Dazu zählen sowohl das kooperativ spielbare Lara Croft and the Guardian of Light samt Nachfolger als auch Lara Croft Go, zwei Titel für Game Boy Color sowie die Umsetzungen einiger großer Teile auf PSP, Nintendo DS und anderen mobilen Plattformen. Mit Lara Croft: Relic Run gibt es sogar eine Kopie des erfolgreichen Handyspiels Temple Run, aber spätestens die weicht so stark vom Konzept der Hauptserie ab, dass sie an dieser Stelle nur genannt sein soll. Gut, das könnte man auch über The Angel of Darkness sagen... dazu später mehr.

Auf dem Kopf der Sphinx

So sah es aus, als Lara anno 1996 zum ersten Mal in der unterirdischen Stadt Vilcabamba ankam. Zwar gab es schräge Flächen, die Linien aller Grundrisse waren allerdings entlang eines Schachbrettmusters gezeichnet.
So sah es aus, als Lara anno 1996 zum ersten Mal in der unterirdischen Stadt Vilcabamba ankam. Zwar gab es schräge Oberflächen, die Linien aller Grundrisse waren allerdings entlang eines Schachbrettmusters gezeichnet.
Fangen wir dort an, wo noch niemand den Namen Lara Croft außerhalb des britischen Studios Core Design je gehört hatte. Nachdem Serienvater Toby Gard hart dafür kämpfen musste eine damals noch seltene weibliche Hauptfigur ins Abenteuer zu schicken, erschien Tomb Raider im Oktober 1996 zunächst für Segas Saturn, bevor es im November schließlich auf PC und PlayStation veröffentlicht wurde – zu einer Zeit, in der das Erstellen komplexer dreidimensionaler Kulissen eine technische Herausforderung war. Doch Core Design behalf sich mit einem Kniff, der lange identitätsstiftend für die Serie sein sollte: Die Wände, Mauern und Türen aller Räume wurden nicht frei gezogen, sondern entlang der Linien eines Schachbrettmusters gesetzt.

Es entstanden jene markanten viereckigen Flächen, auf denen Lara rannte und kletterte und auf denen man immer präzise abschätzen konnte, wie weit der nächste Sprung sie tragen würde. Auch das Verschieben fraugroßer Würfel, um dahinterliegende Höhen zu erreichen oder Schalter auszulösen, drängte sich durch die technische Struktur geradezu auf. Und so hangelte sich die Heldin an Felskanten entlang, zog sich auf hohe Podeste und sprang noch im Rutschen von steilen Ebenen ab, um geheime Verstecke zu erreichen.

Auch schießen musste Lara zu ihrer Premiere schon, obwohl sie im gesamten Spiel nur eine Hand voll menschliche Gegner traf. Dafür hausten in den Höhlen von Peru, einem „Kolosseum“ in Griechenland oder einer ägyptischen Sphinx ausgesprochen angriffslustige Tiere und mythische Kreaturen, die gerne unvermittelt sowie mit plötzlich einsetzendem Tadaaaa! ins Bild sprangen.

Apropos: Tomb Raider verzichtete auf durchgehende Musik. Stattdessen lauschte man situationsunabhängigen, aber ausgesprochen stimmungsvollen Geräuschen, die den abgelegenen Schauplätzen erst ihren geheimnisvollen Reiz verliehen. Spätestens in der Zisterne entstand so eine ungemein dichte Atmosphäre. Die wundervolle Titelmelodie gehört nicht zuletzt zu den schönsten der Videospielgeschichte.

Kommentare

fanboyauf3uhr schrieb am
Damals mit 20 in den Videospiel-Laden gelatscht: "Ich hätte gern eine Playstation". Dazu dann Resident Evil 1 und Tomb Raider 1 gekauft. Es war Freitag und das Wochenende lag vor mir. Im abgedunkelten Zimmer auf meinem Sitzsack gesessen und mich auf einen richtig coolen Trip begeben. Tomb Raider 1 war damals der absolute Hammer. Mann war das gut.
Auf der Rückseite der Spiele gab es damals oft eine Telefonnummer die man anrufen konnte wenn man nicht weiter wusste in einem Spiel - Internet war halt noch nicht so ... . War irre teuer. Aber einmal hab ich angerufen, da war dann eine nette Dame am anderen Ende, hat gefragt wo ich feststecke und mir dann gesagt welchen Hebel ich ziehen muss und wo der versteckt ist 8)
Rachlust schrieb am
Meine Fresse bin ich ein alter Sack :( Tomb Raider 1 zu Release auf dem Sega Saturn gekauft...damals 15 Jahre alt
4P|Benjamin schrieb am
Gerade bei Mirror's Edge geht mir das sehr ähnlich und das ist auch ein Grund, weshalb ich Catalyst so mag. Dort spielt das Erkunden und Finden des richtigen Wegs nämlich eine sehr große Rolle. Für mich war ME aber ohnehin immer nur am Rande auch ein Rennen auf Zeit.
Veldrin schrieb am
Die Young gibt mir das Gefühl was ich damals bei Mirror's Edge auch schon hatte. Ich habe mich gefühlt wie in meinem Kopf als Kind ich damals Tomb Raider empfand. Natürlich sind das First-Person-Spiele aber sie haben für mich die Essenz des Geistes von Tomb Raider eingefangen. Das sehe ich bei den neuen Teilen nicht, obwohl die sicherlich näher an den originalen dran sind als Mirror's Edge oder Die Young. Aber das was für mich faszinierend war fehlt in den neuen Teilen, wurde aber in ME und DY perfekt eingefangen und weiterentwickelt und die Egosicht ist eine logische Konsequenz gewesen, für mich zumindest. Wahrscheinlich bin ich auch nur nostalgisch verklärt.
Chibiterasu schrieb am
Tomb Raider 1 ist für mich auch der beste Teil und gehört sicherlich in meine Alltime Top 20 oder gar 10.
Es war einfach nur großartig.
Ich hatte das Gefühl die Steuerung perfekt unter Kontrolle zu haben und das auch nur mit den Pfeiltasten + Shift, Strg, Alt etc. Hat für mich total gut funktioniert. :lol:
Man hat sich hier an dem klassischen Prince of Persia Prinzip bedient, wo alles fixe Distanzen hatte, die gut abschätzbar waren. Anlauf nehmen um weiter zu springen, sich an Kanten hochziehen, langsam über Löcher gehen, damit die Stacheln nicht ausgelöst werden, wegbrechende Bodenplatten etc. gab es auch dort alles schon und wurde in ein 3D Raster übersetzt. Das mag heute altbacken wirken, hat die Welt aber wesentlich logischer und das Lösen von Kletterrätseln umso befriedigender gemacht.
Uncharted hat sich da echt die falschen Dinge der späteren Teile abgeschaut. Klettern auf Schienen, man springt immer unterschiedlich weit und saugt sich quasi zur Kante, Quicktime-Events, usw. Hat für mich total die Spannung rausgenommen und war daher einfach weit uninteressanter in der Hinsicht.
Dafür ist dort das Ballern sicher besser. Das war in Tomb Raider ja eher anspruchslos (aber dafür mit Lock On - etwas das ja oft Ocarina of Time zugeschrieben wird).
Aber die Atmosphäre war einfach zum Schneiden in den ersten Tomb Raider Spielen. Die Entscheidung nur sehr wenig Musik zu verwenden und dafür mehr auf Umgebungs- und Naturgeräusche sowie ein paar mystische Klänge zu setzen, fand ich großartig. Etwas das mir auch in Breath of the Wild beim Erkunden richtig gut gefallen hat.
Wenn die Musik dann doch kam, war es immer etwas besonderes und sehr stimmungsvoll.
Teil 2 und 3 habe ich auch noch sehr gerne gespielt, dann bin ich ziemlich von der Serie abgekommen.
Bei den 2000er Titeln hat mir oft etwas gefehlt (auch bei Anniversary) und beim 2013er hab ich Motion Sickness von der Shaky Cam bekommen...
Zuletzt war irgendein neuer Teil bei Playstation Plus dabei. Werde ich mal testen, wie es...
schrieb am