The Legend of Zelda: Skyward Sword - Test, Action-Adventure, Nintendo Switch

 

Test: The Legend of Zelda: Skyward Sword (Action-Adventure)

von Matthias Schmid



The Legend of Zelda: Skyward Sword: Und jetzt die Schwerter zum Himmel
Und jetzt die Schwerter zum Himmel
Entwickler:
Publisher: Nintendo
Release:
16.07.2021
18.11.2011
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ab 72,52€
Spielinfo Bilder Videos
Irgendwie konsequent: Nach Ocarina of Time, Majora's Mask, The Wind Waker und Twilight Princess wird auch das fünfte 3D-Zelda in aufpolierter Form noch einmal unters Volk gebracht. Im Test klären wir auf, wie gut diese ohnehin umstrittene Episode gealtert ist und welche Verbesserungen Nintendo verbaut hat.

Zelda im Umbruch

The Legend of Zelda: Skyward Sword ist der zweite Hauptteil der Reihe, der unter der Ägide von Eiji Aonuma entstand - der heute 58-jährige Japaner arbeitete schon zu N64- und GameCube-Zeiten an den großen Titeln mit, teils als Lead Designer, doch erst ab Twilight Princess drückte er der beliebten Reihe seinen Stempel auf. Das eindeutig auf die Bewegungssteuerung der Wii ausgelegte Skyward Sword wirkt in der Retrospektive ein wenig wie das ungeliebte Stiefkind der Serie: Die grafische Finesse des Titels war schon 2011 ziemlich überschaubar und die Schwungsteuerung umstritten, viele Spieler störten sich an der penetranten Begleiterin Phai, den überschaubar großen Arealen sowie dem Recycling von Arealen und Bossen - darunter auch ein gewisser Jörg L., der dem Titel 84% Spielspaß attestierte und dessen ausführlichen Test ich euch nach wie vor ans Herz legen kann.

So sieht die Skyward-Sword-Prinzessin in HD aus. Der Stil ist Geschmackssache, doch die Optik kann sich sehen lassen.
So sieht die Skyward-Sword-Prinzessin in HD aus. Der Stil ist Geschmackssache, doch die Optik profitiert von der höheren Auflösung.
Gleichzeitig markierte Skyward Sword eine Art Übergang - weg von der klassischen Zelda-Formel, die Ocarina of Time in die Videospiel-Annalen gemeißelt hatte, hin zu der kleinen Revolution, die als Breath of the Wild für Furore sorgen sollte. Skyward Sword verteilte kluge Denkaufgaben nicht länger nur auf komplex-verdichtete Rätselkavernen, sondern machte schon den Weg zu den Dungeons zu einer reizvolleren Aufgabe. Zudem führte das Spiel die Ausdauerleiste ein, die in BotW zu einem bestimmenden Element avancierte. Gleichzeitig lässt das Spiel etwas Besonderes, diese eine große Idee vermissen (z.B. Zeitlimit, Segeln, Wolf), die andere 3D-Zeldas oft weit über ihre Konkurrenz erhob. Skyward Sword markiert im Zelda-Kanon den Anbeginn der immergleichen, doch jedes mal anderen Geschichte: Nach einem extrem unspektakulären Intro erwacht unser Link auf einer mit pittoreskem Pinselstrich betupften Insel, die in den Wolken schwebt. Er trifft eine schüchtern grinsende Zelda, die ihn anhimmelt, und lernt das Fliegen auf bunten Wolkenvögeln, die fortan als wendige Transportmittel in der luftigen Oberwelt fungieren.

Offene Welt?

Auf dem Rücken seines Wolkenvogels fliegt durch die Oberwelt - die Steuerung des Federviehs ist intuitiv und angenehm.
Auf dem Rücken seines roten Wolkenvogels fliegt Link durch die Oberwelt - die Steuerung des Federviehs ist intuitiv und angenehm.
Leider bietet das virtuelle Wolkenkuckucksheim weniger Spielspaß als es zunächst den Anschein macht: Neben dem Haupteiland gibt es im Himmel nur wenige schwebende Felsbrocken, die per Vogelflug erkundet werden wollen - mal findet Link dort ein Minispiel, mal eine auf Kürbissuppe spezialsierte Taverne, die den Helden als Lieferando-Kurier zweckentfremdet. Zwar hat Nintendo auch in dieser Welt lustige Begebenheiten versteckt, wie einen mal wieder sehr seltsamen, fahrenden Händler oder den freundlichen Dämon, der lieber mit Kindern spielt als sie zu entführen. Im Basar kauft Link Tränke, Munition und kleinere Gadgets, kann dort aber auch seinen beim Langzeiteinsatz verschleißenden Schild reparieren oder manche Items mit gefundenen Materialien verbessern - ein sehr simples Crafting-System ist also an Bord.

Kommentare

Apokh schrieb am
Nuja, das "schlechsteste" Spiel hat immerhin noch eine 80er Wertung bei 4players (!!!) bekommen.
Soviel bekommen hier ja nicht einmal manche "guten" Spiele :)
Würde es nicht mit 60 Tacken zu Buche schlagen, hätte ich es schon gewarenkobt naja und mit einem "Sale" ist bei Nintendo ja immer so eine Sache, das geht es dann vllt Mal für 55? weg. Ich warte bis es irgendwer für 30/35? verkauft.
mr.digge schrieb am
Astorek86 hat geschrieben: ?22.07.2021 14:02 Ich meine, dass damals auch der Companion in SkyS kritisiert wurde. Midna aus TP war so eine großartige Begleiterin, und dann wird einem lt. Reviews ein charakterloser Tutorial-Geist mit Null Persönlichkeit entgegengeworfen...
Mein Gebieter, deine Aussagen sind zu 100% korrekt.
Astorek86 schrieb am
Ich meine, dass damals auch der Companion in SkyS kritisiert wurde. Midna aus TP war so eine großartige Begleiterin, und dann wird einem lt. Reviews ein charakterloser Tutorial-Geist mit Null Persönlichkeit entgegengeworfen... (nach dem, was ich darüber gelesen habe; SkyS habe ich selbst noch nie gespielt...)
muecke-the-lietz schrieb am
Levi  hat geschrieben: ?21.07.2021 14:59
History Eraser hat geschrieben: ?21.07.2021 14:45
War es denn bereits vor der ersten Dungeontür?
Ja.
Oder wie würdest du dieses Licht Käfer-Sammeln nennen?
History Eraser hat geschrieben: ?21.07.2021 14:45 Wie schätzt den die Nintendo defense force den Teil ein? Schlechtestes 3D Zelda? Ja oder ja? :D
Wow. Wie clever ?
Es ist das schlechteste 3D Zelda. Wie soll man es sonst sagen.
Aber es ist natürlich immer noch ein topp Spiel.
Hier aber darauf zu verweisen, dass auch andere Zelda fetch Quests hatten, ist bisschen billig.
SkyS wurde nicht umsonst dafür recht hart abgestraft. Das war schon ein wenig enttäuschend damals und ja, die negativ Punkte fallen auch heute noch stark ins Gewicht.
Das überzogene gehate ist zwar manchmal bisschen nervig, das komplette Wergreden von Kritikpunkten allerdings auch.
TP hatte 3 mal Licht Kugeln sammeln. Das war aber relativ ok, weil mit Unterbrechungen. Davon ab hatte TP aber unfassbar viele dungeons, von denen fast alle extrem stark waren. Der Schwachsinn bei WW zum Schluss war zwar auch ne Frechheit, aber WW hatte für damals eine sehr faszinierende Welt mit nem tollen Freiheitsgefühl. Aber gut, WW hat damals ja auch schon sein Fett wegbekommen. Ist ja nicht so, als wäre das sonderlich kritiklos aufgenommen worden.
SkyS ist aber an sich schon recht durchschnittlich für Zelda Verhältnisse und hat dann eben noch eklatante Schwächen. Die können dann schon stärker ins Gewicht fallen, auch wenn das Spiel unterm Strich immer noch im 80er Bereich liegt.
Ryo Hazuki schrieb am
War leider gar nicht meins. Weder Joycon noch diese nervige rechter Stick Steuerung. Und auch viel zu kindlich. Naja immerhin habe ich es mal gespielt, zwar nicht weiter aber O.K.
Morgen mal Schauen wie Oddworld Strangers Wrath wird.
schrieb am