Cyberpunk 2077 - Test, Rollenspiel, PC, PlayStation 4, Xbox One, Stadia, Xbox Series X, PlayStation 5, PlayStation 4 Pro, Xbox One X

 

Test: Cyberpunk 2077 (Rollenspiel)

von Jörg Luibl



Cyberpunk 2077 (Rollenspiel) von Bandai Namco Entertainment Europe
Willkommen in Night City
Entwickler:
Release:
10.12.2020
10.12.2020
kein Termin
Q3 2021
10.12.2020
10.12.2020
kein Termin
Q3 2021
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, GOG, Steam), Einzelhandel
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, GOG, Steam), Einzelhandel
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, GOG, Steam), Einzelhandel
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Alle wollen Rockstars werden - auch CD Projekt RED. Mit Cyberpunk 2077 haben sie schon bei der Ankündigung ein außergewöhnliches Rollenspiel versprochen. Nachdem man mit The Witcher 3 erfolgreich aus den Fußstapfen von BioWare trat, will man jetzt nicht weniger als ein Spiel in der Größe und Wirkung eines Grand Theft Auto inszenieren. Können sich die Polen mit Cyberpunk 2077 nochmal steigern? Oder haben sie zu viel versprochen? Mehr dazu im Test.



Zurück in die Zukunft

„Der Himmel über dem Hafen hatte die Farbe eines Fernsehers, der auf einen toten Kanal geschaltet war.“

Das ist der erste schöne Satz aus Neuromancer. Der Roman von William Gibson begründete 1984 das Subgenre des Cyberpunk. Und er traf den kulturellen Nerv einer Welt, die sich gerade erst computerisierte. Damals erschienen Spiele wie Boulder Dash, Impossible Mission oder Elite. Ein kleiner Kreis interessierte sich für Disketten, Joysticks, Hacker und Prozessoren. Aber was Gibson da noch Jahre vor dem kommerziellen Internet vom "Cyberspace" erzählte, wirkte wie die Vision eines digitalen Propheten...

...und dennoch klang es plausibel. Irgendeine Vorfreude kitzelte diese Bildschirmfreaks, dass da mal viel mehr kommen würde, dass auch diese faszinierenden Spiele mit ihren Pixeln erst der Anfang sind. Natürlich konnte niemand in den 80ern auch nur ahnen, was heute mit PC, Konsolen, AR, VR & Clouds möglich sein würde. Hätte man mir als Teenager dieses Cyberpunk 2077 gezeigt, in dem ich tatsächlich den Cyberspace betreten kann, wäre ich wie ein Fernseher auf einem irren Kanal explodiert. Falls ich überlebt hätte, hätte ich wahrscheinlich so etwas wie "WIE NEUROMANCER IN ECHT, EY!" gestammelt. Und vermutlich kein Abitur gemacht.

Ein Hype mit Substanz

weffew
Wir haben Cyberpunk 2077 auf einem PC mit AMD Ryzen 7 5800X bei 3,8 Ghz, 32 GB RAM sowie Nvidias RTX 3080 bei voll aktiviertem (es gibt mehrere Stufen) Raytracing in der höchsten siebten Stufe getestet. Falls ihr trotz potenter Hardware Probleme mit Raytracing habt, stellt DLSS auf "Automatisch", damit es flüssig läuft. Wie groß sind die Unterschiede zwischen "Niedrig" und "Ultra"? Mehr dazu in unserem Grafikvergleich.
Aber, ach du Schreck: Damals hätte vielleicht auch ein olles FIFA 10 (oder noch weniger) gereicht, diesen verzockten Jungen zu euphorisieren. Mittlerweile ist der 47 Jahre alt, schreibt seit zwanzig Jahren über Spiele und hat sich an all die offenen Welten und tollen Kulissen, all die Versprechen und Ernüchterungen gewöhnt. Jedes Jahr ist ja irgendein Hype. Jemand will also neue Standards setzen? Man schaut einen Trailer an, lächelt müde und winkt bei den meisten Ankündigungen ab. Been there, played that. Trotzdem ist da noch dieser kleine Junge, der in diesem Job so wichtig ist. Und es gibt eine Hand voll Studios, die sehr berechtigte Vorfreude erzeugen, weil man ihnen mehr zutraut.

CD Projekt RED gehört deshalb dazu, weil sie bewiesen haben, dass sie ausgezeichnete Abenteuer inszenieren können, die auf einer literarischen Vorlage beruhen. Auch wenn Neuromancer nur die indirekte und das Pen&Paper-Rollenspiel Cyberpunk 2020 von 1988 die direkte Vorlage für diese Welt ist, ist ein Muster erkennbar. Jetzt treten sie rein thematisch nicht das Erbe von Baldur's Gate, The Elder Scrolls & Co, sondern jenes von Deus Ex, System Shock etc. an. Aber die Herangehensweise ist vergleichbar und hat letztlich zur beeindruckenden Fantasywelt des Hexers geführt. Ohne den lang anhaltenden Erfolg von The Witcher 3 hätte man sich für dieses Projekt nicht satte acht Jahre (!) Zeit lassen können.

Kommentare

Cpl. KANE schrieb am
Auch auf dem PC gibt es laut Bewertungen (auf Stream, GOG) etliche Bugs. Nichts für ungut, aber je mehr ich darüber hier und anderswo lese, desto mehr frage ich mich, welches Spiel hier überhaupt getestet wurde und 90 bekommen hat...
Hiri schrieb am
Um ehrlich zu sein, finde ich es ziemlich sick. Hatte paar glitches und paar Bugs waren aber alles Kleinigkeiten.
Die Strunz dumme NPC Ki ist mir kaum aufgefallen. Richtig schlecht ist das mit Cops gelöst.
Man sollte kein GTA erwarten.
Grafisch ist es ein einziger Porno. Hab noch nie so ein detailliertes Spiel gesehen. Spiele am PC auf Ultra Settings. Kein Vergleich zu den Konsolen. Am PC ist das eine andere Welt, wenn man den Rechner dafür hat.
Zu der CDPR Politik schreibe ich hier mal nichts zu.
herrgottsaggrament schrieb am
Naja es gibt Spiele die funktionieren, das definitiv nicht und jetzt nicht mal mehr im Playstation Store ha ha ha - solche Deppen.
Wenn ich so meine Arbeit machen würde, dann hatte ich schon ein Paar auf dem Kerbholz...
Halueth schrieb am
Xris hat geschrieben: ?
24.01.2021 21:32
Bei Gothic war das aber für die Zeit damals verflucht viel mehr als in so ziemlich allen anderen Spielen. Und leider, leider auch heute noch mehr als in vielen anderen Spielen. Aktuell bspw in einem AC folgen NPCs auch keinem richtigen Tagesablauf. Händler scheinen bspw nie zu schlafen.
Schön das es einige gibt denen das total egal ist. Könnte man ja die NPCs auch gleich ganz streichen. So können diese wenigstens keinen vollkommen unrealistischen Bullshit verzapfen, der allen anderen dann die Immersion raubt. Ich glaube es gab in den 90zigern schon überzeugendere NPCs als heutzutage im Meisterwerk Cyber Punk.
Naja es gibt auch Heute Spiele, welche das genauso, oder teils besser als Gothic umsetzen. In Witcher 3 hat man es schon gemerkt (dachte ich zumindest) ob man nun tagsüber oder nachts in eine Siedlung kam. Bei Kingdom Come waren nachts Läden geschlossen, die Bewohner sind schlafen gegangen, Schänken hatten Sperrstunden, NPC's haben nachts Laternen benutzt, etc....
Allerdings gibt es demgegenüber natürlich viel mehr Spiele, die sowas eben nicht umsetzen. In Horizon Zero Dawn hat sich glaube ich nichts geändert am NPC -Verhalten, egal ob Tag oder Nacht. AC kann ich nicht einschätzen, das hab ich nicht gespielt. Hat das dyamischen Tag-Nachtwechsel?
Bei Spielen wie Cyberpunk, oder GTA sehe ich das dann auch weniger kritisch. Dort sind es soviele NPC's. Die despawnen ja auch einfach, wenn der Spieler weit genug weg ist. Ein etwas realistischeres Verhalten, wäre allerdings auch dort schöner, das schafft GTA dann schonmal besser als Cyberpunk. Bei einem Horizon Zero Dawn hat es mich persönlich beim Spielen auch nicht direkt gestört. Man hat halt gesehen, dass die Maschinentiere teils nachts geschlafen haben, aber dass die NPC's sich kein Stück anders verhalten haben stört mich jetzt vlt. im Nachhinein, wenn ich drüber nachdenke, aber direkt beim spielen halt nicht, muss ich gestehen. Da hat mich das Spiel mit seinen anderen...
schrieb am