Deadfall Adventures - Test, Action-Adventure, PC, Xbox 360

 

Test: Deadfall Adventures (Action-Adventure)

von Jan Wöbbeking



Entwickler:
Release:
15.11.2013
15.11.2013
Q3 2014
Erhältlich: Digital (Steam, Gamersgate), Einzelhandel
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ab 4,99€
Spielinfo Bilder Videos
Mystische Entdeckungstouren

Einige Rätsel und versteckte Schätze lassen Tomb-Raider-Stimung aufkommen.
Einige Rätsel und versteckte Schätze lassen Tomb-Raider-Stimung aufkommen.
Schade, dass die Fehlerflut und  die öden Schießereien das Spiel so herunterziehen, denn die Weltreise an mystische Orte besitzt durchaus Potential. In ruhigen Momenten genieße ich es regelrecht, die hübsch gestalteten Naturpanoramen zu entdecken. Mit Grafik-Highlights wie Uncharted 3 kann die Technik zwar nicht konkurrieren und manche Texturen sehen vor allem auf der Xbox 360 ziemlich unscharf aus - das Gesamtbild wirkt aber stimmig.Das Abenteuer ist linear aufgebaut, doch abseits des Weges warten immer wieder kleine versteckte Rätsel, welche nach ihrer Lösung einen kleinen Schatz offenbaren. In Tempelruinen stoße ich auf viele kleine Geheimgänge.

Im ewigen Eis zerschieße ich einen ratternden Generator, um in eine unter Strom stehende Metallhütte zu gelangen, wo eine kleine Goldstatue auf mich wartet.  Die Schätze sind leider nicht so hübsch in Szene gesetzt wie in Uncharted und lassen sich auch nicht in einem Extra-Fenster begutachten. Im Gegenzug verschaffen sie mir durch ihre magische Energie aber kleine Upgrades wie mehr Lebensenergie oder schnelleres Nachladen.

Brett vorm Kopf: Die Hobbies der KI sind das Gegen-die-Wand-laufen und das In-die-Deckung-ballern.
Brett vorm Kopf: Die Hobbies der KI sind das Gegen-die-Wand-laufen und das In-die-Deckung-ballern.

Uralte Fallen
Schade, dass sich die Entwickler trotz der übernatürlichen Geschichte keine fantasievolleren Extras ausgedacht haben. Auch die „Pflicht-Rätsel“ lassen sich einfach lösen, sind meist aber sinnvoll in die uralten Tempelanlagen eingebunden. Mal müssen Symbole gefunden auf passend auf großen Steinwalzen miteinander kombiniert werden, an anderer Stelle darf ich nur auf bestimmte Felder treten, um nicht von Pfeilen durchbohrt zu werden oder in eine Grube zu fallen. Oder aber es ist richtiges Timing mit einer Panzerfaust nötig, damit einige Zahnräder zerstört und riesige Steinstampfern deaktiviert werden.

Wie malerisch! Schade, dass die spielerische Qualität nicht mithalten kann.
Wie malerisch! Schade, dass die spielerische Qualität nicht mithalten kann.
Im Mehrspielermodus bringt das Töten mittels Fallen sogar Extrapunkte ein. In acht Spielmodi kämpfe ich im Team oder alleine um Kills, erobere ein Artefakt oder begebe mich auf Schatzsuche. Die Extras halten sich an den Genre-Standard: Es gibt Erfahrungspunkte, Levels, vorgegebene sowie erstellbare Klassen. Mit Kill-Serien schalte ich Besonderheiten wie das Allsehende Auge (schaut durch Wände) oder eine Panzerfaust frei. Neben Ranglisten- und Privatmatches gibt es auch Spiellisten für Einsteiger, Einzelkämpfer und Teams.

Das Trauerspiel im Netz

Die verwinkelten Tempelanlagen erinnern ein wenig ans gute alte Unreal Tournament III – das ist aber leider schon das einzige Positive am Online-Trauerspiel. Dass sich selbst am Releasetag kaum Mitspieler finden, ist natürlich nicht die Schuld der Entwickler; wohl aber die zahlreichen Fehler. Auf dem PC verschwand gelegentlich nicht nur der Mauszeiger, sondern auch meine Waffe aus dem Bild, so dass meine Figur mit einer unsichtbaren Knarre hantierte. Auf der Xbox 360 kam es bei schnellen Drehungen außerdem zu unschönen weißen Textur-Blitzern.

Lust auf eine unsichtbare Waffe?
Lust auf eine unsichtbare Waffe?
Außerdem kann sich das Spiel nicht immer entscheiden, wer denn nun gewonnen hat: Nach einem Match war ich laut Zusammenfassung der beste Spieler und auch der Ansager verkündete meinen Sieg. Trotzdem erschien zum Abschluss der Niederlagen-Schriftzug. Sehr nervig sind auch die zwar nicht sichtbaren, aber massiv spürbaren Lags: Manchmal habe ich mein Gegenüber sekundenlang mit Blei vollgepumpt und trotzdem verloren, später reichte ein einziges Projektil. Oder ich wurde noch getroffen, nachdem ich schon lange in Deckung gehuscht war. Ebenfalls völlig daneben ist das Respawn-System: Einen Feind habe ich gleich viermal an der gleichen Stelle niedergemäht, weil das Spiel ihn mir immer wieder vor die Flinte gesetzt hat. Die beiden Versionen unterscheiden sich inhaltlich übrigens kaum. Auf der Xbox 360 sehen einige Texturen etwas unschärfer aus und es kommt manchmal zu kurzen Ruckelattacken - trotzdem bleibt auch hier das Gesamtbild stimmig. Außerdem treten auf der Konsole nicht ganz so viele Bugs auf.
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Kommentare

Sir Richfield schrieb am
Nuracus hat geschrieben:Ich rieche mal wieder einen Entwickler-Account :D
Wenn der so entwickelt, wie er schreibt, wundert mich nix.
Zum Thema: Vier Screens und ein Pressetext haben bei mir ausgereicht, von dem Spiel nicht mal eine "Demoversion" haben zu wollen. Sprich, mir wäre sogar Bandbreite zu schade gewesen.
Nuracus schrieb am
Ich rieche mal wieder einen Entwickler-Account :D
scootermp3 schrieb am
Mußte jetzt doch mal ein Profil anlegen !
Verfolge schon seit einiger Zeit die sog. Tests von 4P. Hatte schon häufiger den Eindruck, daß hier sehr willkürlich , bzw publisherorientiert bewertet wird ! Leider fällt das bei vielen usern und deren kommentaren auf fruchtbaren Boden, da die sich wirklich danach richten und somit nicht zum testen bzw selbst denken kommen.
Habe deadfall über steam geladen, und habe noch keinen dieser im Test erfundenen Mängel feststellen können. Das die KI sich natürlich nicht immer auf dem Niveau der 4P Redaktion bewegt is ja klar; is ja nur ein Spiel und geht halt nicht immer so weit runter. Ich habs auf schwierigster Stufe und muß sagen, daß das Spiel recht knackig ist ! Selbst der Schwierigkeitgrad der Rätsel lässt sich seperat verändern und sich so auf die jeweilige Laune des Spielers anpassen, was für die meisten reichen dürfte !
Zur Grafik: Weiß zwar nicht, was für Gurken die in der 4P Redktion haben, aber die ist der Hammer !!
Läuft auf allen Rechnern einwandfrei, und ich hab keine high end Geräte. Der einzige Kritikpunkt der greifen könnte, ist der, daß auf großen Screens das Vollbild probleme macht. Komischerweise funkts auf meinem lappi am besten !
Leute: Lasst Euch nicht von der redaktionellen Ergüssen beeinflussen !!! Mir gefällts.
derblubber schrieb am
gargaros hat geschrieben:Wie lange dauert ein Durchgang ungefähr?
Genre-Durchschnitt.. nach 6-7 Std. sollte man durch sein.
Hahle schrieb am
Jojo. Hatte ja "Indiana Jones und die Legende vom Kaisergrab angesprochen". "Turm von Babel" war in dieser Reihe der Vorgänger.
Die Spiele waren unheimlich atmosphärisch. Genau sowas hatte ich mir ja auch von Deadfall erhofft.
Reichen denn diese Uncharted-Spiele qualitativ an die Indiana-Jones-Spiele von Lucas Arts heran? Kann dazu jemand was sagen?
schrieb am

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