Hellblade: Senua's Sacrifice - Test, Action, PlayStation 4, PC - 4Players.de

 

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Action-Adventure
Entwickler: Ninja Theory
Publisher: Ninja Theory
Release:
31.07.2018
31.07.2018
08.08.2017
08.08.2017
11.04.2019
31.07.2018
11.04.2018
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ab 23,99€
Spielinfo Bilder Videos
Im späteren Verlauf wird durchaus deutlich, dass Juergens bei ihrem schauspielerischen Debüt vor allem stimmlich die notwendige Ausdrucksstärke fehlt, um vollständig in ihrem Charakter aufzugehen. Das macht sie allerdings mit einer außergewöhnlich kraftvollen Darstellung und ihrer eindrucksvollen Gegenwart in den Nahaufnahmen wett. Womöglich ist es sogar erst diese rohe, ungebündelte Energie, aus der sowohl Senuas Furcht als auch ihre Stärke als Kriegerin erwachsen.

Halluzinierte Erklärbären

Während man so einer beinahe leibhaftigen Protagonistin folgt, versteht man mehr und mehr, warum sie unter derart ausgeprägten Visionen leidet. Denn Antoniades inszeniert ihren Wahn nicht nur, um Kreaturen und Rätseln einen Daseinsgrund zu verschaffen. Vielmehr war sein Ziel offenbar eine vollumfassende Charakterdarstellung. Immerhin leuchtet er Senuas Vergangenheit über die gesamte Spielzeit hin ausgenommen sorgfältig aus: Er verankert ihre Geschichte mit gesellschaftlichen und religiösen Zusammenhängen, während etwa versteckte Runensteine nicht nur zum aufmerksamen Erkunden einladen, sondern gleichzeitig wichtige Teile der nordischen Mythologie beschreiben.

Etwas zu sehr verliert er sich dabei im Erklären und Beschreiben und Rückblicken, so dass man spätestens gegen Anfang des letzten Drittels mehr einem visuellen Hörbuch lauscht, anstatt durch eine komplett vereinnahmende Welt zu streifen. Viele Rätsel wirken dann auch wie künstliche Hindernisse und nicht wie organische Teile der Erzählung.
Mit einer speziellen Fähigkeit macht Senua die Wesen der Finsternis erst verwundbar.
Mit einer speziellen Fähigkeit macht Senua die Wesen der Finsternis erst verwundbar.

Im Gegenzug versteht man aber, dass Senuas Dunkelheit aus einer natürlichen Disposition heraus entstanden ist, was ihre soziale Prägung damit zu tun hat und wie sehr sie durch traumatische Erlebnisse verstärkt wurde. Und weil Teile ihrer Ängste, allen voran Dunkelheit und Feuer, auch spielerische Hindernisse sind, begreift man ihren aktuellen Zustand nicht zuletzt auf eine Art, die komplett verloren gewesen wäre, wenn wie in den meisten Spielen vielleicht zwei kurze Rückblenden die Kindheit der Figur nur umrissen hätten.

Fluch oder Segen?

Dass Hellblade trotz dieser detailversessenen Glaubwürdigkeit die Magie eines großen Fantasy-Abenteuers verströmt, verdankt es dem erzählerischen Geschick seines Regisseurs und Autors. Zum einen beschreibt er seine Heldin nämlich nie als arme Irre, sondern immer als starke Kämpferin und zum anderen deutet er ihre Halluzinationen als Erweiterung der ganz normalen menschlichen Fantasie und hatte diese Erkenntnis auch im Vorfeld schon hervorgehoben. Da jeder seine Umgebung lediglich interpretiert, anstatt unantastbar „richtige“ Erkenntnisse zu erlangen: Wer weiß schon, wie real unsere Wirklichkeit tatsächlich ist und ob Menschen wie Senua nicht Dinge wahrnehmen, die anderen einfach verborgen bleiben?

Kommentare

Metfass schrieb am
Das Spiel war herkömmlich schon genial, aber ich habe letztens mal in die VR-Version geschaut. Das hebt alles noch einmal auf einen neuen Level.
adler.Kaos schrieb am
So dank 1? Gamepass Angebot hab ich meinen Sonntag nun komplett mit Hellblade verbracht. Hätte die Zeit nicht besser nutzen können! "Wahnsinns-Spiel"!
ISuckUSuckMore schrieb am
Hab ich gestern durchgespielt und ich muss Ninja Theory großen Respekt zollen. Da hat Microsoft einen guten Schnapper gemacht.
Crossbones schrieb am
Also ich finde das Game.....wie soll ich sagen.....komisch. Jetzt nicht schlecht aber so super toll wie ich vernommen habe finde ich es nun auch nicht, muss das vielleicht noch etwas länger zocken, bin da erst ne Stunde vielleicht 1 1/2 drinnen, die Kampf-Animationen jedenfalls sind schon ein Hingucker, besonders wenn sie nach ihren Gegnern graziös kickt.
Crossbones hat geschrieben: ?
11.06.2018 23:08
Also ich finde das Game.....wie soll ich sagen.....komisch. Jetzt nicht schlecht aber so super toll wie ich vernommen habe finde ich es nun auch nicht, muss das vielleicht noch etwas länger zocken, bin da erst ne Stunde vielleicht 1 1/2 drinnen, die Kampf-Animationen jedenfalls sind schon ein Hingucker, besonders wenn sie nach ihren Gegnern graziös kickt.
..oder ist das wieder einer der Games die nur wegen ihrer Story so hochgelobt wurden ? Ich lese Heute nicht mehr so viele Reviews wie früher darum kann ich jetzt gar nicht genau sagen was so hochgelobt wird, ich weiß eben nur dass es in aller Munde war.
Gaukeleier schrieb am
Da kann ich nur zustimmen. Diese Form der Unterhaltung ist nun mal wirklich eine ganz andere Art und Herangehensweise als der Wunsch, die Masse mit Ballerorgien und XP zu belohnen. Wen interessiert, wie Spieleentwickler außergewöhnliche Wege gehen und das Spiel als Medium nutzen um, wie in diesem Fall z.B., diese als Sprachrohr für psychisch Erkrankte zu nutzen, der sollte sich mal das Interview mit dem Entwickler ansehen:
https://www.youtube.com/watch?v=XWTmpwp_sco&t=117s
Ich muss sagen, dass mich das Spiel wirklich emotional sehr berührt hat, obwohl weder ich selber noch Verwandte oder Freunde direkt mit Schizophrenie zu tun haben. Klar Depressionen kenne ich aus dem Bekanntenkreis und mit Panikattaken hat ein Freund schon mal zu tun gehabt. Aber das Spiel als Medium zu nutzen, ist jedenfalls in meinem Fall ein perfekter Weg, noch mehr mitzufühlen und mal die Birne einzuschalten :)
Bei Life is strange fand ich z.B. auch die Situation krass, als die Freundin plötzlich querschnittsgelähmt war. Wahrscheinlich ist so schwere Kost eher was für eine kleinere Spielerschaft - aber Entwickler sollte ruhig mal mutig sein und mehr solcher Kunstwerke raushauen!
schrieb am

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