Hollow Knight - Test, Plattformer, Nintendo Switch, PlayStation 4, Xbox One

 

Test: Hollow Knight (Plattformer)

von Jörg Luibl



Hollow Knight (Plattformer) von Team Cherry
Voidheart Edition
Entwickler:
Publisher: Team Cherry
Release:
24.02.2017
25.09.2018
12.06.2018
25.09.2018
Jetzt kaufen
ab 14,99€
Spielinfo Bilder Videos
Im Sommer 2017 sorgte Hollow Knight für sehr gute Unterhaltung am PC. Das über Kickstarter finanzierte Abenteuer eroberte unser Gold mit 88% im Test. Obwohl es in den letzten Jahren nur so vor Plattformern wimmelte, konnten die australischen Entwickler von Team Cherry beim Hüpfen, Kämpfen und Rätseln in handgezeichneten Kulissen stimmungsvolle Zeichen setzen. Das Artdesign wirkte so, als hätte Tim Burton die Biene Maja mit dunklen Farben interpretiert. Jetzt ist dieses Juwel in erweiterter Fassung auch für PS4 und One, sowie etwas länger bereits für Switch, erhältlich.


Erweitertes Abenteuer

Die erste gute Nachricht: Wenn ihr Hollow Knight auf Konsolen nachholen wollt, bekommt ihr ein stark erweitertes Abenteuer. In der "Voidheart Edition" sind alle vier bisherigen Erweiterungen enthalten, also "Hidden Dreams", "The Grimm Troupe", "Lifeblood" und "Godmaster". Und diese Zusätze, die die Australier übrigens kostenlos für den PC angeboten hatten, haben es im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Wer noch warten will: 2019 erscheint es auch als Box-Version bei Skybound Games.

Denn es geht nicht nur um neue Gegenstände, Feinde sowie Bosse, sondern auch um Quests, Beschwörungen, Freunde und weitere Kompositionen im ohnehin hervorragenden Soundtrack. Dieses Spiel inszenierte schon 30 Stunden sehr gute Unterhaltung - und wird jetzt nochmal einen Tick länger und besser. Die zweite gute Nachricht: Es steuert sich auch klasse auf Konsolen, denn das Spiel ist wie für ein Gamepad gemacht.

Der gehörnte Held

Falls ihr also auf der Suche nach magischen Momenten seid und Plattformer wie Outland, Headlander oder Guacamelee! mögt, empfehle ich euch dringend Hollow Knight zu spielen. Dabei fühlt es sich zunächst gar nicht so besonders an, wenn man mit

Seit dem 12. Juni 2018 ist Hollow Knight auch auf Switch erhältlich.
Seit dem 12. Juni 2018 ist Hollow Knight auch auf Switch erhältlich.
dem gehörnten Helden durch die schwarzweißen Kavernen und Tropfsteinhöhlen wandert. Die Kulissen sind handgezeichnet und wirken liebevoll, aber man springt ganz vertraut über Abgründe oder Fallen und verkloppt recht simpel kleine Käfer - mit einem Nagel als Schwert, wie putzig!

Aber der gewöhnliche Schein der Spielmechanik trügt. Die interessant konzipierte Käferwelt weckt mit ihrer melancholischen Stimmung, skurrilen Charakteren sowie der apokalpytischen Ausgangslage die Neugier. Dabei hält sich die Story mit wenigen Dialogen stark zurück, so dass man lediglich erfährt, dass unter der nahezu verlassenen Stadt ein riesiges verlorenes Königreich schlummert. Immerhin weiß ein Ältester, was zu tun ist: Es braucht natürlich einen Helden, der es von all den Monstern befreit und wachküsst! Klingt bekannt märchenhaft und stereotyp, aber erinnert sehr angenehm an die apokalyptische Eröffnung der Soulsreihe. Und je weiter man mit dem kleinen Ritter wandert, desto mehr charmante Déjà-vus kann man entdecken. Aber wo sind die magischen Momente, die ich versprochen habe?.
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Kommentare

DANKE4P schrieb am
Beim Soul Master habe ich damals aufgegeben. Das war mir einfach too much, obwohl ich das Game an sich total cool fand mit seinem Soundtrack und Artstyle. Ich bin aber auch allgemein kein Fan von Souls likes und so bockschweren Spielen. Da geht für mich der Entspannungsfaktor flöten.
Im Fall vom Soul Master war es dann so, dass der Checkpoint so weit weg war und ich bei meinem mangelnden Skill solche Schwierigkeiten hatten, dass ich für den Weg zu ihm meist schon mehrere Versuche gebraucht habe. Da war ich raus.
Einen Story Modus für Noobs fänd ich super! :-)
casanoffi schrieb am
Habe es tatsächlich geschafft, den Soul Master zu besiegen. Der Typ war echt Pain in the ass...
Jetzt beiße ich mir gerade die Zähne an seiner Traum-version aus ^^
Wenn der Titel nicht bereits 2017 offiziell erschienen wäre, würde ich Hollow Knight bereits jetzt mit großem Abstand zum GOTY wählen :D
casanoffi schrieb am
Jedesmal, wenn ich einen harten Gegner besiege, denke ich mir, dass mich das Spiel jetzt nicht mehr härter f****n kann.
Nach den Mantis Lords, die am Ende gar nicht so schwer waren (da fand ich Hornet deutlich härter), bin ich jetzt im Soul Sanctum und komm aus dem Kotzen gar nicht mehr heraus ^^
Usul schrieb am
Bei solchen Boss-Fights ist mein Problem meist, daß ich zu ungeduldig werde und denke "Komm schon, ein Schlag geht noch!" und dann krieg ich auf die Fresse. Wenn man die Angriffsmuster der Mantis Lords betrachtet, ist das Ganze eigentlich nicht so schwierig - aber die Disziplin zu haben, sich an die entsprechenden Ausweichmanöver zu halten und nicht mehr Schläge zu setzen, als in der kurzen Zeit möglich sind, und dazu noch die Präzision, das auch konstant bis zum Ende des Kampfes hinzubekommen... das ist dir Krux, finde ich.
casanoffi schrieb am
Hab ich mich vor ein paar Tagen wegen Hornet beschwert?
Bin gerade bei den Mantis Lords...
Jesus...
Maria...
und Josef...

(für alle Nicht-Bajuwaren: das ist ein Ausdruck empörter Verwunderung - und passt in dem Fall auch noch so gut ^^)
Für Jesus reicht´s i. d. R. noch - aber Maria UND Josef reißen mir dann doch den Hintern auf :lol:
Vor allem, wenn die Angriffe dann auch noch im verzögerten Rythmus kommen :oops:
Leck mich am Arsch...
Dagegen ist Dark Souls ja Kindergeburtstag ^^
Wenn da Kämpfe mal länger dauern, ist es i. d. R. nur ein zermürbendes Geduldsspiel.
Aber die Mantis Lords sind ja minutenlanger Dauerstress. Das ist nix für mein altes Herz...
schrieb am