Dishonored 2: Das Vermächtnis der Maske - Test, Action, PC, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

 

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Stealth-Action
Entwickler: Arkane Studios
Release:
11.11.2016
11.11.2016
11.11.2016
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ab 5,62€
Spielinfo Bilder Videos
Vater oder Tochter spielen?

Corvo und Emily besitzen etwas andere Fähigkeiten: Nur der Leibwächter kann z.B. in Tiere schlüpfen, eine Rattenmeute rufen oder die Zeit anhalten – all das lässt sich wie im Vorgänger durch das Sammeln von Herzen noch verfeinern. Nur seine Tochter kann einen Doppelgänger zur Verwirrung oder gar als Killer einsetzen, sich in Schatten hüllen und so früher Entdeckung ausweichen oder über „Domino“ einem Feind etwas antun, was dann auf bis zu vier Markierte übertragen wird – einer bewusstlos, alle  bewusstlos. Da ergeben sich je nach Figur durchaus coole Möglichkeiten und es macht Spaß, diese zu kombinieren. Und weil die für die Aufrüstung benötigten Herzen (sowie die für passive Boni sorgenden
Mit gefundenen Herzen kann man seine Fähigkeiten erweitern.
Mit gefundenen Herzen kann man seine Fähigkeiten erweitern.
Knochenartefakte) diesmal besser versteckt sind, kann man sich auch nicht so schnell zum Alleskönner entwickeln, sondern sollte sich auf einige Manöver spezialisieren - eine gute Entwicklung.

Aber unterm Strich spielen sich die beiden recht ähnlich in Akrobatik sowie Kampf, zumal sie die meisten Fähigkeiten wie das Teleportieren sowie das komplette Bewegungs-, Zubehör- und Waffenrepertoire ja teilen. Außerdem durchlaufen sie natürlich dieselben Areale und auch in der Reaktion anderer Figuren bemerkt man zu selten markante Unterschiede. Trotzdem lohnt es sich, das Abenteuer nach dem Ende mit dem anderen Charakter nochmal zu starten, denn dieses Dishonored 2: Das Vermächtnis der Maske hat viele alternative Wege, Taktiken und zwei Enden zu bieten, die für reichlich Wiederspielwert sorgen.

Vier Schwierigkeitsgrade

Die Räume wurden stimmungsvoll gestaltet - es gibt viel zu entdecken.
Die Räume wurden stimmungsvoll gestaltet - es gibt viel zu entdecken.
Interessant für Puristen ist nicht nur, dass man in den Optionen nahezu alle nervigen Hinweismarker abschalten kann, sondern dass man recht früh die Wahl hat, ob man die übersinnlichen Aktionen wie die Teleports oder die Tierübernahme überhaupt nutzen will. Man kann also auch komplett konventionell loslegen! Aber dann beraubt man sich natürlich mächtiger Aktionen und macht das Abenteuer noch schwerer. Apropos: Wer Dishonored kennt oder öfter Stealth-Action spielt, sollte nicht auf dem „normalen“ zweiten, sondern auf dem „schweren" dritten von vier Schwierigkeitsgraden loslegen, damit man richtig gefordert wird.

Ein ganz großes Lob verdient die KI: Das Verhalten der Wachen gehört zum Besten, was ich in den letzten Jahren erlebt habe. Sie reagieren aufmerksam auf Sicht und Geräusche, sie schauen durch Fenster und entdecken mich dort kauernd, sie rufen Verstärkung und suchen die Gegend angenehm weitläufig ab, sie treiben einen mit Würfen oder Schüssen aus der Deckung oder von erhöhten Positionen, so dass man auch über Teleports nicht so sicher in der Vertikalen ist. Man muss schon ein ordentliches Stück weit flüchten, was angesichts der angenehm großen Schauplätze auch meist möglich ist.

Kommentare

sourcOr schrieb am
padi3 hat geschrieben: ?
21.06.2017 17:56
Wäre noch besser, man hätte gleich auch das Waffenarsenal vereinfacht, da die Kämpfe auf Normal nicht sehr schwer sind. Oder freies Speichern durch Checkpoints begrenzen.
Ich weiß net, ob es erst durchs NG+ freigeschaltet wird, aber du kannst dir den Schwierigkeitsgrad verdammt genau anpassen, u.a. auch was Speichern angeht wenn ich mich recht entsinne.
padi3 schrieb am
Hab es auch durchgezockt - wirklich ein Meisterwerk.
Und wie gehofft spielt es sich ohne Fähigkeiten richtig gut. Spannendes Schleichen das mal wie in Deus Ex, mal an Ruinen eines Fallout 4 erinnert. Der erste Teil war aufgrund das Rumgespringe sehr vermittelmäßigt und wurde nur vom Überschwemmten Bezirk noch gerettet. Die DLCs hab ich da gar nicht mehr gespielt.
Wäre noch besser, man hätte gleich auch das Waffenarsenal vereinfacht, da die Kämpfe auf Normal nicht sehr schwer sind. Oder freies Speichern durch Checkpoints begrenzen.
mellohippo schrieb am
Das mit dem Ende ging mir ähnlich. Ich fand insbesondere den Bossfight zum Schluss etwas zu klischeehaft "rangeklatscht", wo das Spiel ja ansonsten vor genialen Ideen und Einfällen nur so übersprudelt wirkte der Endkampf in seiner Konventionalität auf mich ein bisschen wie ein Fremdkörper - so ähnlich wie die ganzen Bosskämpfe bei Deus Ex Human Revolution, fand das beim ersten Teil deutlich besser gelöst. Musste leider auch im Netz nachgucken wie man das gewaltlos löst, bin einfach ums verrecken nicht drauf gekommen - naja es war 3 Uhr morgens und ich hatte "etwas" Rotwein intus :)
Ansonsten volle Zustimmung, zusammen mit dem Vorgänger das Beste was ich so die letzten Jahre gezockt habe. Wobei ich beim Vorgänger im Nachhinein insgesamt die Story noch ein bisschen besser fand - hab alle Facetten auch erst nach zweimaligem Durchspielen entdeckt (1x gewaltlos und 1x mit hohem Chaosfaktor). Teil 2 harrt des zweiten Durchlaufes noch, will es unbedingt nochmal mit Emily als "Leichen pflastern ihren Weg"-Racheengel spielen :)
Freu mich jedenfalls total auf Prey, ich hoffe Arkane liefern wieder, haben mit Dishonored ja auf jeden Fall ordentlich vorgelegt.
Lord Hesketh-Fortescue schrieb am
Habe Dishonored 2 nun mit beiden Protagonisten durch und muss mich den (überwiegenden) Loben hier anschließen. Schon den ersten Teil fand ich in nahezu allen Belangen großartig. [Btw: shame on 4P, dass ihr dem Erstling 2012 unbedingt diesen einen popeligen Prozentpunkt zum Award versagen musstet; spürt meinen Zorn, ihr Haarspalter :Blauesauge: .]
Und auch beim zweiten Teil ist es bewundernswert, wie homogen und flüssig die einzelnen Aspekte (Artdesign inkl. Architektur, ausgefuchstes Leveldesign, Spielmechanik mit fantastischer Bewegungs- und Entscheidungsfreiheit, dieses ungemein atmosphärische ?Whalepunk?-Flair, das über allem rätselhaft wabert,...) ineinandergreifen und den Spieler permanent umgarnen und einsaugen. Ob ich Teil 2 stärker als den ersten Teil einschätze, weiß ich noch nicht, die Eindrücke müssen sich erst mal setzen und reifen. Die übergeordnete Story finde ich schwächer, dafür hat es spielerisch nochmal zugelegt. Bei mir entstand durch dieses ?Wie-aus-einem-Guss-Gefühl? jedenfalls wieder ein unwiderstehlicher Spielrausch, wie das zuletzt vielleicht nur der dritte Hexer hinbekommen hat. Ganz tolle Serie!
Einziger größerer Kritikpunkt: Das Ende.
SpoilerShow
War mir zu abrupt. Dafür, dass ja emotional alles auf die große Wiedervereinigung zwischen Vater und Tochter hinausläuft, war mir dieser Moment und die Folgen dann zu buchhalterisch-bilanzierend heruntergebetet (je nach den im Spiel getroffenen Entscheidungen).
Fand ich in Relation zu Rest dann doch erstaunlich schwach. Das hatte was vom Abwürgen eines gut laufenden Edelkarossen-Motors am Ende einer ansonsten sehr schönen Tour. Dennoch: Bin bekennender Dishonored-Fan!
padi3 schrieb am
werd es auch noch ausprobieren.
dass man es ohne fähigkeiten spielen kann, klingt super. das wollte ich auch beim ersten teil, es mehr wie ein altes Thief durchgehen.
schrieb am

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