Final Fantasy 7 Remake - Test, Rollenspiel, PlayStation 5

 

Test: Final Fantasy 7 Remake (Rollenspiel)

von Benjamin Schmädig



Entwickler:
Publisher: Square Enix
Release:
10.04.2020
10.06.2021
Jetzt kaufen
ab 38,35€
Spielinfo Bilder Videos
Schneller – aber nicht besonders fotogen

Das wichtigste ist aber die Möglichkeit, mit 60 Bildern pro Sekunde zu spielen. Denn obwohl ein taktisch geprägtes Rollenspiel die hohe Bildrate nicht zwingend erfordert, macht das Umsehen damit bedeutend mehr Spaß, während man im Kampf leichter die Übersicht behält. Alternativ steht eine Darstellung in 4K-Auflösung bei 30 Sekundenbildern zur Verfügung, die sich besonders dann bezahlt macht, wenn man aus der Nähe auf die Figuren bzw. ihre Waffen und Rüstungen schaut. Im Allgemein nimmt man den Unterschied aber kaum wahr.

Ich wünschte nur, das Programm würde von selbst in die höhere Auflösung wechseln, sobald man den neuen Fotomodus aktiviert. Dem fehlen ohnehin einige Finessen, darunter Möglichkeiten der Bildbearbeitung. Sich zum großen Teil ähnliche Filter sind hier leider das höchste der Gefühle, zumal man auch bei Positionierung und Ausrichtung der Kamera relativ stark eingeschränkt wird.

Schach und Shinra

Doch was hat es nun eigentlich mit der Intermission genannten Episode zu tun? Immerhin soll der zweite Teil des Remakes direkt an diese anschließen, obwohl Cloud, Barret & Co. darin keine Rolle spielen. An manchen Stellen trifft man zwar einige von ihnen, allerdings ist man durchgehend mit einer ganz anderen Kämpferin unterwegs. Yuffie heißt die und kommt aus der benachbarten Provinz Wutai, wo man Shinra ähnlich freundlich gesinnt ist wie die bekannten Avalanche-Helden. Yuffies Auftrag ist es deshalb, Shinra eine besonders mächtige Materia zu stehlen. Und so beginnt Intermission mit ihrer Ankunft in den Slums von Sektor 7, wo sie das Hauptquartier von Avalanche sucht – dessen Mitglieder sich übrigens bewusst von der militanten Splittergruppe um Barret distanzieren.

Fort Kondor macht richtig Laune und wird in Zukunft hoffentlich ausgebaut!
Fort Kondor macht richtig Laune und wird in Zukunft hoffentlich ausgebaut!
Das ist durchaus ein Wermutstropfen: Nicht nur in den Slums, auch später ist man fast durchgehend an bekannten oder zumindest vertraut wirkenden Schauplätzen unterwegs. Wenigstens eine große neue Umgebung hätte der Erweiterung wirklich gut getan. Im Gegenzug wirken die Slums dafür eine Idee belebter als im Original, was ebenso an kleinen Sammelaufgaben liegt wie an Bewohnern, die man zu einer Runde Fort Kondor herausfordern kann. Das neue Minispiel ist eine Art Auto Chess, bei dem man Einheiten auf ein Gefechtsfeld setzt, die komplett selbstständig entsprechend ihrer Fähigkeiten angreifen und verteidigen.

Jede Einheit kostet dabei unterschiedlich viele ATB-Punkte, wobei sich die ATB-Leiste ständig auflädt. Wie schnell sie das tut, hängt von dem gewählten Set ab, das man vor jeder Partie wählt. Im Vorfeld entscheidet man auch, welche Einheiten zur Verfügung stehen sollen, denn dieser Pool ist begrenzt. Durch Siege erhält man schließlich eine Währung, mit der man weitere Sets und Einheiten kaufen kann - und mir macht das richtig viel Spaß! Viele Partien könnten anspruchsvoller sein, alles in allem ist Fort Kondor aber eine gelungene Ablenkung von den Aufgaben als Heldin, weshalb ich es gerne auch in der Fortsetzung oder gar einer separaten Online-Variante spielen würde.

Das dynamische Duo

Und auch Yuffie wird hoffentlich weiterhin Teil des Abenteuers sein, denn das forsche Energiebündel ist eine erstaunlich sympathische Protagonistin. Erstaunlich deshalb, weil ihre verspielte Naivität eigentlich anstrengend sein „müsste“, mir in Wirklichkeit aber nie auf den Keks ging. Vor allem aber spiele ich sie von allen Charakteren des Remakes im Kampf am liebsten, weil sie flinke Angriffe aneinanderreiht und durch bestimmte Aktionen sogar mühelos zwischen Fern- und Nahkampf wechselt.
Final Fantasy 7 Remake ab 38,35€ bei kaufen

Kommentare

akule schrieb am
Xris hat geschrieben: ?01.07.2021 13:42
akule hat geschrieben: ?01.07.2021 06:02 Ich kann nicht verstehen wie dieses Spiel so gefeiert wird. Für mich hat das überhaupt nichts mehr mit dem Original zu tun. Eins der schlechtesten Remakes die es bis Dato gab. SE will lediglich die Leute melken und soviel Profit wie möglich aus dem großen Namen holen - dass sie dabei das grandiose Spiel zerstören ist ihnen völlig egal.
Skandalös! Na zum Glück hast du ja nun die zwielichtigen Machenschaften aufgedeckt! Da muss gehirnwäsche dahinter stecken. Ich meine wieso sonst sollte ?das Schlechteste Remake? so vielen Spielern gefallen?
Das nützt mir doch nichts, wenn andere das Spiel mögen. Für mich ist es der reinste Mist und fängt den Geist von FF7 überhaupt nicht ein.
Zum Thema Gehirnwäsche. Welchen Grund hätten sie denn das Spiel in Episodenformat zu bringen? Die ersten 5 Stunden von FF7 erstrecken sich im Remake über ein ganzes Spiel und um das zu erreichen blähen sie das Spiel künstlich mit belanglosen Nebenquests und neuen "Content" auf welcher überhaupt nichts zur Geschichte beiträgt. Man muss schon sehr naiv sein zu denken SE täte das aus der Liebe zum Spiel :roll:
Xris schrieb am
akule hat geschrieben: ?01.07.2021 06:02 Ich kann nicht verstehen wie dieses Spiel so gefeiert wird. Für mich hat das überhaupt nichts mehr mit dem Original zu tun. Eins der schlechtesten Remakes die es bis Dato gab. SE will lediglich die Leute melken und soviel Profit wie möglich aus dem großen Namen holen - dass sie dabei das grandiose Spiel zerstören ist ihnen völlig egal.
Skandalös! Na zum Glück hast du ja nun die zwielichtigen Machenschaften aufgedeckt! Da muss gehirnwäsche dahinter stecken. Ich meine wieso sonst sollte ?das Schlechteste Remake? so vielen Spielern gefallen?
akule schrieb am
Ich kann nicht verstehen wie dieses Spiel so gefeiert wird. Für mich hat das überhaupt nichts mehr mit dem Original zu tun. Eins der schlechtesten Remakes die es bis Dato gab. SE will lediglich die Leute melken und soviel Profit wie möglich aus dem großen Namen holen - dass sie dabei das grandiose Spiel zerstören ist ihnen völlig egal.
muecke-the-lietz schrieb am
BigSpiD hat geschrieben: ?28.06.2021 21:30
USERNAME_500037 hat geschrieben: ?21.06.2021 18:19
BigSpiD hat geschrieben: ?21.06.2021 17:34 Bin etwas überrascht einen weiteren Test für das Remake hier zu sehen, wenn doch kaum etwas anders ist, als bei der abwärtskompatiblen Version. Der Umfang an Änderungen ist sehr überschaubar.
Wäre die Zeit nicht vielleicht besser investiert in einen Nachtest von Sea of Thieves, wo sich seit eurem Test drastisch viel geändert hat? Zumindest ich würde mich sehr darüber freuen, wenn ihr den morgigen Release von A Pirate's Life als Anlass dazu nehmen würdet :) Mit der Releaseversion ist das heutige Spiel nämlich nicht mehr wirklich vergleichbar.
Es ist doch eine komplett neue Episode mit Yuffie dabei und technisch wurde einiges verbessert, sehe da jetzt eigentlich kein Problem.
Technisch wurde auch Sea of Thieves sehr stark überarbeitet für die Next-Gen Konsolen. Und was den Inhalt angeht kam da deutlich mehr nach, als beim FF Remake Next-Gen-Update. Da ist es eine kleine Episode, bei SoT wurde aber der Hauptkritikpunkt extrem nachgebessert: Content. Die ganzen >20 Tall Tales kamen dazu und eben das A Pirate's Life Update, was auch nochmal neue Gegnertypen, Mechaniken und viel Story bringt. In jeglicher Hinsicht wäre ein Nachtest von SoT deutlich stärker gerechtfertigt (und auch aufwendiger), als vom Next-Gen Patch von FF7.
Korrekt
Hokurn schrieb am
x-Tobi-x hat geschrieben: ?28.06.2021 08:49 Warum hat das alte legendäre Final Fantasy VII aus 1997
bis heute noch kein Grafik Update bekommen...
Viel besser sogar?
Die machen nicht nur ein Remastered zu Ff7 1997 in dem sie die Auflösung ein wenig höher schrauben.
Die entwickeln das Ding von Grund auf neu als Remake.
Mir ist natürlich klar, dass dir das bewusst ist aber iwie ist der Vorwurf komisch.
Das Ding soll auf PS5 fortgeführt werden und da kommt jetzt schon ne Version mit DLC und führen das Ding dann iwann weiter. Wie halt bei allen Spielen zur Zeit.
Da muss man sich nicht mit jeder neuen Konsole drüber wundern.
schrieb am