Days Gone - Test, Action, PlayStation 4 Pro - 4Players.de

 

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Days Gone (Action) von Sony
Im Angesicht der Horde
Action-Adventure
Entwickler: Bend Studio
Publisher: Sony
Release:
26.04.2019
26.04.2019
Jetzt kaufen
ab 56,99€
Spielinfo Bilder Videos
Das 1993 gegründete Bend Studio hat sich innerhalb der Sony-Familie eher im Hintergrund einen Namen gemacht: Mit Syphon Filter auf PlayStation, Resistance: Retribution für PlayStation Portable sowie Uncharted: Golden Abyss für PlayStation Vita. Jetzt wagt das Team aus Oregon mit Days Gone den großen Schritt in die offene Welt auf PlayStation 4: Kann das Action-Adventure mit seiner zombiesken Endzeit überzeugen? Mehr dazu im Test.

Monster im Mistwetter

Auftrag erledigt, Erfahrungspunkte eingesackt, weiter gehts. Aber der Weg zurück zum Bike ist trotz Karte mit Zielmarkierung alles andere als angenehm: Es regnet in Strömen, der Wind pfeift und ich sehe kaum etwas - willkommen in einem Wald irgendwo in Oregon. Ich musste meine Maschine weiter weg parken, weil ich auf der Jagd nach Wild war. Ihr Lärm hätte nur alle Tiere aufgeschreckt und zu viele Freaker angelockt. Das sind die zu Monstern mutierten Menschen, die selbst bei diesem Mistwetter grunzend und schnüffelnd nach Opfern suchen...

...eines davon war Sarah. Zwei Jahre nach ihrem Tod bin ich in der Rolle ihres Mannes Deacon St. John unterwegs, um irgendwie in dieser apokalyptischen Wildnis zu überleben. Keiner weiß genau, was zu dieser Seuche führte, aber die Welt ist
Deacon und Boozer
Deacon St. John gehörte vor der Seuche im Rang "Enforcer" dem Mongrel MC an. Aber aus seiner Bruderschaft ist nur noch Boozer übrig, der als "Sergeant-at-Arms" für die Waffen zuständig war.
jetzt eine andere - brutal, trostlos, gefährlich. So einiges erinnert an die Endzeit aus The Walking Dead, Fallout & Co: Menschen verstecken sich und ihre Vorräte in Bunkern, man kann aus der Distanz immer wieder mal Hilfeschreie hören oder brutale Überfälle beobachten.

Die Atmosphäre ist beklemmend, Gewalt und das Recht des Stärkeren haben die Zivilisation verdrängt.  Und über "Radio Free Oregon" wird man mit Propaganda zugedröhnt, die einige aktuelle Bezüge hat. Deacon kommentiert das Gequatsche meist kritisch, aber muss auch mal zustimmen. Wer sitzt da eigentlich für wen am Mikro? Wo steckt diese "National Response Organization" aka NERO? Wie konnte das alles geschehen? Die deutschen Sprecher überzeugen sowohl bei den Hauptfiguren als auch in den hörspielartigen Audiologs, die meist dramatische Situationen aus der Zeit des Ausbruchs wiedergeben.

Die neue Brutalität

Die Seuche offenbart auf vielfältige Art die hässliche Fratze des Menschen: Neben den raubtierhaften Freakern ziehen auch
wetr
Tja, der Schuss mit der Armbrust war nicht tödlich: Dieser Freaker ist jetzt alarmiert. Mit dem zweiten Bolzen sollte Deacon treffen...
marodierende Banditen umher, so genannte Drifter, die ihren Opfern fiese Fallen stellen. Hinzu kommen Ripper, das sind fanatische Kultisten mit Brandwunden, die an Mad Max erinnern und die ihre Gefangenen eher unsanft "bekehren" wollen. Nur in wenigen streng bewachten Camps versuchen einige Gemeinschaften zu überleben - und auch sie werden immer wieder angegriffen, so dass am nächsten Morgen meist Leichen vor den Toren liegen.

Die Landschaft wirkt zwar in den frühen Stunden durchaus idyllisch, aber das täuscht - es gibt Massengräber und Verwüstungen, die meisten Häuser sind verlassen, dutzende Autowracks verrosten auf den Straßen. Auch Deacon hat sich verändert: Mittlerweile trägt er einen Bart, zählt jeden Tag ohne Sarah und der Hass auf die Freaker lodert immer noch so stark in ihm, dass er teilweise selbstmörderische Tendenzen zeigt. Nur die Freundschaft zu seinem Kumpel Boozer, der von Rippern schwer am Arm verletzt wurde und jetzt auf seine Hilfe angewiesen ist, sorgt für eine Art Perspektive.

Kommentare

Balla-Balla schrieb am
Freya Nakamichi-47 hat geschrieben: ?
14.05.2019 21:00
So, Platin. Zum Ende hin hat sich's etwas gezogen, aber alles in allem war das ein schöner, kurzweiliger Ritt. Hat mir gefallen. Könnte mir sehr gut in ein paar Jahren einen Nachfolger vorstellen. Hoffentlich nimmt Deacon dann endlich dieses blöde Baseballcappi ab. Und dann trägt er das Ding auch noch falsch rum wie ein Grundschüler ... ;)
EDIT: Das herausragende Feature dieses Spiels sind zweifellos die Horden. Die sind schon wirklich genial gemacht, und gerade die ersten Horden, wenn man noch nicht so die fetten Waffen hat, treiben doch ordentlich den Puls in die Höhe. Später werden sie dann im normalen Schwierigkeitsgrad zu einfach, aber die ersten Begegnungen haben es schon in sich.
Ich bin noch nicht ganz so weit, muss aber sagen, dass mir Story und Gameplay immer besser gefallen. Ich verstehe auch die Kritik an der Grafik nicht, die ist doch super. Sind die Leute schon so verwöhnt, dass alles unter RDR2 in die Tonne getreten wird? Was wir heute bekommen war vor ein paar Jahren noch unvorstellbar und wenn man bedenkt, was für eine unglaubliche Technik dahinter steckt, die von kaum noch jemandem verstanden werden kann, komme ich mir dabei manchmal in die Zukunft versetzt vor und finde das erstaunlich bis verstörend.
Das Spiel macht verdammt viel richtig, die offene Welt empfinde ich nicht als klein, sie ist toll umgesetzt und technisch so gestaltet, dass tatsächlich ein Auto, das ich anfangs irgendwo hin verschoben habe, noch immer an der selben Stelle steht. Das ist echte Immersion. Teile dieser Welt habe ich gestaltet und dann bleibt sie auch so.
Einen Kritikpunkt habe ich dennoch, eben das das Repetitive betreffend. Ich meine damit nicht das Erobern der Camps, das ist ok, nicht übermäßig, dabei aber glaubhaft. Leider aber sind die Nebenquests belanglos und dämlich. Gehe dorthin, bringe jemanden um oder rette einen und fertig. Hätte man in die Welt ein paar Aufgaben eingebaut, die man vielleicht sogar wie...
Minimax schrieb am
Die Horden sind vor allem rein optisch eine schöne Idee und auch die Positionierung das man über sie stolpert find ich gut. Der Kampf gegen sie und auch gegen die anderen schweren Nahkämpfer ist ein bisschen öde. Rennen. Ballern. Rennen Ballern. Hier hätte man mehr machen können. Mehr Ausnutzen der Umgebung (Auf Bäume klettern oder so). Oder mehr zurückstossende/aufhaltende Waffen (Krähenfüsse). Vielleicht hätte man den Horden auch eine Art Schwarmintelligenz zuschreiben können, die ihnen andere Angriffe als den stumpfen Sturmangriff ermöglicht.
Freya Nakamichi-47 schrieb am
So, Platin. Zum Ende hin hat sich's etwas gezogen, aber alles in allem war das ein schöner, kurzweiliger Ritt. Hat mir gefallen. Könnte mir sehr gut in ein paar Jahren einen Nachfolger vorstellen. Hoffentlich nimmt Deacon dann endlich dieses blöde Baseballcappi ab. Und dann trägt er das Ding auch noch falsch rum wie ein Grundschüler ... ;)
EDIT: Das herausragende Feature dieses Spiels sind zweifellos die Horden. Die sind schon wirklich genial gemacht, und gerade die ersten Horden, wenn man noch nicht so die fetten Waffen hat, treiben doch ordentlich den Puls in die Höhe. Später werden sie dann im normalen Schwierigkeitsgrad zu einfach, aber die ersten Begegnungen haben es schon in sich.
kagrra83 schrieb am
DerBär5 hat geschrieben: ?
26.04.2019 11:00
kagrra83 hat geschrieben: ?
25.04.2019 16:40
Bin gespannt wie das Spiel hier wird. Weil MEtro Exodus gäbe ich ne 85, Luibl unter 70. Bin gespannt wie das hier wird. Immerhin trennen GS und 4P nur zwei Punkte, bei metro sah es ja etwas anders aus.
Und wieso testet immer nur Jörg alle Blockbuster?
Wäre ich Chefredakteur würde ich mir dieses Privileg auch nicht entgehen lassen :lol:
Das hat aber einer hier mal in dem Kommentarbereich, kritiesiert auf ne üble Art und Weise hehe.
Briany schrieb am
fanboyauf3uhr hat geschrieben: ?
13.05.2019 09:54
Sarkasmus hat geschrieben: ?
12.05.2019 11:54
Hab ich ein anderes Days Gone gespielt als ihr? :Kratz:
Denn im Vergleich zu eine Far Cry oder Assassins Creed halten sich, meiner Meinung , die generischen Aufgaben noch ziemlich in Grenzen.
Wo man in den Ubisoft Open World Games regelrecht erschlagen wird mit Belanglosigkeit.
Taucht die Belanglosigkeit,in Days Gone, hin und wieder am Stranßenrand auf wie ein Anhalter.
Meine Reden. Ich finde Days Gone kriegt das Open-World Problem ziemlich gut in den Griff. Klar wird es generisch wenn man das 10. Anarchisten Camp ausräuchert aber bei AC macht man im Prinzip NUR so nen Blödsinn und die Hauptstory von Days Gone ist extrem gut und lässt mich weiter zocken. Hab auch immer mal wieder Momente in denen mich diese zerstörte Welt aufsaugt und fasziniert, die haben das sehr schön gestaltet. Bin aber immer noch nicht weiter als bei Mikes Camp (Stufe 2). Keine Ahnung was da noch alles kommt.
Wenn es irgendwann langweilig wird hatte ich bis dahin auf jeden eine menge Spaß.
RDR2 war bei mir bei 50% komplett die Luft raus, war aber okay, bei 60 Stunden kann man nicht meckern. Und wer weiß vielleicht krame ich das im Winter mal wieder raus wenn flaute ist. Wobei ich sagen muss das ich Days Gone besser finde als RDR2 aufgrund des unterirdischen Gameplays von RDR2 (Kampfsystem und der ganze "geh jetzt da hin und drücke Viereck, dann dreh dich um und drücke Dreieck ... :roll: ).
Bin ein riesen Fan von RDR / RDR2 aber vor allem bei Teil 2 war die Missionsstruktur extrem Banane. Das macht Days Gone besser, vor allem weil man nicht direkt ermahnt wird weil man 2 meter vom vorgegebenem Weg abgekommen ist. :lol: Und ich find die Story auch greifbarer irgendwie. Wenn du in Mikes Camp bist dann zieht die Story ja langsam an. Wird noch richtig richtig gut.
schrieb am