Death Stranding - Test, Action-Adventure, PlayStation 4

 

Test: Death Stranding (Action-Adventure)

von Jörg Luibl



Death Stranding: Der gestrandete Tod
Paket Gear Solid
Entwickler:
Release:
14.07.2020
08.11.2019
Erhältlich: Digital (Epic Games Store), Einzelhandel
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Über kein Spiel der letzten Jahre wurde im Vorfeld so viel spekuliert wie über Death Stranding. Hideo Kojima deutete in Trailern und Präsentationen eine ebenso bizarre wie dämonische Zukunft mit mysteriöser Spielmechanik an, die man in keine bekannte Schublade stecken konnte. Die Erwartungshaltung erreichte parallel zur Skepsis ihren Höhepunkt, als der Schöpfer von Metal Gear Solid sogar ein neues Genre ankündigte. Was soll das sein: "Strandlikes"? Aber noch viel wichtiger: Was für ein Spiel steckt in diesem Abenteuer für PlayStation 4?

Der gestrandete Tod

So beginnt das Spiel: Nach der Entstehung von Raum und Zeit, der Entwicklung der Erde aus dem Urknall und der Geburt des Lebens strandet der Tod in der Welt. Als sich die Pforten ins Jenseits öffnen und dämonische Tote wie Nebelgeister am Himmel erscheinen, wird eine global vernetzte Gesellschaft von gigantischen Detonationen getroffen.

Falls jetzt jemand (Spoiler-)Angst bekommt: In diesem Test erzähle ich nichts bezüglich der Story, was über Kapitel 3 von 15 hinaus geht. Und die folgenden Erläuterungen zum Zustand der Welt beziehen sich fast ausschließlich auf die erste Stunde. Dass ich den Status quo so ausführlich darlege liegt daran, dass die Konzeption ebenso einzigartig wie relevant für die Einschätzung dieses Spiels ist. Also, seid ihr bereit?

Die Detonationen hinterlassen weltweit riesige Krater, während der Regen plötzlich dafür sorgt, dass bei jeder Berührung auf der Haut die Zeit vorgespult wird – deshalb altern alle Lebewesen extrem schnell. Alle Staaten brechen zusammen, Flugverkehr ist unmöglich, nur wenige überleben in isolierten Städten und Bunkern, die Geburtenrate sinkt drastisch. Tiere sterben aus, Kristalle wachsen wie goldene Hände aus dem Boden, ein neues Element namens Chiralium entsteht und sowohl die Landschaften als auch die Menschen verändern sich.

MULEs und GDs

Sam Porter Bridges beginnt den langen Weg nach Westen.
Sam Porter Bridges beginnt den langen Weg nach Westen.
Mit der Zeit entwickelt sich der Homo sapiens zu einem misstrauischen, nahezu asexuellen Wesen voller Phobien und Zwänge. Boten zwischen Städten werden mit den Jahren liefersüchtig und mutieren zu so genannten MULEs – Banditen, die jede Fracht orten und rauben müssen. Sie bauen eigene Lager und lauern in der Wildnis auf Wanderer. Aber auch sie haben Angst vor den viel gefährlicheren Totengeistern, die man GDs nennt: Sie kommen mit dem Regen, wenn sich alles verdüstert und ziehen ihre Opfer in einen schwarzen Abgrund.

Gestorbene Menschen müssen schnell in Hochöfen verbrannt werden, sonst explodieren sie in einem „Leeresturz“, der sogar Städte dem Erdboden gleich macht. Außerdem lauern skrupellose Terroristen da draußen, die teilweise übersinnliche Fähigkeiten der GDs nutzen, um jegliche Wiedervereinigung oder gar Rückkehr zur alten Gesellschaft zu verhindern. Was hat es mit den Stränden und Toten auf sich? Kann man den Tod besiegen, wenn er einmal in der Welt ist? Gibt es überhaupt eine Zukunft?

Kommentare

gEoNeO schrieb am
Ich habe mir vor ca. 2 Monaten die PS4 Pro gekauft, zwecks wenig Interesse an der next-Gen und dazu, zu einen guten Preis. Ich spiele seit etwas 2 Wochen Death Stranding und kann nicht aufhören dieses Spiel zu spielen. Es hat mich absolut in seinen Bann verschlossen. Die Immersion ist der Hammer. Die Musik, die Charakter, die Welt mit ihren facettenreichen Landschaften, die geniale Musik, alles verschmilzt in Death Stranding so genial Miteinander. Ich bin bei Kapitel 2 und habe schon 25h auf den Tacho und spüre weder langweile, oder sonst etwas. Selbst Dinge die ich in andere spiele überhaupt nicht mag, funktionieren hier komischerweise wunderbar. Die Knotenpunkten musste ich auf 5 Sterne bringen, da ich hier bei Death Stranding unbedingt alles machen wollte. Ich weiß, dass dieses Spiel extrem polarisiert und einige es überhaupt nicht nachvollziehen können, aber für mich ist es Balsam für die Seele. Endlich traut sich jemand etwas, was sich nicht der Maße biegen möchte und nimmt sich Zeit. Ich muss aber auch gestehen, dass ich abgedrehte spiele/Filme sehr schätze und teils liebe. Eine Anekdote zu Blade Runner 2049: Als ich im Kino saß und mir den Film genüsslich reinzog, merkte ich im Saal, wie die Leute vor Langeweile auf das Handy starrten. Was mir signalisiert, dass er für einige einfach zu lange ist, oder er eben nicht viel Action bietet Deshalb kann ich viele verstehen, wenn sie mit diesen angeblichen ?DHL Simulator? nichts anfangen können. Für mich jetzt schon ein Klassiker und Lieblingsspiel der letzten Jahrzehnten. Danke Jörg für den Test, auch wenn ich einige Jahre später hier reinschreibe.
ZELDAfanboy18 schrieb am
Habe das Game nach 8 h abgebrochen. Gameplay war einfach grausam langweilig.
Storyzusammenfassung auf Youtube reicht. :D
sourcOr schrieb am
Wegen toller Synchro soll Jörg ne hohe 70 zücken? :D
Gulkar schrieb am
ZELDAfanboy18 hat geschrieben: ?
14.07.2020 15:20
Für mich bis jetzt total überbewertet wie Shadow of the Colossus (wäre bei mir eher 87/100) und Last Guardian (wäre bei mir eher 70/100).
Da kann ich nur zustimmen. Habe ich auch alle angespielt und habe mich sehr über die hohen Bewertungen gewundert.
Würde sogar noch Demon/Dark Souls und dergleichen (also Roguelik(t)e Action Adventures) der Liste hinzufügen, wobei hier die Differenz nicht so groß wäre und bestimmt viele widersprechen werden ;)
Trifft zumindest nicht meinen Rollenspiel-Geschmack.
Ebenso Pillars of Eternity (sehr gutes Spiel aber doch auch einige Defizite).
Ein anderes Bsp. wo der der Test von Jörg m.E. nach unten total daneben lag war DA: Inquisition, welches zwar keine 90 verdient hätte, aber mind. eine hohe 70.
Allein schon durch die absolut Top besetzte dt. Synchro (Boromir/Ed Stark, The Rock, Woody Harrelson, Ving Rhames (MI1), Trinity aus Matrix, Penny aus Big Bang, Worf aus ST:TNG (wobei der als einziger Sprecher leicht abfällt, aber nur Mini-Nebenrollen spricht) usw., die sogar die sehr gute Witcher 3 Synchro (top Spiel!) absolut alt aussehen lässt (beide erst kürzlich auf Platin gespielt, also gute Vergleichsmöglichkeit) :Vaterschlumpf:
Zumindest hat mich das Spiel deutlich mehr gepackt und motiviert als alle ganz oben genannten Spiele (allerdings dieses Jahr und somit evtl. weniger Bugs; Platin, DLCs dabei)
schrieb am

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